26.11.2008, 10:06 Uhr | dpa / afp / jho
Franjo Pooth (Foto. Imago)Pleite-Unternehmer Franjo Pooth hat in einem Prozess gegen die Commerzbank eine Niederlage erlitten. Er muss der Bank aus eigener Tasche 1,8 Millionen Euro plus Zinsen zurückzahlen, entschied das Düsseldorfer Landgericht am Dienstag. Der Mann von Werbestar Verona Pooth hatte für Millionenkredite an sein insolventes Unternehmen Maxfield persönlich gebürgt. Das Gericht gab mit dem Urteil der Klage der Commerzbank in vollem Umfang statt. Der 39-Jährige kann gegen die Entscheidung noch in Berufung gehen. Das Vermögen von Verona Pooth ist von dem Urteil nicht betroffen: "Das hat mit Frau Pooth nichts zu tun, vollstreckt werden kann nur von Herrn Pooth", sagte eine Gerichtssprecherin. "Wir freuen uns, dass das Gericht unserer Rechtsauffassung gefolgt ist", sagte ein Sprecher der Commerzbank.
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Medienrummel im Düsseldorfer Landgericht. (Foto: ddp)Der zwischen der Commerzbank und Pooth geschlossene Bürgschaftsvertrag sei wirksam, befand das Gericht. Weder sei der Vertrag sittenwidrig noch auf die Leistungsfähigkeit Pooths oder eine Teilsumme beschränkt, wie Pooths Anwalt argumentiert hatte. "Herr Pooth hatte es als Geschäftsführer selbst in der Hand, seine persönliche Inanspruchnahme zu steuern", erklärte die Richterin. Pooth hatte sich sogar verpflichtet, für bis zu drei Millionen Euro persönlich zu haften.
Das Ehepaar Pooth (Foto: imago)Im Zusammenhang mit der Zahlungsunfähigkeit von Maxfield ermittelt zudem die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft gegen Pooth wegen Verdachts der Insolvenzverschleppung. Auch prüfen die Strafverfolger, ob sich der Unternehmer der Bestechung schuldig gemacht hat. Hintergrund sind die Millionenkredite der Düsseldorfer Stadtsparkasse, für die Banker teure Geschenke erhalten haben sollen. Über die Affäre waren Sparkassenchef Heinz-Martin Humme und ein weiteres Vorstandsmitglied des Instituts gestolpert. Ein Zeitpunkt für den Abschluss der Ermittlungen sei noch nicht absehbar, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Dienstag auf Nachfrage.dpa / afp / jho
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