26.02.2010, 16:54 Uhr | jho
DSDS-Kandidat Helmut Orosz wollte sich das Leben nehmen. (Foto: RTL)
Bei DSDS gibt Helmut Orosz den coolen, fröhlichen Rocker, der kein Wässerchen trüben kann - doch das war offenbar nicht immer so. Im Interview mit der "Bild am Sonntag" erzählt der 30-Jährige jetzt von seiner schwierigen Vergangenheit: Vor fünf Jahren habe er sich die Pulsadern aufgeschlitzt. "Meine Depressionen waren irgendwann so schlimm, dass ich versucht habe, mir das Leben zu nehmen", so Helmut.
Sein damaliger Mitbewohner habe ihn gerade noch rechtzeitig in der Badewanne gefunden, erzählt Helmut. Es sei ein Hilfeschrei gewesen: "ich hatte damals leider nicht den Mut, anderen Menschen ins Gesicht zu sagen: Helft mir! Heute würde ich es anders machen." Er sei schon als Kind leicht depressiv gewesen, habe zudem am Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ADHS gelitten und mit 15 Jahren deswegen Ritalin bekommen. "Ich lief wie ein Roboter durch die Gegend, war benebelt und betäubt. So konnte ich meine Musik gar nicht mehr ausleben, war nicht mehr kreativ."
Er habe das Ritalin abgesetzt, doch das sei nur drei Jahre lang gut gegangen. Dann, mit 19 Jahren, habe er angefangen, Drogen zu nehmen: "Die Depressionen haben mich aufgefressen. Ich wollte nichts mehr merken, mich in Luft auflösen." In dieser Zeit arbeitete er in einem Tonstudio, sang in einer Band und ging mit 23 Jahren auf Deutschlandtour. "Ich wollte das Ding allein durchziehen, habe nur nach Nähe zu Menschen gesucht, die ich nicht kannte. Irgendwann war ich durch diese Angst vor echter Nähe total vereinsamt." Vor fünf Jahren dann der Selbstmordversuch. Helmut konnte zum Glück gerettet werden - nur um kurze Zeit später den nächsten Tiefschlag einzustecken.
Er habe seine Freundin und seinen besten Freund in flagranti im Bett erwischt, so Helmut weiter. Er wurde gewalttätig, Nachbarn zeigten ihn wegen Körperverletzung an. Helmut musste zwei Jahre ins Gefängnis. "Vor der Urteilsverstreckung wies ich mich selbst in die Psychiatrie ein, blieb dort zwei Monate", erzählt Helmut. Der Aufenthalt im Gefängnis habe ihn gerettet, sagt er heute, er "war mein Wecker". Nun gehe es ihm besser: "Ich bin heute zufrieden mit mir selbst, habe gelernt mich zu lieben. Wenn ich lächle, dann nicht mehr gekünstelt. Ich war 27 Jahre eingesperrt in mir selbst - jetzt lebe ich endlich."
jho
geli schrieb:
am 22. März 2010 um 22:19:11
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helmut
Du Helmut, hast Mut bewiesen!!! Klar ist, mit ADHS und Depressionen wird man allein nicht fertig. Du hättest Hilfe gebraucht und
nicht einen Rausschmiß !!! Schade, das zeigt, wie schwach Bohlen und CO sind. Von mir hast Du volle Anerkennung für Deinen mutigen Versuch !!! Ein Doc hätte Dir Imep oder Ähnliches verschrieben, und Du wärst cool und legal weitergekommen !!! Schade !!! Wir fühlen mit Dir !!! Gib nicht auf, es ist nicht Deine Schuld !!!
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Monika schrieb:
am 22. März 2010 um 20:18:59
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Traumtänzer Helmut
Du musst erst richtig in der Gosse landen. Vielleicht raffst Du dann mal was ...
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kerstin schrieb:
am 22. März 2010 um 15:19:25
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rausschmiss
helmut,auch wenn dich rtl rausgeschmissen hat,bist du ein toller mann,mach weiter so und lass dich nicht unterkriegen.bohlen
wollte dich ja sowieso raushaben.aber nimm es nicht so ernst,das leben geht weiter.ich hoffe und wünsche dir,das deine familie hinter dir steht.
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