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"Ich hab meine Koffer schon gepackt"
01.02.2009, 14:18 Uhr | Stefan Moser
Aller guten Dinge sind drei. So oft war “Ösi-Perle“ Christina “Mausi“ Lugner am Schluss der Sendung zur Abwahl im Dschungelcamp unter den letzten beiden Kandidaten und verkündete jedes Mal: "Ich hab meinen Koffer schon gepackt". Jedes Mal konnte sie ihren Kopf in letzter Minute aus der Schlinge ziehen, doch gestern reichten die Anrufe der Zuschauer nicht mehr aus. Die ehemalige Wiener Society-Lady flog aus dem “Lager der Herzen“. Damit ist zum ersten Mal in der aktuellen Staffel eine Frau geflogen. Besonderes Mitleid braucht man dabei nicht zu haben. Mausis Tochter hatte in einer Wiener Zeitung ausgeplappert, dass ihre Mutter von RTL 60.000 Euro erhalten haben soll. Nach zwölf Tagen im Camp macht das immerhin einen Tagessatz von 5.000 Euro pro Tag! Nicht schlecht. Sie folgt also Norbert Schramm, der ja bereits gestern das Camp verlies. Einen letzten Wunsch an die restlichen Kandidaten hatte er allerdings noch. Zerfleischt euch nicht. Ob er schon was ahnte?
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Gundis in der Dschungelprüfung
“Sie versprüht soviel Energie und wir haben Hunger“. Wenn das nicht gleich zwei gute Gründe waren, um Gundis in die Dschungelprüfung mit dem Namen “Kakerlak-Attack“ zu schicken. Hinter dieser schönen Umschreibung verbarg sich eine Badewanne, über deren Kopfende ein großer Kübel schwebte. Die Spielregeln waren ebenso ekelig wie einfach: Alle 30 Sekunden wurde ein Kübel voller Kakerlaken über Gundis' Kopf ausgeleert. Darin befand sich jeweils ein Schwamm mit einem Stern drin. Den Schwamm musste sie fangen, den Stern herausholen und dann auf eine der Schrauben drehen“. Nach und nach wurden so insgesamt 40.000 Kakerlaken in die Badewanne geschüttet. 2004 reichten für Daniel Küblböck noch 30.000 Kakerlaken, diesmal waren es gleich 33 Prozent mehr. Kommen wir zur Prüfung: Kakerlaken gelten als sehr widerstandsfähig, so wurden noch Tiere nach Atombombentests auf dem Bikini-Atoll gefunden. Anders als Julia Biedermann im letzten Jahr, nahm Gundis die Herausforderung an. Der Rest ist schnell erzählt. Gundis und die Tiere verstanden sich prächtig. Alle Sterne wurden geholt, und so hatte Gundis noch Zeit einen Gruß an die Tochter los zu werden: “Greta, wenn du mich hier siehst – das ist wie eine schöne Massage. Mami macht das Essen“.
Quiz Welcher Dschungeltyp sind Sie?Musicload Zipfelbuben feat. Dschungel-Allstars -"Hier im Dschungel"Bananenrepublik im Dschungel
Giulia ist das neue Hassobjekt im Camp. Jeden Tag gibt es einen neuen Zickenanfall. Diesmal erwischte es Camp-Oma Ingrid. Das Streitobjekt: eine Banane. Einen solchen Streit um Südfrüchte hat es seit dem Fall der Mauer nicht mehr gegeben. Auslöser war ein Opossum (ein Beutelsäuger), das zum Abendessen zubereitet werden sollte. Für Ingrid gab es als Vegetarierin eine Banane. Doch Frau Siegel wollte als “Teilzeit- und Gelegenheits- Vegetarierin“ auch etwas von der Banane bekommen. “Seit 12 Tagen muss ich nur Huhn, Pute oder Rind esse, warum kriege ich keinen Fleischersatz?“, fragte Giulia in das Dschungeltelefon. Vielleicht hätte man ihr erklären sollen, was eine Vegetarierin ist. Doch die Münchner Dschungelzicke wollte nicht aufgeben. Da reichte es der Dienstältesten. Ingrid war aus dem Häuschen, und drohte mit Hungerstreik.
