22.03.2010, 09:54 Uhr | bas
Manuel Hoffmann: In der fünften Mottoshow war für ihn Schluss. (Foto: Stefan Gregorowius / RTL)
An diesem Abend hatte die Jury von „Deutschland sucht den Superstar“ das Aus von Helmut Orozs vorausgesagt. Text-Patzer und wenig Engagement machten ihn zum Abschuss-Kandidaten. Doch der Prügelknabe des Abends hüpfte dem DSDS-K.O. in der fünften Runde noch einmal von der Schippe: Die Zuschauer wählten Sunnyboy Manuel Hoffmann aus dem Rennen.
Dabei hatte der smarte Manuel an seinen letzten beiden Auftritten bei der fünften Mottoshow „Deutsch gegen Englisch“ noch mal alles gegeben und sogar ein ausgiebiges Lob von der Jury eingeheimst. „Du gefällst mir heute, bist wirklich klasse. Beide Nummern waren heute zwei Treffer“, lobte sogar Pop-Titan Dieter Bohlen, der bisher wenig gute Worte für Manuel übrig hatte. Die Jury-Mitglieder Nina Eichinger und Volker Neumüller waren zwar nur mittelmäßig begeistert, aber das war nach der verbalen Prügel der vergangenen Shows schon fast Musik in Manuels Ohren.
Die blutjunge Kim Debkowski fiel bei DSDS bisher eher durch ihre schrillen und sexy Outfits und ihre Make-Up-Tipps aus, als durch gesangliche Höchstleistungen. Doch bei der fünften Mottoshow musste die süße Brünette mal nicht in die Zitterrunde und durfte gleich als erste auf der Seite der Sieger Platz nehmen. Mit „Krieger des Lichts“ und „I can’t get you out of my head“ lieferte sie eine gesanglich nicht astreine Leistung ab, aber sie köderte ihre Fans wohl über das Drum herum ihrer Show: Eine auftoupierte, schrille Punk-Frisur machte sie zum optischen Highlight des Abends. Dazu passten natürlich die Klamotten zu den beiden Songs wie die Faust aufs Auge: Ihre schwarze Punk-Garderobe wurde noch von dem weißen, tief geschlitzten Kylie Minogue-Outfit getoppt: „Die Kleine lässt sich immer wieder was einfallen“, sagte Nina Eichinger. Und auch die männlichen Jury-Mitglieder ließen sich von Kims Kreativität beeindrucken und selbst Bohlen hielt sich an diesem Abend mit Lob nicht zurück: Du bist der Schmetterling der Staffel. Du arbeitest an Dir und daher gibt es den Daumen nach oben“. Um dem Pop-Titan diese Worte zu entlocken, musste auch Kim vorher viele verbale Schläge von Bohlen einstecken.
Menowin Fröhlich oder Mehrzad Marashi oder Mehrzad Marashi oder Menowin Fröhlich – nahezu wöchentlich scheinen sich beiden Favoriten in ihrer Rolle des Casting-Primus abzuwechseln. An diesem Samstag durfte sich wieder Neu-Papa Mehrzad Klassenbester in allen Kategorien schimpfen: Mit „Flugzeuge im Bauch“ und „Beggin“ brachte er die Juroren-Herzen zum Schmelzen und entlockte Dieter Bohlen und Co. diverse Begeisterungsstürme: „Ein Kandidat mit dieser Begeisterung und Einstellung gehört ins Finale“, lobte Bohle. Und auch Jurymitglied Volker Neumüller hatte nur wenige, aber eindeutige Worte für Marashi: „Es macht Spaß Dir zuzugucken und zuzuhören. Für mich bist Du der Tagessieger“. Aber auch Menowin enttäuschte natürlich nicht wirklich, musste aber seine Rolle als Jury-Liebling an diesem Abend abgeben. Der Skandal-gebeutelte 22-Jährige überraschte positiv mit einer ganz eigenen Version von „Über sieben Brücken“ und stolperte bei „If You don’t know me by now“ über den Song-Text. Doch das ließ die Juroren kalt und Menowin wurde mit Lobeshymnen überhäuft: „Die Titel passten bestens zu Dir. Es war einfach bombenmäßig“, sagte sogar Bohlen.
Das Geburtstagskind des Abends, Thomas Karaoglan, flutschte in der fünften Mottoshow mit seinen Darbietungen mal nicht einfach so in die nächste Runde – für ihn war zittern angesagt. Mit Helmut Orozs und Manuel Hoffmann musste er um sein Weiterkommen in der Zitterunde bangen. Doch dürfte es ihm dabei auch nicht viel schlechter gegangen sein als in der vergangenen Woche: Da hatte er wegen Verstopfung einen Einlauf von seiner Oma bekommen. Und das war nicht nur sprichwörtlich gemeint. Nach dieser harten Rosskur konnte sein Auftritt nur noch so flutschen. Mit „Hamma“ von Culcha Candela stieg er mit dem deutschen Song ein - wenn auch nicht besonders hammermäßig. Auch sein englischer Song „Relight my Fire“ von Take That war ein netter Hinhörer, aber keine Superstar-Darbietung. Wie jede Woche hüpfte der jetzt 17-jährige Gesangsfloh megacool über die DSDS-Bühne und zeigte mal wieder: Der Checker hat es einfach drauf. „Deine Stimme sollte sich mal Deinem Ego anpassen. Üb mal singen. Aber Du bist ein putziges Kerlchen – bleib uns lange erhalten“, sagte Dieter Bohlen. Die Zuschauer fühlten sich offenbar ähnlich gut unterhalten wie die Jury und schickten den kleinen Checker in die sechste Mottoshow. Bleibt abzuwarten, wie lange die Nichtskönner unter der DSDS-Kandidaten noch weiter gereicht werden. Stellt sich wohl nur noch die Frage in welcher Reihenfolge nun Helmut, Kim und Thomas den Superstar-Zirkus verlassen müssen.
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