26.08.2010, 13:02 Uhr | Nibo
Katharina greift beim Casting in die Saiten. (Foto: ProSieben/ Frank Hempel)
Bühne frei für die neunte Staffel der Castingshow "Popstars". Unter dem Motto "Girls forever" wird dort von nun an für die nächsten vier Monate eine Mädchenband gesucht, die möglichst die Spitze der deutschen Charts erklimmen soll. Dass diese Suche für die Jurymitglieder Detlef 'D!' Soost, Marta Jandová und Thomas M. Stein und auch für das Fernsehpublikum manchmal reine Nervensache ist, zeigte sich bereits gestern in der ersten Castingshow: Aus 500 Bewerberinnen sollten die fünf Talentiertesten herausgefiltert werden. Flops und Tops gaben sich die Klinke in die Hand.
Unscheinbar, unsicher und schüchtern tritt sie auf die Bühne im Offenbacher Capitol. Ein Hut verdeckt ihr Gesicht halb. Sie erzählt von ihren 18 Ratten und zehn Katzen und als sie dann noch ankündigt, sie würde gerne Whitney Houstons-Hit "I Will Always Love You" singen, hat nicht nur die Jury die blasse Maike mit den schwarz gefärbten Haaren und dem großflächigen Tattoo über der linken Schulter innerlich schon rausgeschickt. Hier soll "Popstars"-Potential schlummern? Doch als die 23-Jährige zu singen beginnt, zieht sie mit ihrer Stimme Jury und Publikum in ihren Bann und verhilft den Zuhörern zu erstaunten Mienen und Gänsehaut. Thomas Stein applaudiert bewegt und Detlef tönt verblüfft: "Dat war krass!" Maike schafft es locker in den Recall.
Dort erzählt sie eine bewegende Geschichte über ihren alkoholkranken Vater, mit dem sie gemeinsam lebt und für den sie das Haus putzt und in Ordnung hält "so lange ich denken kann". Die Mutter ist verstorben. Ihre Interpretation "Just Hold Me" von Maria Mena bringt Jurorin Marta zum Weinen und Maike schafft es als Erste in die Entscheidungsshow. Detlef Soost schickt ihr zum Abschied die Worte hinterher: "Danke, dass du so 'ne Kämpferin bist, ey!"
Dann das komplette Gegenteil: affektiert und aufgesetzt protzt sie mit Promi-Bekanntschaften und hat den Sugar-Daddy immer an ihrer Seite: "Popstars"-Kandidatin Yasemin will in der Castingshow ganz groß durchstarten. Dafür hat die 21-Jährige ihren Freund Peter (54) zum Casting mitgebracht und schafft es mit ihrer schauspielerischen Art auch tatsächlich in den Recall. Als sie dort jedoch in einem Abendkleid aufläuft, dann beginnt, Opern zu trällern und sich arrogant und unnahbar verhält, wird nicht nur Jury-Mitglied Marta wütend. Schnell wird klar: Yasemin will weniger durch künstlerische Qualitäten überzeugen, als viel mehr einfach "berühmt" sein. Sie fällt bei der Jury gnadenlos durch. Doch Freund und Sponsor Peter tönt nach ihrem Rauswurf: "Also ich werde auf jeden Fall die Yasemin in die internationalen Charts bringen!" Wir flehen: Bitte nicht!
Als süßes Dummchen, das seinen Text vergisst und trotzdem sicher ist "Ich will Weltstar werden!" hat sie im wahrsten Sinne des Wortes einen "Stein" im Brett der Jury. Denn vor allem Thomas Stein amüsiert sich über die 16-jährige Türkin, die den Juroren großzügig Döner aus dem Laden des Herrn Papa ausgibt. Stoff für Bestechung? Im Recall geht jedenfalls weder Text noch Gesang und erst als Onkel Stein sich mit der Drohung hinter sie stellt, ihr bei jedem falschen Ton "eins auf die Löffel" zu geben, reißt Dilara sich zusammen und bringt "Too Lost In You" von den Sugababes einigermaßen über die Bühne. Trotzdem eine ziemlich marode Vorstellung und Dilara wurschtelt sich mühsam mit viel gutem Willen der Jury durch zur Entscheidungsshow. Ob die Kleene das begriffen hat, sei allerdings dahingestellt.
Viele Kandidatinnen versuchen alles und gewinnen nichts. Es helfen weder das handgemachte Gitarrenspiel von Katharina, noch die Slapstick-Einlagen von Marie-Fleur oder das nervöse Gekicher von Jessika. Sie alle fallen durch. Kleiner Lichtblick: Die 16-jährige Rosalie aus Aachen. Sie überzeugt mit frischem Schwung, einer umwerfenden Ausstrahlung und einer bezaubernden Stimme. Sie möchte durch ihre Teilnahme bei "Popstars" ihren kranken Papa "stolz machen". Für ihre Darbietung "Nobody Knows" von Pink bekommt sie von der Jury schließlich das Ticket für die Entscheidungsshow.
Keine "Popstars"-Folge ohne die berühmte "Battle". In diesem Gesangs-Zweikampf müssen zwei Wackelkandidatinnen um den letzten verbliebenen Platz für die Entscheidungsshow kämpfen. Für die "Battles" stellen sich in der neunten Staffel Künstler zur Verfügung, die die Kandidatinnen als Paten begleiten, mit ihnen einen Song einstudieren und auch gemeinsam mit ihnen auf der Bühne stehen. Erste Patin ist die norwegische Sängerin Marit Larsen ("If a Song Could Get Me You"), die mit den Bewerberinnen Betty und Svenja ihren neuen Song "Don't Save Me" einübt und dann auf der Bühne performt. Obwohl sich besonders Detlef Soost im Vorfeld als besonderer Fan der jungen Svenja outete, kann die ältere und erfahrenere Betty die Battle für sich entscheiden und darf sich nun in der Entscheidungsshow mit weiteren Teilnehmerinnen messen.
Quelle: t-online.de
halleluja schrieb:
am 25. August 2010 um 16:31:26
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Verblödetes Fernsehn
KOmmt doch überall nur noch mist.
VOX
RTL
Pro Sieben
schlimm sowas und man kann einfach nicht unternehmen außer
versuchen , sein best mögliches zu tun nicht diese Sendungen einzuschalten.
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Max schrieb:
am 20. August 2010 um 11:06:41
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Freakshow
Frakshow? Nein würde ich nicht sagen. Das ist meiner Meinung nach Fernsehprogramm von heute, billig, skurril, niveaulos, einfach
nur schlecht. Offensichtlich will aber das Fernsehpublikum so etwas sehen sonst würden die Sender nicht die Mist-Sendungen am laufenden Band produzieren. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, ich denke aber die Schmerzgrenze wurde noch lange nicht erreicht.
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Beobachter schrieb:
am 20. August 2010 um 10:35:46
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Wer braucht das?
Es ist wieder mal alles liebevoll vorbereitet. Die so genannte "Jury" lenkt und leitet eine Wertung findet nur
unterschwellig statt. Bei der einen wird (richtgerweise) vom "Joker" gesprochen, den sie zieht um weiter zu kommen, bei der anderen, die das Gleiche macht wird das als besondere Eigenschaft gelobt.
Und dann immer wieder diese rührenden Geschichten von der schweren Kindheit...
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Die "Popstars"-Kandidatin musste als erste ihren Traum von der Band begraben. mehr