Michael Meziani hat es geschafft, für ihn endete am frühen australischen Morgen (um 23:30 Uhr MEZ) die vierte Staffel vom RTL-Dschungelcamp. Er hatte von allen Kandidaten die wenigsten Zuschauer-Anrufe bekommen. Da haben die “Marienhof-Fans“ wohl nicht genügend telefoniert. Während die anderen weiter bei Reis und Bohnen im feuchten Dschungel vegetieren, geht es für den Soapstar vorzeitig ins 5-Sterne-Luxushotel "Versace". Ein wahrlich hartes Schicksal. Dabei hatten Mausi und Nico vorsichtshalber schon ihre Taschen gepackt, durften aber noch mal bleiben. Für Michael ist “Holiday on Reis“ also vorbei. Er muss mit der Schmach leben, als Erster von den Zuschauern raus gewählt worden zu sein.
Zum ersten Mal erreichen alle Teilnehmer die Abwahl
Es war übrigens das erste Mal, dass alle zehn C-Promis bis zum offiziellen Abwahlverfahren im Camp blieben. In den ersten Staffeln hatte immer mindestens ein Promi das Handtuch geworfen. In der ersten Staffel war es Dolly Buster, die vorzeitig aus dem Camp floh, und beim letzten Mal erwischte es Lisa Bund und DJ Tommekk. Dass diesmal alle durchhielten, lag sicher auch an den geänderten Verträgen. Wer das Handtuch wirft, bekommt keine Kohle. Eine einfache, aber wirkungsvolle Lösung.
Lorielle und Giulia hatten beide schon zehn Sterne nach Hause geholt, dagegen war Peter Bond das fleischgewordene Versagen in seinen bisherigen drei Dschungelprüfungen. Deshalb nahm er sich gestern zur Unterstützung Nico Schwanz mit. Die Prüfung hatte den irreführenden Namen “Dschungel-Picknick“. Peter wollte eigentlich Norbert Schramm mitnehmen, doch der wollte oder konnte sich nicht wirklich aufraffen. Mit den Worten: “Peter, was glaubst du, warum haben dich die Zuschauer schon wieder gewählt?“ begrüßten Sonja und Dirk den Prüfling. Die Antwort war ein typischer Anfall von Bond'schem Größenwahn. “Ich denke, das Publikum liebt mich und ich möchte ihnen ein Quantum Trost schenken.“ Dann ging es auch schon los mit den fünf Mahlzeiten für die beiden Helden.
Den Anfang macht Peter Bond. Er bekam Fischaugen vorgesetzt und musste drei Stück davon vertilgen. Er schaffte es. Da sich die beiden abwechselten, bekam Nico danach sechs Krokodilaugen vorgesetzt. Auch die wurden locker und blitzschnell weggeschmatzt. Auch mit den zehn lebenden Kakerlaken machte Nico kurzen Prozess. Weiter ging es mit zehn lebenden Grillen für Peter. “Ein widerlicher Geschmack“. Doch es kam noch schlimmer: Als nächstes bekam “006 Bond“ zwei gekochte Krokodilfüße vorgesetzt. Auch Nico bekam zwei Füße vorgesetzt, seine waren allerdings vom Buschtruthahn. Es folgte eine Käsefrucht. Sonja: “Man berichtete mir, es rieche nach Erbrochenem.“ So war es auch. Trotz des Gestanks schluckte er die Frucht runter. Für Bond folgte als nächster Gang ein angebrütetes Küken-Embryo, und als Zugabe ein Krokodilpenis. Erst wollte er kneifen, doch Nico trieb ihn an. Zum Schluss gab es noch einen Schwanz für Schwanz: Ein gekochtes Rattenendstück für das Model. Aber er blieb tapfer und zum ersten Mal holte Bond die volle Punktzahl.
Im Camp drehten derweil leicht die Hormone durch: Gundis massierte einen stöhnenden Nico Schwanz, Giulia machte die Beine breit und verschränkte sie hinter dem Kopf und behauptete dann: “So bekommt man Zwillinge“. Günther Kauffmann pikierte sich gerade: “...unglaublich ich soll hier liegen und mich nicht erregen", da folgte schon die nächste Attacke: Mausi ließ ihren Busen blitzen. Doch es ging noch weiter. Bond machte Gundis mit leichtem Hüftkreisen an und war auch noch mal beim Nacktbaden zu sehen. Lorielle will sogar schon den einen oder anderen feuchten Traum bemerkt haben. Den Höhepunkt erreichte das Thema, als Ingrid van Bergen ein bisschen Porno vorstöhnte und dann noch den Spruch machte: “Jetzt nimm ihn doch endlich ins Maul du alte Sau.“ Nach einer Woche ohne Sex können da schon mal die Phantasien durchgehen.
Lorielle und Gundis gingen auf Schatzsuche. Die Kiste war schnell gefunden und ins Camp gebracht, doch wie immer musste erst mal eine Frage beantwortet werden: Wie viele Erektionen hat ein Mann durchschnittlich am Tag?" Möglichkeit A: 7 oder B: 11. Obwohl Michael die richtige Lösung hatte, einigte man sich letztlich auf A. Das war falsch, und die Camper bekamen nur eine Fusselbürste. Ein Traumpreis im Dschungel. Heute steht die Dschungelprüfung "Telefonterror" auf dem Programm. Doch diese Telefonzelle hat es in sich. Erstmals dürfen die Stars heute selbst entscheiden, wen sie in die Dschungel-Prüfung schicken.