02.01.2011, 11:16 Uhr | Nibo
Das stille Örtchen. Man kann als Paar oder Freunde noch so innig miteinander vereint sein und jedes Geheimnis miteinander teilen - vor den Türen des WC's ist Schluss. Dorthinein verzieht man sich am liebsten ganz alleine, die menschlichen Grundbedürfnisse der Erleichterung verrichtet man meistens einsam, Zeitgenossen mit starker, exhibitionistischer Ader vielleicht ausgenommen. Nicht so in der Geschichte des Kinos. Das Klo ist Austragungsort großer Leidenschaften. Auf dem Abort wird geliebt, gestorben und gemordet was das Zeug hält. Unvergessliche Klo-Momente der jüngeren Filmgeschichte zeigen wir Ihnen in unserer Foto-Show.
Als im Jahr 1994 der Film "Der bewegte Mann" von Regisseur Sönke Wortmann für Mega-Schlangen an den deutschen Kinolassen sorgte, war das für Nachwuchsschauspieler Til Schweiger, der bis dato in Filmen wie "Manta, Manta" und "Ebbies Bluff" punkten konnte, ein weiterer Meilenstein in seiner noch jungen Filmkarriere. In den ersten Szenen des "bewegten Mannes" sieht man Til Schweiger alias Axel Feldheim als Kellner eifrig werkeln. Doch Axel ist nicht etwa mit dem perfekten Eindecken eines Tisches beschäftigt, sondern beglückt eine wohlhabende Lady auf der Toilette. Das Klo als Ort für den Austausch von Körperflüssigkeiten.
Unvergesslich natürlich auch die berühmte Tauchszene aus dem Kultfilm "Trainspotting" mit Ewan McGregor aus dem Jahr 1996. Auf der schmutzigsten Toilette von ganz Schottland scheidet Hauptdarsteller McGregor in der Rolle des heroinsüchtigen Mark Renton das wertvolle, Beruhigung versprechende Opiatzäpfchen aus und macht sich verzweifelt zunächst per Hand und dann mit vollem Körpereinsatz im braunen Brackwasser auf die Suche nach den Tabletten. Renton halluziniert, findet die Zäpfchen in den Tiefen des Kanalwassers, das sich für Sekunden in einen blauen, glitzernden Ozean verwandelt und taucht dann, pudelnass aber glücklich, aus dem verdreckten WC wieder auf. Abgrundtiefer Ekel trifft auf hauchzarte Poesie.
Das Auftauchen von Horror-Monstern, geleistete Liebesschwüre, brutale Drogenexzesse oder eiskalte Killerkommandos - die Toilette im Film birgt viel mehr Möglichkeiten, als lediglich ein kleiner Raum für kleine Geschäfte zu sein. Und die Aufrechterhaltung des Klos als einsamer, intimer Raum oder Rückzugszone kann nach Schilderung der Filmszenen - zumindest im Kino - kaum mehr gelten.
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Quelle: t-online.de
Ivy0815 schrieb:
am 3. Januar 2011 um 12:31:31
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Kloszenen
Hey Freunde,
Nicht zu vergessen ist auch die Kloszene aus Lethal Weapon 2. Murtaugh sitzt auf dem Klo und unter ihm tickt eine
Bombe. Wenn er aufsteht geht sie los. Riggs rettet ihn indem er mit ihm beherzt in die Badewanne springt um sie beide vor der Explosion zu schützen.
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