27.01.2009, 10:36 Uhr | CK
Vor genau einem Jahr starb Schauspieltalent Heath Ledger völlig überraschend. (Foto: dpa)Genau ein Jahr ist es her, dass der Schauspieler Heath Ledger völlig überraschend verstarb. Damals ging eine Schockwelle durch Hollywood, denn der gerade mal 28-jährige Australier hatte als begabter Nachwuchsstar gegolten. Zu seinem ersten Todestag am 22. Januar könnte Ledger nun noch einmal eine besondere Würdigung erfahren. Denn um 5.30 Uhr Ortszeit (14.30 Uhr deutscher Zeit) werden in Los Angeles die diesjährigen Oscar-Nominierungen bekannt gegeben - und mit seiner überragenden Darstellung des "Batman"-Fieslings "Joker" gilt Ledger als heißer Anwärter auf eine Nebenrollen-Nominierung.
Es wäre das zweite Mal für Ledger, der bereits 2006 als bester Schauspieler für "Brokeback Mountain" nominiert worden war, und erst die siebte posthume Ernennung in der Geschichte der Academy Awards. Unter anderem wurde diese traurige Ehre auch Hollywood-Rebell James Dean zuteil, mit dem Ledger häufig verglichen wird. Dean erhielt den Oscar damals zwar nicht, doch die Chancen für Ledger stehen laut Expertenmeinungen gut.
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Für seine Rolle als "Joker" erhielt Ledger den Oscar für den besten Nebendarsteller. (Foto: dpa)Für seine Rolle als psychopathischer "Joker" wurde Ledger bereits mit einer ganzen Reihe posthumer Preise geehrt. So erhielt er nicht nur einen "People's Choice Award", sondern wurde auch mit einem Golden Globe als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Das dürfte ein gutes Omen sein - schließlich gilt die Golden-Globes-Verleihung traditionell als Indikator für die Oscars. "Dark Knight"-Regisseur Christopher Nolan nahm am 11. Januar stellvertretend für den Verstorbenen den Preis entgegen. Alle, die mit Ledger bei dem Projekt zusammengearbeitet hätten, verspürten angesichts der Ehrung eine "schreckliche Mischung aus Traurigkeit und unglaublichem Stolz", sagte Nolan damals sichtlich berührt.Foto-ShowDie Gewinner der Golden-Globe-Verleihung 2009
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Ledgers Tochter Matilda - hier mit Mutter Michelle Williams - musste zunächst um ihr Erbe fürchten. (Foto: dpa)Ledgers Tod am 22. Januar 2008 sorgte für viel Wirbel: Nachdem er von einer Masseurin tot in seinem New Yorker Apartment aufgefunden worden war, wurde zunächst vermutet, Ledger habe Selbstmord begangen. Eine Autopsie ergab zwar, dass der 28-Jährige den tödlichen Medikamentencocktail wohl unabsichtlich zu sich genommen hatte, die Ermittlungen zogen sich jedoch mehrere Monate hin. Auch Ledgers Freundin Mary-Kate Olsen, die von der Masseurin als Erste über den tragischen Tod informiert worden war, wurde vom Gericht vorgeladen. Doch nicht nur die polizeilichen Untersuchungen sorgten immer wieder für Schlagzeilen, auch um Ledgers Nachlass gab es Streit. Denn der Schauspieler hatte sein Testament geschrieben, bevor er Vater wurde, und so bestand die Sorge, seine dreijährige Tochter könnte leer ausgehen. Der Konflikt wurde erst im September 2008 beigelegt: Die kleine Matilda erbt nun das gesamte Vermögen ihres viel zu früh gestorbenen Vaters.Foto-Show Film-Sequels
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CK
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