30.09.2009, 09:47 Uhr | demo
Aggressive Performance, aggressive Körbchen: Madonna bei ihrer "Blonde Ambition"-Tour 1990. (Foto: dpa)Hingucker sind sie, seit sie im alten Griechenland erfunden wurden: BHs. Zu Beginn ihrer Entwicklungsgeschichte hatten sie allerdings eine rein praktische, keine ästhetische Funktion. Man vermutet die Ursprünge in Sparta. Dort war es Frauen gestattet, an sportlichen Wettkämpfen teilzunehmen. Daher bandagierten sie mit Leder und Stoff ihre Brüste. Zum einen, um im Wettstreit nicht von ihnen behindert zu werden, zum anderen, um männlicher zu wirken. Kaum zu glauben, bedenkt man, dass in der heutigen Zeit gerade BHs in ihren verschiedenen Varianten der Innbegriff der Weiblichkeit sind. Beispielsweise Madonnas legendärer Raketen-BH, der 1990 ihre sexuell extrovertierte Bühnenperformance unterstrich. Ein Skandal. Einige Büstenhalter schrieben in der Tat Popkultur-Geschichte und ließen sogar die Bekanntheit ihrer Trägerinnen hinter sich. Klicken Sie sich durch unsere Foto-Show und erleben Sie manchen Aha-Effekt, beim Betrachten virtuoser BH-Effekte.
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1997: Karl Lagerfeld entwirft einen so genannten Mikro-Kini. Supermodel Kate Moss steht er gar nicht schlecht. (Foto: Reuters)Bei der Weiterentwicklung und Stilisierung der einst pragmatischen Brustbinde trieb die Fantasie von manchem Modeschöpfer wirklich bizarre Blüten. 1997 präsentierte Modegott Karl Lagerfeld den so genannten Mikro-Kini, ein Oberteil, das außer den Brustwarzen im Prinzip nichts verdeckt, und sorgte damit für einigen Wirbel. Dass unter anderem auch Supermodel Kate Moss den zarten Hauch von gar nichts über den Laufsteg trug, mag die Bekanntheit der Kreation noch zusätzlich gefördert haben. Milliardär, Flugpionier und Filmproduzent Howard Hughes trieb den BH-Wahn der Glamourwelt zu einem frühen Höhepunkt, als er Busenwunder Jane Russell für den 1943 erschienen Streifen "Geächtet" höchstpersönlich einen Spezial-BH entwarf, der ihre beiden Besonderheiten noch deutlicher hervorheben sollten. Leider war in diesem Fall die Mühe vergebens. Laut eigener Aussage hat Russell die Sonderanfertigung bis zum heutigen Tag nicht ein einziges Mal getragen, da sie für den üblichen Gebrauch einfach nicht geeignet sei. Aha!demo
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