Die DSDS-Jury musste sich wieder mit einigen talentlosen Kandidaten rumplagen. (Foto: RTL / Axel Kirchhof)Schiefe Töne und schräge Typen waren mal wieder die absoluten Highlights beim ersten Casting der sechsten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“. Völlig talentlos aber dafür mit umso mehr Selbstbewusstsein traten wieder mal zahlreiche Kandidaten zum Casting an, zu denen RTL in 15 deutschen Städten geladen hatte. Dieter Bohlen durfte in der Jury natürlich nicht fehlen - ebenso wenig wie seine fiesen Sprüche, die er kalt lächelnd den hoffnungsvollen Bewerbern um die Ohren schlug. An seiner Seite nahmen die MTV-Moderatorin Nina Eichinger und Schauspieler Max von Thun Platz. Wobei der talentierte Mime bereits nach zehn Tagen das Feld räumte und einem neuen Juror Platz machte. Der simple Grund: Unüberwindbare Differenzen mit Dieter Bohlen. Die beiden Herren waren einfach unterschiedlicher Meinung - Zickenkrieg auf die ganz maskuline Art.
Marco Schreyl genießt das Bad in der Menge. (Foto: RTL)In dieser Staffel hatte die Jury eine Menge zu tun, denn rund 32.000 Kandidaten wollten ihr Können oder Nicht-Können vor Bohlen und Co. unter Beweis stellen. Die Stationen der ersten Sendung waren die Landeshauptstadt und der Ruhrpott, genauer gesagt Essen. Beide Städtchen hatte wunderbare Peinlichkeiten zu bieten: In Berlin erhob der 17-jährige David die Stimme, der geschniegelt im Anzug vor die Jury trat. Ohne von ihm auch nur einen Ton gehört zu haben wusste Bohlen: „Du kannst nicht singen“. Und damit lag er vollkommen richtig - ohne auch nur einen Ton zu treffen, trällerte der Schüler vor sich hin und konnte nicht im geringsten verstehen, warum niemand sein unsagbares Talent erkannt hatte. Der Zuschauer ohne Hörprobleme wusste allerdings warum.
Neben gesanglichen Katastrophen gab es in Berlin noch einen Lichtblick namens Katja: Die süße 16-Jährige präsentierte sich stimmgewaltig und gnadenlos talentiert. Oder kam es einem nur so vor, weil der Rest der gezeigten Kandidaten absolute Nullen waren? Wie auch immer - sie kam weiter und zwar zurecht. Am Talent von Janosch schieden sich die Geister - und darauf hin auch die Wege von Bohlen und Max von Thun. Nachdem der 29-Jährige eine selbst kreierte Version von Rihannas „Umbrella“ auf der Gitarre zum Besten gab, bekamen sich die beiden Juroren in die Haare - genauso, wie man es sonst nur vom weiblichen Geschlecht gewöhnt ist. Von Bohlen gab es für Janosch ein klare Absage, während die anderen Jurymitglieder den kreativen Gitarristen beim Recall wiedersehen wollten. Es kam, wie es kommen musste: von Thun packte seine Sachen und nur wenige Tage später nahm Musik-Manager Volker Neumüller seinen Platz ein. Da sage noch mal jemand, niemand ist unersetzlich - außer vielleicht Dieter Bohlen, zumindest bei DSDS.
Der absolute Hingucker, oder besser gesagt Weg-Gucker war Karina Diesler aus Köln, die derzeit ein Seminar absolviert, das sie irgendwann zum Model macht. Wann das sein wird, wird niemand sagen können, denn die leicht übergewichtige Dame mit Doppelkinn bewegt sich ungemein unelegant und bringt für eine klassische Model-Karriere deutlich zu viele Pfunde auf die Waage. Aber wir schweifen ab - zurück zu ihrem nicht vorhandenen musikalischen Talent: Sie trifft nicht einen einzigen Ton, möchte aber Sängerin werde. Verknüpfen wir die beiden Vorhaben, dürfte sie das erste Super-Model von RTL werden. Bis jetzt wurde sie aber nur zum Lacher der Nation.
Den Ruf des Ruhrpotts retteten am Ende die beiden Gesangstalente Jasmin und Marc: Jasmin sitzt sonst an einer Supermarkt-Kasse, wobei ihr Können dort leider wenig gefragt ist. Ihre kratzige, außergewöhnliche Stimme brachte sogar einen Dieter Bohlen zum Schweigen und den Rest der Jury zum Schwärmen. Da machte es auch nichts, dass sie gerne Schlager trällerte - extra für ihren kranken Opa, der sie sogar zum Casting begleitete. Der hübsche Marc Jentzen hatte bereits in der Vergangenheit viele Erfahrungen im Musik-Business sammeln dürfen. Doch nach der Auflösung seiner Boy-Band sucht er eine neue Herausforderung. Und die hat er nun offenbar gefunden – auch er ist im Recall, zurecht. Aber zunächst freuen wir uns in all den weiteren Folgen auf die Möchtegern-Musiker der Nation, die mit ihren peinlichen Auftritten in diesen schweren Zeiten zur Erheiterung der Nation beitragen werden.