04.08.2010, 09:11 Uhr | RE
Der Hollywood-Star Leonardo DiCaprio hat seine Rolle als Teenie-Idol längst abgelegt. (Fotos: cinetext)
Mit seinem neuen Kinofilm "Inception" sorgt Hollywood-Star Leonardo DiCaprio derzeit weltweit für Furore. Der Thriller von "The Dark Knight"-Regisseur Chris Nolan beherrscht die Spitze der Kino-Charts und DiCaprio beweist in der Hauptrolle wieder einmal, dass seine Rolle als Teenie-Schwarm aus "Titanic"-Zeiten längst Geschichte ist. Doch der Weg zum seriösen Charakterdarsteller war steinig für den mittlerweile 35-Jährigen. Wie viele seiner Kollegen aus unserer Foto-Show musste er die Erfahrung machen, dass die Rolle eines Sex-Symbols für einen Schauspieler oftmals am schwersten abzulegen ist.
DiCaprio zeigte bereits in jungen Jahren mit "This Boy’s Life" sein überragendes Schauspieltalent und war für "Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa" sogar für den Oscar nominiert. Doch es waren seine Rollen in "William Shakespeares Romeo + Julia" sowie in James Camerons "Titanic", die ihn weltweit bekannt und zum Schwarm aller Teenies machten. Millionen junger Mädchen schwärmten fortan von seinem Aussehen und tapezierten ihre Zimmer mit seinen Postern als wäre DiCaprio der Lead-Sänger einer Boyband. Doch mit der Rolle in Martin Scorseses "Gangs of New York" konnte er seiner Karriere die entscheidende Wendung geben.
DiCaprio legte für das düstere Rache-Epos einige Kilos an Muskeln zu und präsentierte sich überraschend männlich. Mit dem Liebes-Gesülze in "Titanic" hatte sein Auftreten nur noch wenig gemeinsam. Noch wichtiger für ihn war wohl die Zusammenarbeit mit seinem zukünftigen Mentor Scorsese, mit dem er mittlerweile vier Filme gedreht hat. Dieser führte ihn nicht nicht nur mit seinem "Howard Hughes"-Portrait in "Aviator" zu seiner nächsten Oscar-Nominierung, sondern gab ihm auch noch die Hauptrolle in dem Film "Departed - Unter Feinden". Der Testosteron-gefüllte Gangsterfilm von 2006 wurde quasi zur Reifeprüfung für DiCaprios Männlichkeit und Schauspielkunst, der sich neben Jack Nicholson, Alec Baldwin und Martin Sheen großartig behaupten konnte. Spätestens nachdem er im selben Jahr für "Blood Diamond" erneut für den Oscar nominiert wurde, war seine Zeit als Teenie-Schwarm endgültig Geschichte.
DiCaprio ist nicht der einzige Schauspieler, der darum kämpfen musste seiner auferlegten Rolle als Sex-Symbol oder Teenie-Schwarm zu entfliehen. Nachdem Brad Pitt in den 1990ern in "Thelma und Louise" erstmals seinen Waschbrettbauch auf der Kinoleinwand präsentierte, steckten ihn viele Kritiker in die Schublade für "hübsch anzusehen, aber mehr auch nicht". Doch Pitt wusste sich eindrucksvoll gegen sein Image als Schönling zu wehren. Seine simple und effektive Methode: er spielte die verrücktesten Figuren, die er finden konnte. Nach seinen Auftritten als Serienkiller in "Kalifornia", durchgeknallter Irrer in "Twelve Monkeys" und selbstzerstörerischer Tyler Durden in "Fight Club" zweifelte niemand mehr an seinem Schauspiel-Talent.
Auch Johnny Depp musste sich in seinen Anfängen gegen das Image eines Teenie-Idols wehren, nachdem er in den 1980ern dank der Rolle eines jugendlichen Undercover-Polizisten in "21 Jump Street" zum Star wurde. Depp fühlte sich von den Produzenten zu einem Produkt degradiert und hatte keine Lust auf die typischen Mainstream-Rollen in High-School- oder Actionfilmen. Stattdessen wählte er nur Rollen aus, die ihm persönlich zusagten, ohne Rücksicht, ob seine Filme auch an den Kinokassen erfolgreich sein würden. Vor allem die schrägen Figuren aus den zahlreichen Tim-Burton-Filmen, in denen Depp mitwirkte, halfen ihm dabei sich als Schauspieler zu etablieren. Mit der Figur des Jack Sparrow in den "Fluch der Karibik"-Filmen gelang es ihm sogar, seine Vorliebe für verrückte Charaktere auszuleben und gleichzeitig in einer der lukrativsten Franchises aller Zeiten mitzuwirken.
Quelle: t-online.de
Kino-Freak schrieb:
am 6. August 2010 um 19:59:20
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Leo
Was Filme betrifft, ist Leo wirklich ein Alleskönner. Wie verschieden seine Filme auch sind, die Rollen passen einfach immer gut zu ihm.
Unvergesslich Titanic, aber auch Gangs in New York, Romeo und Julia etc. waren wirklich gut. Seine neuen Filme gefallen mir leider (vom Thema her) nicht ganz so gut wie die älteren, romantischen... aber man soll ihn ja nicht in eine Schublade stecken und das ist auch gut so, vor allem weil er ja wirklich so vielseitig ist.
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Lea schrieb:
am 4. August 2010 um 19:13:54
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Leo
Früher war er langweilig?
Die Rolle in Gilbert Grape war phänomenal und ich hätte ihm den Oskar gewünscht. Das war alles andere als langweilig.
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Sash schrieb:
am 4. August 2010 um 09:56:53
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Leo
Also früher mochte ich den Leo auch nicht besonders, weil er langweilig war. Inzwischen, seit Departed, macht der richtig gute
Actionfilme und ist, meiner Meinung nach, z.Zt. DER Topmann in Hollywood. Deutsche Wurzeln hat er sogar auch noch..Quality made in Germany :-)
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