21.02.2008, 15:34 Uhr | Rie
Tom Tykwer und Roland Emmerich (Foto: Imago)
Mehr als 6000 Filmschaffende bilden die "Academy of Motion Pictures Arts and Sciences". Unter ihnen befinden sich Regisseure, Schauspieler, Kameraleute oder Komponisten. Die Liste der Mitarbeiter ist allerdings streng geheim. Ab und zu sickert aber doch mal ein Name durch. Der "Express" verriet nun, welche Deutsche zu dem illustren Kreis gehören: Roland Emmerich, Bernd Eichinger, Wim Wenders, Franka Potente, Tom Tykwer, Volker Schlöndorff, Oliver Hirschbiegel und Armin Müller-Stahl. Wer einmal dabei ist, bleibt Mitglied auf Lebenszeit.
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"Bester Film": Jedes Mitglied darf abstimmen
Für einen Jahresbeitrag von umgerechnet 140 Euro können die Filmexperten jederzeit ins Kino gehen. Einen Haken hat die Sache allerdings: Die Filmschaffenden dürfen nicht in irgendein Kino gehen, lediglich ein spezieller Vorführraum der "Academy" in Los Angeles steht den prominenten Filmfans zu Verfügung. Wer dazu keine Lust hat, kann sich die Filme auch auf DVD bequem nach Hause schicken lassen. Es gilt: Schauspieler wählen Schauspieler, Regisseure die Regisseure und so weiter. Über die Kategorie "Bester Film" darf jeder abstimmen. Etwa vier Wochen vor der Oscarverleihung liegen dann die bedeutenden Stimmzettel in den Briefkästen der Promis und warten darauf ausgefüllt zu werden. Am Nachmittag vor der Preisverleihung steht fest, wer die begehrte Trophäe sein Eigen nennen darf. Notare bringen die Namen dann in verschlossenen Umschlägen zur Preisverleihung bevor es heißt: "And the winner is..."
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Volker Schlöndorff (Foto: Michele Tantussi/ddp)
Schlöndorff hat bereits einen Oscar
Kein deutsches Mitglied der Filmakademie durfte einen Oscar bisher mit nach Hause nehmen. Keiner, bis auf einen: Volker Schlöndorff. Nur wenigen ist dieser Name ein Begriff, liegt sein großer Triumph auch 28 Jahre zurück. Auf dem Höhepunkt seiner Regie-Karriere erhielt er 1980 den Oscar für "Die Blechtrommel". Er zehre noch heute davon, einmal so etwas Gutes hingekriegt zu haben, erklärte Schlöndorff dem "Express". Sein Kollege Armin Müller-Stahl war einmal bereits kurz davor. Der Schauspieler aus der ehemaligen DDR erhielt 1977 eine Oscar-Nominierung für den Film "Shine".
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Deutsche Stars in Hollywood
Auch Wim Wenders durfte bisher keinen Oscar mit nach Hause nehmen. Für seine Dokumentation "Buena Vista Social Club" gab es keine Trophäe, dafür aber vor zwei Jahren das Bundesverdienstkreuz. Als größter amerikanischer Patriot Hollywoods gilt Roland Emmerich. Spätestens seit "Independence Day" wird der Schwabe von den Amerikanern geschätzt. Durch den Film "Lola rennt" wurden gleich zwei deutsche Mitglieder der Academy zu Stars: Die Rede ist von Franka Potente und Tom Tykwer. Sie als Schauspielerin, er als Regisseur. Potente stand mehrfach in den USA vor der Kamera. Ihr letztes größeres Hollywood-Projekt waren die erfolgreichen "Bourne" Action Streifen mit Matt Damon.
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