17.03.2010, 08:33 Uhr | dpa/mth
Szene aus dem Sat.1-Zweiteiler "Die Grenze", der in Mecklenburg-Vorpommern gerade die Gemüter erhitzt. (Foto: dpa)
Führt der zweiteilige Sat.1-Film "Die Grenze", in dem Mecklenburg-Vorpommern vor der Abspaltung von der Bundesrepublik steht, auf unterhaltsame Weise die Gefahren vor, die der Demokratie in extremer Wirtschaftslage drohen oder schürt er Vorurteile gegen das Bundesland im Nordosten? Diese Frage sorgt für heftige Diskussionen. So fragt der Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin: "Was hat das Wirtschaftsministerium nur geritten, einen solchen Film wie 'Die Grenze' mit 160.000 Euro zu fördern?" Der Film bediene vor allem negative Klischees. Der Fraktionsvorsitzende der Linken im Landtag, Helmut Holter, hält den Film sogar für gefährlich. Es werde ein falsches Bild von der Gesellschaft in Mecklenburg-Vorpommern gezeichnet.
Die Linke hatte sich schon vor der Ausstrahlung daran gestoßen, dass die sozialistische Partei in "Die Grenze" in Name und Symbolik stark an die real existierende Linkspartei erinnert. Auch SPD- Fraktionsvorsitzender Norbert Nieszery erneuerte seine Kritik. "Ohne jede ironische Distanz wird in dem Film so getan, als ob in MV demnächst die Anarchie ausbrechen würde", sagt er. "Wir Ostdeutschen werden ausschließlich klischeehaft dargestellt - als rückständig, zu Extremismus neigend und mit unbewältigter DDR-Vergangenheit. Damit werden westliche Vorurteile bestärkt und Ressentiments geschürt."
Regierungssprecher Andreas Timm sagte hingegen, bei dem Film handele es sich um professionell gemachte und professionell vermarktete Unterhaltung, "nicht mehr und nicht weniger". Auch Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU), in dessen Ressort die Filmförderung verwaltet wird, gab sich gelassen. Mecklenburg-Vorpommern werde als Drehstandort immer interessanter, erklärte er. "Dabei muss man nicht mit jeder Filmpassage oder -sequenz übereinstimmen." Zuletzt hatte beispielsweise Roman Polanski den Film "Der Ghostwriter" dort gedreht, Michael Haneke war für seinen Oscar-nominierten Film "Das weiße Band" auch in dem Bundesland unterwegs.
Der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes in Mecklenburg-Vorpommern, Guido Zöllick, meinte, der Film zeige, wie die rechte Szene arbeite und sich weiterentwickele. "Das kann einen schon wachrütteln. Wir haben ja in ganz Deutschland das Problem, dass die rechte Szene mit relativ einfacher Propaganda auf die Jugend zugreift." Dass der Film hauptsächlich in Mecklenburg-Vorpommern spiele, sei weniger schlimm. "Wir werden ja nicht als der böse Osten dargestellt. Deshalb wird der Film auch keine negativen Auswirkungen auf unser Image haben." In "Die Grenze" steht das Bundesland nach Wirtschaftskrise und Terroranschlägen am Abgrund, die Arbeitslosigkeit schnellt in die Höhe, Linke und extreme Rechte kämpfen um den Wahlsieg. Die erste Folge des Sat.1-Zweiteilers hat am Montagabend im betroffenen Nordosten mehr Menschen vor die Fernseher gelockt als im Bundesdurchschnitt. 17,5 Prozent der Zuschauer ab drei Jahre sahen den Auftakt des Thrillers. Bundesweit erzielte der Film einen Marktanteil von 14,2 Prozent.
Quelle: dpa
skorpio schrieb:
am 18. März 2010 um 09:54:24
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Falsche Vorzeichen
Analog Metropolis: Story fünf, Ausdruck zwei!
In den letzten 100 Jahren hat jede deutsche Regierung gegen alle Vernunft
die Linken immer bis aufs Blut bekämpft, stets wurden die Rechten gestützt, mal heimlich, mal offen. Das wird sich nie ändern, weil rechts Geld winkt. Doch in diesem Film wird das Gegenteil kolportiert. Ansehnliche Einzelleistungen und -szenen wurden entgegen jedem Realismus zu einem verlogenen Machwerk zusammengewürfelt.
Fazit: Dieser Film ist ein Fall für den Giftsch
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Sachse schrieb:
am 17. März 2010 um 16:41:42
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Die Grenze
Wie lange soll den Ex-DDR Bürgern noch vorgekaukelt werden,dass es irgendwann besser wird. Nach 20 Jahren Einheit hat sich
gezeigt,dass 40 Jahre Teilung nicht zu überwinden sind.Das Proletariat muss aus seinem derzeitigen Koma erwachen und die Führung wieder übernehmen. Ohne diese erneute Machtergreifung der Arbeiterklasse wird es nie wieder gerecht zugehen in diesen runtergekommenen Land.Damit meine ich jedoch ausschließlich unsere Ex-DDR. Schluss mit der Versklavung der Bürger der Ex-
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rostocker schrieb:
am 17. März 2010 um 15:16:54
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Grenze
Das war eine Super-Satiere. Ich habe mehrfach herzhaft gelacht und alle aktuellen Politiker und sonstigen Personen der Öffentlichkeit
wieder erkannt. Übertreibung verdeutlicht ebend. Wer sich über diesen Film aufregt, hat echt keinen Sinn für schwarzen Humor. Unpassend war nur die Doku bzw. Kerner, weil das wieder den Anschein erweckte, als wäre der Film ernst gemeint. Alleine aus der Zeitwahl (2010) musste man erkennen, dass es ein Gag war. Jetzt schreibt bloss nicht: Damit spaßt man aber
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