03.06.2011, 13:34 Uhr | mth
"Verblendung": Daniel Craig als Mikael Blomkvist und Rooney Mara als Lisbeth Salander (Foto: Sony)
Warum muss Stieg Larssons "Millennium"-Trilogie unbedingt noch ein zweites Mal verfilmt werden? Nur um den US-amerikanischen Kinomarkt mit einer heimischen Version dieser außergewöhnlichen Thriller zu versorgen, möchte man meinen. Schaut man sich allerdings an, wer für die neue Leinwandadaption von "Verblendung", dem ersten Teil der Trilogie, vor und hinter der Kamera zur Verfügung steht, dann wird schnell klar: Die schwedische Version von Regisseur Niels Arden Oplev überzeugte vollauf, wird aber trotzdem der US-Variante nur schwer das Wasser reichen können. Denn mit Ausnahmeregisseur David Fincher ("Fight Club") dürfte genau der richtige Mann für den finsteren Stoff im Regiestuhl Platz genommen haben. Und wenn Daniel Craig nicht einen idealen Mikael Blomkvist abgibt - wer dann?
Sehr viel gibt der erste Teaser-Trailer zu Finchers "Verblendung" (engl. "The Girl With The Dragon Tattoo") erwartungsgemäß noch nicht preis. Der Film startet hierzulande auch erst am 12. Januar 2012. Aber die gezeigten Szenen lassen vermuten, dass es gegenüber Oplevs ruhigem, atmosphärischem Eurothriller rasanter und finsterer zugehen wird. Da aber David Fincher es auch wie wenige andere versteht, einer komplexen Handlung und ebensolchen Figuren in seinen Filmen genug Raum zu geben, könnte er aus der Vorlage durchaus noch mehr herausholen als Oplev. Man darf also sehr gespannt sein auf seine "Verblendung".
Craig als Blomkvist, Stellan Skarsgard ("Thor") als Martin Vanger, Christopher Plummer ("Das Kabinett des Doktor Parnassus") als Henrik Vanger oder Robin Wright als Erika Berger - das passt. Die große Frage aber bleibt: Wie wird Rooney Mara ihrer Schlüsselrolle als Lisbeth Salander gerecht? Hier hat in der schwedischen Version die umwerfende Noomi Rapace die Messlatte extrem hoch gehängt und sich mit ihrer Leistung auch den Weg nach Hollywood geebnet. Mara hingegen konnte zwar etwas Aufmerksamkeit mit kleineren Independent-Filmen erringen und spielte die Hauptrolle im allenfalls mäßigen Remake von "Nightmare on Elms Street", ansonsten muss sie ihre Qualitäten aber noch unter Beweis stellen. Immerhin: David Fincher kennt die 26-Jährige aus "The Social Network", wo er sie als Ex-Freundin von Mark Zuckerberg (Jesse Eisenberg) besetzte - keine ganz schlechte Referenz.
Kinostart: 12. Januar 2012
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Quelle: t-online.de
Mandalander schrieb:
am 5. Juni 2011 um 02:53:49
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Was der Bauer nicht kennt frisst er nicht..
...und was der Ami nicht direkt vor der Haustür findet wird ihm weder gefallen, noch kann er es
verstehen! Das ist auf der politischen Bühne so - und leider auch im Filmemekka Hollywood. Da wird dann eine ausländische Produktion schon einmal optisch auf oberflächlichen Hochglanz poliert...damit Uncle Sam sich auch im Kinosaal sofort heimisch fühlen kann. Europäische Filme sind eben doch zu lebensnahe!!
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Kurt schrieb:
am 3. Juni 2011 um 08:30:58
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Fincher verfilmt Verblendung
Ganz ehrlich: Ich war von der Oplev-Verfilmung fürchterlich enttäuscht! Die handelnden Personen hatten doch
praktisch gar keinen spürbaren Tiefgang, dabei war bei der literarischen Vorlage doch so viel möglich, v. a bei Lisbeth und Blomkvist .... nur die explizite Brutalität des Films blieb im Gedächtnis (z.B. die Tätowierungs-Szene), und da kann ich mir auch irgend einen blöden Slasher-Film ansehen. Bei Fincher musste ich nur den Teaser sehen, um zu wissen, dass er es viel viel besser gemacht h
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kenny schrieb:
am 2. Juni 2011 um 22:31:27
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völlig unnötig
Ich finde die schwedische klasse, eine US-Verfilmug ist unnötig und ich finde weder die neue Lisbeth überzeugend und
Daniel Craig schon mal gar nicht, Nyquist ist der perfekte Bloomkvist!!!!
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