26.05.2008, 10:52 Uhr | LS/jho
Zwölf Punkte aus Bulgarien - Lucy sei Dank? (Foto: Reuters)Nur 14 Punkte und damit auf dem letzten Platz - die No Angels sind um ihr Abschneiden beim diesjährigen Eurovision Song Contest nicht zu beneiden. Das einzige Trostpflaster: Man teilt sich die rote Laterne mit Großbritannien und Polen. In Deutschland beginnt nun wieder das Rätselraten, warum es auch dieses Mal nicht mit einer besseren Platzierung geklappt hat. Immerhin sind die No Angels doch unsere erfolgreichste Girlgroup. Doch was in zwischen Flensburg und Passau funktioniert, muss auf der großen europäischen Bühne noch lange nicht ankommen. Mit dieser Erkenntnis stehen die vier Engel aber nicht allein da. Die Liste der deutschen Grand-Prix-Versager ist lang. Die zehn schlechtesten Platzierungen stellen wir Ihnen noch einmal vor.
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Nur zwei Beiträge waren noch schlechter
Casting-Star Gracia, die Münchner Freiheit, Corinna May oder Roger Cicero - sie alle sind beim Wettstreit von Europas besten Sängern grandios gescheitert. Den Negativrekord hält allerdings mit nur einem Punkt das Duo Stone & Stone. 1995 gab's für ihren Song "Verliebt in dich" folgerichtig den letzten Platz. Fast alle Grand-Prix-Pleiten kamen in den Neunzigern und den vergangenen sechs Jahren zustande. Nur 1975 sah es schon einmal ähnlich düster aus. Da belegte Joy Flemming den 17. Rang - damals die drittschlechteste Platzierung.
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"Die Beleidigung von Belgrad"
Die No Angels hatten in Belgrad keine Chance. (Foto: Reuters)So rekordverdächtig wie das 43 Teilnehmer umfassende Starterfeld vor den beiden Halbfinals, war am Ende des Finales 2008 in Belgrad dann leider auch die Zahl von 40 mal null Punkten für die No Angels. "Ein Desaster - nach der Schande von Kiew die Beleidigung von Belgrad“, so kommentierte ARD-Moderator Thomas Hermanns direkt nach der Siegerehrung das Abschneiden der Band. Dank zwölf Punkten aus Bulgarien - Sängerin Lucy sitzt in der Jury einer bulgarischen Casting-Show - und zwei Gnadenpunkte von unseren Nachbarn aus der Schweiz, teilt man sich den letzten Platz wenigstens mit zwei anderen Nationen. "Ich bin etwas geschockt, aber wir können stolz sein", sagte Jessica von den No Angels anschließend. Ein typisches Verlierer-Statement.
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Timbaland-Song gewinnt
Nicht, dass die No Angels mit ihrem Lied „Disappear“ irgendetwas falsch gemacht hätten - doch im Konzert der anderen 24 Teilnehmer ging ihr netter Popsong leider unter. Allerdings ist das auch nachvollziehbar, wenn man bedenkt, welche Geschütze zum Beispiel der Sieger Dima Bilan auffuhr: Sein ansprechender Auftritt mit dem Timbaland-Song "Believe“ wurde im Finale noch von einem Stargeiger mit seiner Stradivari sowie von der russischen Eiskunstlauf-Legende Jewgeni Pljuschtschenko unterstützt, der mit einer mitreißenden Kür auf Kunsteis den Song untermalte. Für den ersten Sieg Russlands nach über zehn Jahren war Bilan offensichtlich (fast) jedes Mittel recht. Mehr als zehn Millionen US-Dollar (über sechs Millionen Euro) soll Russland laut Medienberichten investiert haben, um den Sieg nach Moskau zu holen. Ani Lorak belegte für die Ukraine Platz zwei, Griechenland kam mit der Sängerin Kalomira auf den dritten Rang.
LS/jho
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