15.02.2011, 15:07 Uhr | mth
Den Teufel zieht es gerade wieder auf die Kinoleinwand. Ob zuletzt in "Devil", wo der Leibhaftige die Gäste eines stecken gebliebenen Aufzugs dezimiert, oder ab dem 17. März in "The Rite", wenn Anthony Hopkins als gealterter Exorzist selbst den Satan im Körper verspürt. Aber der in der christlichen Mythologie verortete Teufelsspuk besitzt eben doch eine andere Horror-Qualität als der nette Zombie von nebenan. Und in der Verkörperung des absoluten Bösen steckt auch für erfahrene Hollywood-Recken jede Menge Faszination. So ist bereits eine ganze Reihe höllisch guter Filme entstanden, die jederzeit eine Sünde Wert sind. Die besten haben wir für Sie in unserer Foto-Show zusammengefasst.
In "Im Auftrag des Teufels" (1997) heißt selbiger John Milton (Al Pacino) und ist der Chef einer renommierten Anwaltskanzlei. In seine Fänge gerät der aufstrebende Jurist Kevin Lomax (Keanu Reeves), mit dem Milton ein perfides Spiel treibt. Charismatisch, aufbrausend, bedrohlich: Oscar-Preisträger Al Pacino holt aus seiner diabolischen Rolle alles heraus und zeigt den Teufel als ebenso dämonischen wie faszinierenden Versucher.
In "Angel Heart" (1987) versucht Mickey Rourke als Privatdetektiv Harry Angel durch einen Trick einem Pakt mit dem Teufel zu entkommen. Aber Mr. Cyphre wäre nicht der Leibhaftige höchst persönlich, wenn er sich die ihm zustehende Seele nicht doch noch beschaffen würde. Teuflisch gut in Alan Parkers Mystery-Thriller als mit langen Fingernägeln elegant Eier schälender Teufel: Robert De Niro.
Sieht so etwa ein teuflischer Verführer aus? Anscheinend schon, denn als sich drei Damen im besten Alter und mit magischen Kräften ausgestattet ihren Traumprinzen heraufbeschwören, kommt der seltsame, untersetzte und irgendwie gar nicht gut aussehende Kunstsammler Daryl Van Home dabei heraus. Die "Hexen von Eastwick" (1987) verfallen dennoch prompt eine nach der anderen seinem skurrilen Charme und merken fast zu spät, wen sie da vor sich haben - Paraderolle für Jack Nicholson, der hier einen der originellsten Teufel der Filmgeschichte verkörpert.
So sexy kann das Böse sein: In "Teuflisch" (2000) macht Elizabeth Hurley einfach das, was sie am besten kann, nämlich verdammt gut auszusehen. Dabei führt sie den Tollpatsch Elliot (Brendan Fraser) an der Nase herum, dem sie die Seele für sieben Wünsche abgekauft hat. Dumm nur, dass der seinen letzten Wunsch völlig selbstlos für seine Angebetete opfert und damit der Pakt mit der Teufelin hinfällig wird.
Ist diese Frau etwa das leibhaftige Böse? Das fragt sich auch Johnny Depp als Antiquar Dean Corso in "Die neun Pforten" (1999). Denn auf seiner Suche nach drei Büchern, die angeblich die Tore zur Hölle öffnen sollen, kreuzt die geheimnisvolle Fremde immer wieder seinen Weg und gibt ihm zum Schluss den entscheidenden Hinweis. Aber vielleicht hat sich Torso ja auch alles nur eingebildet... Wie dem auch sei: Emmanuelle Seignier sieht in jedem Fall schwer rätselhaft und selbstverständlich fantastisch aus
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Quelle: t-online.de
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