25.09.2010, 17:23 Uhr | bas
Dieter Bohlen musste bei Kandidat Ryan Lam Platz nehmen. (Foto: RTL)
Sie sind super, sie sind Talente und wollen alle unbedingt ihr großes Glück bei Dieter Bohlen, Sylvie van der Vaart und Bruce Darnell suchen: Am Freitagabend startete die vierte Staffel der RTL-Show "Das Supertalent " - und ließ mal wieder keine Wünsche offen: Von begnadeten Sängern, untalentierten Möchtegern-Sängern, kleinen, süßen Kindern, Extrem-Darbietungen und mächtigen, weiblichen Rundungen war bei der ersten Folge "Das Supertalent" alles vertreten.
Der Samurai-Meister Ryan Lam ließ Jury und Publikum den Atem stocken, als er mit verbunden Augen auf einen seiner Assistenten mit einem Samurai-Schwert losging. Der junge Mann mit den ängstlichen Augen wurde mit Salatgurken bestückt und Meister Lam kürzte die Gürkchen mit dem Rasierklingen scharfen Schneidwerkzeug in handliche Stücke – direkt am Kopf und an den Händen des Assistenten rauschte die Klinge vorbei. Entsetzen bei Publikum und Jury. Doch wenigstens war klar: Wäre diese Darbietung daneben gegangen, wäre sie wohl in der Versenkung des RTL-Archivs verschwunden. Doch zu guter Letzt musste auch Dieter Bohlen noch auf den Stuhl und dem scharfen Stahl ins Auge blicken: Die Gurken fanden im Mund und auf dem linken Arm des Pop-Titan Platz und Ryan Lam schlug zu. Bruce hielt Bohlens Händchen und die Luft wurde angehalten – und ganz ehrlich: Insgeheim hatte man doch gehofft, ein bisschen Bohlen-Blut möge auf der Bühne fließen. Nur ein ganz, ganz kleines bisschen hätte man den großen Bohlen gerne einmal bluten sehen.
Knapp 41.000 Talente und die, die es gerne wären, hatte sich die Jury angeschaut – doch eine Dame fiel besonders ins Auge: Die 49-jährige "Busty Heart" aus den USA. Mit ihren 20 Kilogramm schweren Brüsten rückte sie Bierdosen, Baseball-Schlägern, Melonen und Fliesen zu Leibe. Mit den mächtigen "Abrissbirnen" zertrümmerte sie alles, was ihr vor die Brüste kam. Mit offenen Mündern starrte die Jury die Lady an und für Bohlen war klar: Nicht nur ansehen, sondern auch anfassen. Nach ihrem Auftritt griff er der gut bestückten Dame beherzt an die Brust: "Die Dinger fühlen sich echt brutal an. Da fällt mir ein Kinofilm ein: Mozilla – Angriff der Killertitten". Und auch Sylvie van der Vaart wollte Bustys Busen näher erkunden und war beeindruckt. Bruce Darnell traute so viel Weiblichkeit allerdings gar nicht und ergriff die Flucht. Für ihre Darbietung erhielt die 49-Jährige ein dreifaches Ja und darf in einer der kommenden Sendungen nochmals ihr riesiges Talent unter Beweis stellen.
Was auf der "Supertalent"-Bühne auch dieses Mal nicht fehlen durfte waren natürlich diverse Sänger von jung bis alt – mit und ohne Talent. Der 14-jährige Halbitaliener Andrea Renzullo rührte Bruce Darnell zu Tränen, der weinerlich schluchzte: "Das war sehr nah am Supertalent". Nach seiner Flucht vor dem Atombusen musste Darnell seinen Fans natürlich auch noch eine tränenreiche Einlage bieten. Auch dieser Punkt konnte damit abgehakt werden. Und trotz einwandfreier Vorführung des 14-jährigen Bengels mit den Mandelaugen war auch klar: Bohlen würde an dem jungen Gesangstalent Kritik üben – er nahm wieder einmal die Rolle des Buhmanns perfekt ein. Er relativierte seine Meinung dann aber recht schnell und ist sich sicher: "Er ist Bravo-kompatibel und könnte ein neuer Teenie-Star werden". Ob Bohlen da schon wieder ein Geschäft gewittert hat? Bei den beiden maskulin wirkenden Damen "Nice" und "Even" kam dieser Gedanke keine Sekunde auf. Die Zwillingsschwestern hatten eine sehr gewöhnungsbedürftige Art zu Reden. Auch Dieter Bohlen hakte gleich nach: "Haben die Adler bei euch eingekreuzt ?" Und nach der Präsentation von Falcos "Kommissar" hagelte es von Bruce Darnell null Punkte und Sylvie fand es wirklich erstaunlich: "Manche sind so erstaunlich schlecht, dass es herrlich ist zuzuschauen". Viel herrlicher war allerdings der Abgang der jungen Damen.
