28.03.2011, 12:32 Uhr | dapd
Zum Glück hat Leonard Nimoy auf John F. Kennedy gehört. 1956 war der spätere US-Präsident in das Taxi des jungen Mannes gestiegen und hatte ihn ermutigt, trotz der Konkurrenz in Los Angeles an seinem Traum vom Schauspielerberuf festzuhalten. "Es gibt immer Platz für einen Guten mehr", hatte Kennedy seinem Fahrer mit auf den Weg gegeben. Zehn Jahre später stand Nimoy erstmals als spitzohriger Mister Spock vor der Kamera und schrieb mit "Star Trek" Showgeschichte. Heute wird Nimoy 80 Jahre alt.
Wäre es nach seinem jüdisch-orthodoxen Vater gegangen, hätte der in Boston geborene Schauspieler seinen Lebensunterhalt als Akkordeonspieler auf Familienfeiern verdient. In dem Fall wäre dem Star-Trek-Universum der Vulkaniergruß mit den zum V gespreizten Fingern entgangen. Nimoy hatte sich die Geste von Geistlichen in der Synagoge abgeschaut.
Auch der paralysierende Nackengriff ist seine Erfindung. "Ich wusste, dass es ankommt, als Menschen anfingen mich zu fragen, ob ich es ihnen beibringen kann, damit sie ihn bei ihren Kindern anwenden können", hatte Nimoy erst kürzlich auf einer Star-Trek-Veranstaltung in San Francisco gesagt. Er nahm sich über eine Stunde lang Zeit für die Fans, was einen Teil seiner Popularität erklärt: Leonard Nimoy ist ein sehr netter, humorvoller und für seinen Erfolg dankbarer Mann.
Dabei schien er es sich kurzzeitig mit den Fans verscherzt zu haben, als er seine Autobiografie "Ich bin nicht Spock" nannte. Als Wiedergutmachung trugen die nächsten Memoiren den Titel "Ich bin Spock". Nimoy hat sich angesichts seiner Paraderolle als stets rationaler Halb-Vulkanier wiederholt eine Identitätskrise attestiert. "Wenn ich die Straße entlanggehe und jemand ruft 'Hey, Spock', bin ich derjenige, der sich umdreht", hat er in einem Interview gesagt.
Im Gespann mit William Shatners Captain James T. Kirk lenkte Nimoy von 1966 bis 1969 in drei Staffeln die Geschicke des Raumschiffs Enterprise und legte damit den Grundstein für ein Imperium aus fünf TV-Serien plus einer Zeichentrickserie und elf Kinofilmen. Zunächst waren die Zuschauer aber gar nicht überzeugt von den Erforschern des Alls, die Serie wurde eingestellt.
Dank wachsender Beliebtheit im Nachmittagsprogramm und dem Erfolg von "Star Wars" erhielten Nimoy und seine Kollegen eine zweite Chance auf der Leinwand. In sechs Kinofilmen führten sie ab 1979 die Abenteuer der Enterprise fort, zum Teil mit Nimoy als Regisseur oder Drehbuchautor. Als einziges Mitglied der Originalbesatzung war der Regisseur der Komödie "Drei Männer und ein Baby" 2009 in J.J. Abrams Neustart "Star Trek" zu sehen.
Für seine Gastrolle in Abrams Mystery-Serie "Fringe" hat der vierfache Großvater und erfolgreiche Fotograf, der gern nackte Frauen ablichtet, auch sein angekündigtes Rentnerdasein aufgeschoben. "Ich hatte mich zur Ruhe gesetzt!!", hatte er Anfang März per Twitter die vielen neuen Rollenangebote kommentiert. Seine Kurznachrichten schließt Nimoy zur Freude der Fans übrigens stets mit "LLAP", der Abkürzung seines Spock-Grußes "Live long and prosper" ("Lebe lang und in Frieden").
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Quelle: dapd
Kurt schrieb:
am 27. März 2011 um 15:38:55
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@jan
Tja, Shatner ist halt sehr beliebt! ;-)
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jan schrieb:
am 26. März 2011 um 15:32:18
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sein chef auch 80...
sein chef kirk wurde auch 4 tage vor ihm 80...gratuliere nachträglich...darüber las man ja gar nichts...?!
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salomee schrieb:
am 26. März 2011 um 14:55:54
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Mr. Spock
Happy birthday Leonard Nimoy. Live long and prosper .......
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