20.05.2010, 08:52 Uhr | mth
Action-Spektakel aus Tausendundeiner Nacht: Jake Gyllenhaal in "Prince of Persia" (Foto: Disney)
Das Blockbuster-Frühjahr geht in die dritte Runde: Nach "Iron Man 2" und "Robin Hood" startet jetzt mit "Prince of Persia - Der Sand der Zeit" das dritte Multimillionen-Dollar-Spektakel in Folge. In der Verfilmung des gleichnamigen Videospiels darf Jake Gyllenhaal als Schwerter schwingender Prinz Dastan turbulente Abenteuer in der Welt von Tausendundeiner Nacht erleben. Für kurzweiligen Action-Spaß in exotischen Kulissen steht wieder einmal Produzent Jerry Bruckheimer, der schon mit der "Fluch der Karibik"-Trilogie die Massen in die Lichtspielhäuser lockte.
Rund 150 Millionen Dollar hat der produzierende Disney-Konzern für "Prince of Persia" locker gemacht. Das ist ein amtliches Budget für einen Blockbuster und bietet genug Spielraum für feine Special Effects am laufenden Band. Für die passende Atmosphäre sorgen die Drehorte in Marokko, und damit es auch auf der darstellerischen Seite klappt, bekommt Gyllenhaal unter anderem das sexy Bond-Girl Gemma Arterton ("Ein Quantum Trost") und Oscar-Preisträger Ben Kingsley ("Gandhi") an seine Seite gestellt. Regie führt der Engländer Mike Newell, der schon mit "Harry Potter und der Feurerkelch" bewies, dass er das Einmaleins des großen Eventkinos mühelos beherrscht.
Die Handlung bei "Prince of Persia" wird zugunsten des Spektakels in den Hintergrund gerückt, ist aber nicht wie bei den Fortsetzungen von "Fluch der Karibik" nur noch der sinnfreie Rahmen. Sie basiert lose auf der "Sands of Time"-Trilogie, die zwischen 2003 und 2005 auf dem Videospielmarkt für Furore sorgte und das Kernstück einer mittlerweile schwer zu überblickenden Zahl von Konsolenauftritten des persischen Prinzen bildet. Dabei geht es um einen magischen Dolch, der einen sagenumwobenen Sand enthält, durch den sein Besitzer Macht über die Zeit erhält. Als sich böse Kräfte diese Macht zunutze machen wollen, muss sich Prinz Dastan mit der ebenso schönen wie selbstbewussten Prinzessin Tamina (Arterton) verbünden, um das Schicksal des Morgenlandes vor der drohenden Gefahr zu retten.
"Prince of Persia" bietet, wie es sich für eine Bruckheimer-Produktion gehört, furioses Popcorn-Kino - nicht mehr, aber aber eben auch nicht weniger. Die Spezialeffekte loten die aktuellen Möglichkeiten voll aus und kombinieren diese mit furiosen Stunts, verzichten allerdings auf die zurzeit angesagte Dreidimensionalität. Im Gegensatz zu "Fluch der Karibik" wird außerdem Wert darauf gelegt, die Atmosphäre des Films nicht allzu weit ins abgedreht Fantastische driften zu lassen, sondern eine gewisse Bodenständigkeit zu wahren. So bietet "Prince of Persia" zwar nichts Neues, kann aber, da die Macher und Darsteller ihr Handwerk verstehen, als solide Abenteuerkost mit teilweise beeindruckenden Schauwerten durchaus punkten.
Quelle: t-online.de
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