Der Jüngste an diesem Abend war gerade mal fünf Jahre alt geworden und ließ bei Sylvie van der Vaart das Herzchen höher schlagen: Der freche fünfjährige Michael betrat die Bühne und beantwortete selbstsicher alle Fragen der "Supertalent"-Jury. Tapfer stand der kleine Mann mit seinem riesigen Mikro vor dem Publikum und schmetterte "O Sole Mio". Bei diesem Anblick ging zwar die Sonne auf, doch es war klar – den kleinen Bengel musste die Jury wieder nach Hause schicken. "Das war sehr laut und sehr gut", lobte Darnell. Die rundliche Sonja nutzte die "Supertalent"-Bühne, um ihrer Mutter zu beweisen, dass sie etwas kann. Zunächst schien dieses Vorhaben in die Hose zu gehen, doch beim zweiten Lied zeigte sie, was sie drauf hat und Bohlen lobte sie in den Himmel: "Ist das geil – ich habe Gänsehaut". Dagegen stürmten die "Goldies" mit Rollator und ergrauten Haaren die Bühne. Sie hatten ein Lied von den "Ärzten" im Gepäck und zogen damit die knallharte Jury auf ihre Seite: Bohlen lobte überschwänglich die Textsicherheit der ergrauten Talente. "Der will mich verarschen", entfuhr es einer faltigen Omi – und hatte wohl nicht einmal unrecht.
Der Ekel-Faktor kam auch in der ersten "Supertalent"-Folge dieser Staffel natürlich nicht zu kurz: Mister Extrem behängte all seine durchlöcherten Körperteile mit schweren Anhängseln und ließ das Publikum in Ekel erstarren. Fünf Kilogramm wirbelte er an seinen Ohrläppchen durch die Luft und schluckte eine riesigen Bohrhammer. Am Ende setzte er die süße Sylvie auf einen kleinen Wagen, steckte sich einen Fleischerhaken mit einem Seil durch die Zunge – und zog. Der Wagen rollte, die Zunge wurde länger und länger und beim Zuschauen drehte sich der Magen um. Wie nicht anders zu erwarten kassierte er drei Mal ein "Ja" und darf die Zuschauer in den kommenden Sendungen weiter schocken. Marin Bolze kam schier ruhig daher. Der 53-jährige Hypnotiseur nahm sich vier Zuschauer aus dem Publikum, versetzte sie in Trance und einen Tiefschlaf. Er ließ die hypnotisierten Leute unsinnige Dinge tun und wollte nur noch eins: Die Jury von der Echtheit seiner Darbietung überzeugen. Sylvie van der Vaart wollte dies am eigenen Leib testen. Tja, und wie geht es weiter, wie erging es der süßen Blondine unter Hypnose? Schalten sie dafür auch heute Abend wieder ein, wenn es heißt "Bohlen und Co. suchen das Supertalent". Hier endet der erste Akt – und RTL verlegt die Antworten geschickt auf den Samstagabend. Talentiert ist dieser Sender auf jeden Fall, wenn es um die Zuschauer-Sicherung geht.
Quelle: t-online.de
toni schrieb:
am 25. September 2010 um 16:42:42
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Dieter Bohlen
Jetzt mal eine blöde Frage: Wen interressiert das ? Wie tief muß man sinken um diesen Menschen zuzusehen ? Herr Sarazin hat
recht, Deutschland verblödet, los Fanatiker schreibt hier euren Frust von der Seele. Normal gehört diesen Sendern die Lizenz entzogen, wegen Volksverdummung.
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Ohrwurm schrieb:
am 25. September 2010 um 16:15:41
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Supertalent
Trash - TV vom feinsten.
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Geralt schrieb:
am 25. September 2010 um 16:06:49
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Dieser Quatsch...
..mit dem Katana würde von keiner Versicherung abgedeckt werden. Ein vager Vergleichsfall wären Hollywood - Topstars,
welche in Actionfilmen gedoubelt werden. Versicherung hin oder her:
Eine solche Vorführung ohne "Netz und doppelten Boden" - VERGESST ES UND LASST EUCH NICHT VERARSCHEN!!
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