05.05.2011, 17:00 Uhr | jho/dapd
Stefan Raab und Guildo Horn (Foto: dpa)
Mit Guildo Horn begann Stefan Raabs Grand-Prix-Begeisterung: Seit 1998 hat der Moderator und Blödel-Barde bereits vier Mal am "Eurovision Song Contest" teilgenommen, ein Ende ist vorerst nicht absehbar. Kein Wunder, dass Guildo Horn im Gespräch mit dem TV-Sender Phoenix Raab jetzt zum "Ralph Siegel 2.1" ernannte. "Stefan Raab ist ein total Besessener", sagte Horn in der Sendung "Im Dialog", die Freitagnacht ausgestrahlt wird. Er erwarte, dass Raabs "Mission Titelverteidigung" erfolgreich sein werde, da er ein "super Musiker, super Produzent sei, ein tolles Näschen" habe.
Nach dem Triumph mit Lena Meyer-Landrut im vergangenen Jahr will Raab es am 14. Mai wieder wissen, auch wenn die Erwartungen jetzt besonders hoch sind. "Ich glaube, dass eine gute Platzierung drin ist. Ich bin da sehr, sehr überzeugt von", sagte Raab im Interview mit der Nachrichtenagentur dapd. Und ein Platz unter den besten Zehn sei immer gut.
Als TV-Entertainer hat der 44-jährige Raab wenig Hemmungen, sich allabendlich auch durch die Untiefen gut abgehangener Kalauer zu albern. Seine eigentliche Leidenschaft ist die Musik. Als er 1993 erstmals für den jungen Kölner Musiksender Viva vor der Kamera stand, hatte er dem Videokanal eigentlich nur selbst produzierte Musikjingles verkaufen wollen. Als Interpret kam Raab mit der ostdeutschen Country-Hymne "Maschendrahtzaun" auf Platz eins der Charts, als Produzent gelang ihm dieser Erfolg gleich mehrfach. Dazu nutzte er "TV Total" als Plattform für Castingwettbewerbe, bei denen es weniger um die grelle Show als um die musikalische Substanz der Talente ging. Raabs Entdeckungen wie Max Mutzke, Stefanie Heinzmann oder eben Lena konnten sich prompt längerfristig im Musikgeschäft etablieren.
Die musikalische Karriere des Kölners ist auch mit dem Eurovision Song Contest verbunden. 1998 komponierte er für den deutschen Teilnehmer Guildo Horn "Guildo hat euch lieb", was Horn den siebten Platz in Birmingham einbrachte. Zwei Jahre später trat Raab in Stockholm mit der Disco-Nummer "Wadde hadde dudde da?" selbst an und wurde Fünfter. Der aus einer TV-Total-Castingshow hervor gegangene Max Mutzke kam schließlich 2004 mit "Can't Wait Until Tonight" auf den achten Platz.
Nachdem sich die deutschen Teilnehmer in den folgenden Jahren mit schwachen Auftritten und miesen Platzierungen hinreichend blamierten, wandte sich die ARD vor anderthalb Jahren an Stefan Raab. Die Kooperation zwischen der öffentlich-rechtlichen ARD und dem im Privatfernsehen sozialisierten Entertainer galt für die einen als Sündenfall, für die anderen als Geniestreich. Der Triumph von Lena in Oslo gab dem Konzept Recht. Prompt überrumpelte Raab die ARD und setzte durch, dass Lena in Düsseldorf ihren Titel verteidigt.
"Ich bin immer sehr gut damit gefahren, auch erstmal gegen die Allgemeinmeinung ungewöhnliche Wege zu bestreiten", sagte Raab der dapd. Mit Lena sei im vergangenen Jahr eine "phantastische Künstlerin" gefunden worden, mit der nun ein weiterer Schritt begangen werde. Für den Kölner bietet die Eurovisionsnacht noch eine besondere Herausforderung: Er wird die Musikgala gemeinsam mit Anke Engelke und Judith Rakers vor einem Milliardenpublikum moderieren - und dabei gleichzeitig Lena die Daumen drücken.
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Quelle: dapd , t-online.de
Kodiak schrieb:
am 5. Mai 2011 um 21:39:43
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@chris
Für den Erfolg und das Geld würde ich mich auch immer wieder gerne primitiv nennen lassen! ;o)
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Dixi schrieb:
am 5. Mai 2011 um 21:38:44
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black & white
Raab ist ambivalent. Mal zotig, irgendwie selsbtverliebt - aber eben musikalisch mit einem Händchen (nicht nur Näschen) für
gelungene Talentförderung ! Wer ist eigentlich Dieter Bohlen ? Selbst wenn Raab des öfteren niveaulos ist, ist er mir im TV tausend Mal lieber als diese Knallcharge aus Tötensen mit seinen debilen Verarschungsshows !
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chris schrieb:
am 5. Mai 2011 um 21:14:55
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Stefan Raab
Der ist doch primitiv hoch drei der Mann !
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