Frau Siegel nervt nur noch
Doch nicht nur mit Ingrid hat Giulia so ihre Probleme. Auch von Gundis fühlt sie sich ständig bevormundet. Sie würde sich wünschen, dass die Gruppe herzlicher mit ihr umgeht. Gundis sah die Sache natürlich ganz anders: “Ich glaube schon, dass sie es nicht einordnen kann, wenn sie nicht den Zuspruch bekommt, den sie immer einfordert“. Ein altes Problem bei Einzelkindern. So gab es ja auch schon Streit, weil die Produzententochter nicht den Begriff des “Vegetariers“ begriffen hatte. Danach ging sie Ingrid noch ein bisschen auf die Nerven, weil die ihren Einsatz bei der gestrigen Dschungelprüfung nicht entsprechend gewürdigt hatte. Dabei dachte Oma Ingrid doch immer, dass die Siegel eine starke Frau sei. Giulia stellte klar: "Ich bin öffentlich stark, privat aber sensibel." Wenn das keine Persönlichkeitsspaltung ist! Oder wie Dirk Bach es ausdrückte: “Ein Frieden mit Giulia ist wie eine Uhr die man am Strand gekauft hat, die hält auch nicht lange.“
Verwöhnte reiche Tochter?
Nachdem Giulia die Augen zur Nachtruhe geschlossen hatte, tauschten sich Günther, Gundis und Ingrid noch mal über die geliebte Produzententochter aus. Ingrid stellte die Frage der Fragen: “Wieso sagt sie eigentlich, wenn man über sie sagt, sie sei ein verwöhntes reiches Töchterchen, das stimmt nicht? Sie muss sich alleine durchschlagen. Aber die kommt doch aus reichem Hause.“ Günther konnte das nicht verstehen: “Aber warum gibt ihr Vater ihr kein Geld? Der hat doch Geld ohne Ende, der Alte.“ Ingrid hatte die Lösung: “Vielleicht kann er sie ja auch nicht leiden.“ Das Camp als Ersatz für mangelnde Liebe in der Kindheit? Eine sehr aufwendige Therapie. Gestern stand Giulia zumindest bei der “Rauswahl“ schon unter den letzten beiden Kandidaten. Vielleicht können die Zuschauer die Dschungel-Nervensäge ja schon heute Abend als geheilt entlassen.
Die Schatzsuche
Und zu guter Letzt gibt es auch wieder einen kurzen Bericht der gestrigen Schatzsuche: "Mausi" hatte ja keine Dschungelprüfung machen müssen und so musste sie mit Lorielle bei der Schatzsuche ran. Ihre Aufgabe war es, in einem Becken die Aale zu zählen. Die beiden beschlossen, die Fische zu zählen, indem sie die Aale in das leere Becken umtransportieren. Lorielle versuchte die Aale mit der Hand zu greifen, doch sie waren zu glitschig. Nach einigen erfolglosen Versuchen, hatte Lorielle schließlich eine Idee. Mit ihrem
T-Shirt gelang es ihr die Aale anzufassen. Während "Mausi" zählte und die Aale tierpsychologisch beruhigte. Nach wiederholtem Zählen einigten sie sich auf 33 Aale. Immer noch zweifelnd gaben sie den Code ein und das Schloss öffnete sich. Die beiden waren begeistert und umarmten sich kreischend. Wie immer musste allerdings noch eine Frage beantwortet werden: „In welchem US Bundesstaat wurde Barack Obama geboren?“ a) Hawaii, b)Texas. Die Frage wurde mit Hawaii richtig beantwortet und es gab als Gewinn drei Flaschen Bier.
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Stefan Moser