26.02.2010, 14:32 Uhr | bas
DSDS: Steffi Landerer ist in der ersten Mottoshow rausgeflogen. (Foto: RTL)
Zehn übernervöse Kandidaten standen bei der ersten Motto-Show der 7. Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" auf der Bühne und zitterten um ihren Einzug in die zweite Runde. Nach ihren Auftritten, die unter dem Motto "Megahits von heute" standen, war fast klar, wer an diesem Samstagabend in die Zitterrunde musste: Ines Redjeb, Nelson Sangaré, Helmut Orosz und die dralle Steffi Landerer. Und diesmal kam Steffi mit einem sexy Outfit einfach nicht weiter – ihr schienen die Argumente ausgegangen zu sein.
Dabei hatte sich die blonde Muster-Abiturientin in ein aufreizendes Outfit gepresst – ein schwarzes Kleid mit dezentem Dekolletee. Ein extra-kurzes Unterteil mit knalligem Farbtupfer umschmeichelten ihre weiblichen Rundungen. Aber nicht einmal ihre Stilettos konnten die Männerwelt dazu bringen, für die süße Steffi anzurufen. Dafür hat sie nun wieder Zeit, sich intellektuell weiterzubilden und auf der Farm ihrer Eltern mit ihrem Pferd über weite Wiesen zu galoppieren. Adieu Steffi, wir werden deinen wunderbaren Anblick auf der DSDS-Bühne vermissen – doch deine Stimme wird zukünftig wirklich nicht fehlen
"Die Letzten werden die Ersten sein" – unter diesem Motto stand der Auftritt von Menowin Fröhlich, der als Nummer zehn vor Dieter Bohlen, Nina Eichinger und Volker Neumüller trat. Und er legte einen sagenhaften Auftritt hin, sang mit glockenklarer Stimme "Change" und riss Zuschauer und die Jury mit: "Du hast an diesem Abend Mehrzad getoppt und den besten Auftritt hingelegt", lobte ein vollends begeisterter Dieter Bohlen. "Wie sollst du das noch steigern? Es war alles perfekt", urteilte Nina Eichinger. Das erkannten auch die Zuschauer und schickten den Ex-Knacki in die zweite Motto-Show. Ohne großes Wenn und Aber schaffte es auch Mehrzad Marashi. Kein Wunder, denn auch seine Bühnen-Show wurde ausgiebig von der Jury in den Himmel gelobt. Mit "Broken Strings" von James Morrison hatte der 29-Jährige zwar nicht das perfekte Lied für sich gefunden, aber bot den Zuschauern eine schöne Show.
Mit dem Ausscheiden der süßen Steffi bleiben der siebten DSDS-Staffel nur noch zwei Mädchen: Die schminkwütige Kim Debkowski trat mit einem wirklich außergewöhnlichen Outfit und Schultüte auf dem Kopf vor die Jury. Doch nicht nur die scharfen Klamotten überzeugten an diesem Abend Zuschauer, Dieter Bohlen und Co. – sie sang sich "Zurück ins Rennen", wie Nina Eichinger es nicht treffender ausdrücken konnte. Ohne Umwege über die Zitterrunde reihte sie sich zwischen den neun Siegern der ersten Motto-Show ein. Etwas mehr Adrenalin brauchte Ines Redjeb an diesem Abend. Sie legte einen miserablen Auftritt hin und erntete prompt einen bösen Bohlen-Spruch: "Wenn es dich mit Stimme geben würde, würde ich umfallen“. Doch Dieter blieb eisern auf dem Stuhl sitzen, denn mit der stimmlichen Leistung in der ersten Motto-Show konnte sie keinen Blumentopf gewinnen – aber sicherte sich zumindest mit Umwegen ihren Auftritt am kommenden Samstag.
Eher unauffällig, aber mit soliden Leistungen erkämpften sich Plüschi – Marcel Pluschke und Manuel Hoffmann in die zweite Motto-Show. Der ungeküsste und jungfräuliche "Plüschi" legte laut Jury seinen bisher besten Auftritt hin – und seine Komplimente hatte er sich verdient. Er machte zwar beim Trällern des Sportfreunde Stiller-Hits "Kompliment" einen etwas verkrampften Eindruck, hat aber offensichtlich die Mädchenherzen höher schlagen lassen. Es ist anzunehmen, dass die jungen Teenie-Mädels für diesen süßen Sänger die Telefonleitungen zum Glühen brachten. Auch Manuel Hoffmann kam ohne besonders auffallenden Auftritt in die nächste Runde – sein persönlicher Megahit von heute war "Pflaster" von Ich & Ich. Und der 19-Jährige schaffte es tatsächlich, sich bei seiner Show noch ein bisschen zu bewegen – das gab trotz des fehlenden "Aha-Effekts" Punkte, Lob und das Ticket für die nächste Runde.
Zu vergessen ist natürlich nicht der kleine "Checker" Thomas Karaoglan. Der "Softchecker" mit Putzfimmel ging mit "Monsta“ von Culcha Candela an den Start. Zugegeben – er schlug sich tapfer und hat sogar eine so kleine Tänzerin für seinen Auftritt gefunden, die ihm mit Stilettos in die Augen schauen konnte – und nicht über ihn hinweg. Er machte nach Aussage von Nina Eichinger mal wieder "auf ganz dicke Hose" und Volker Neumüller erkannte seine Entertainment-Qualitäten. Denn trotz seiner zarten 16 Jahren legte er eine Show ab, von der sich einige ältere Kandidatinnen ein Scheibchen hätten abschneiden können. Dramaturgie und Langatmigkeit legte dafür der langjährige Moderator Markus Schreyl an den Tag – mal wieder. Mit langen Pausen zwischen den Entscheidungen wollte er wohl die Spannung erhöhen – für den Zuschauer völlig daneben und einfach nur lästig. Da konnte man sich dem Vorschlag von Thomas Karaoglan nur anschließen: "Ich möchte, dass Markus Schreyl heute geht". Ja bitte! Dafür hätte man sich dann freiwillig gerne noch eine weitere Show lang die körperlichen Vorzüge von Steffi angesehen.
bas
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