23.02.2012, 11:55 Uhr | jho
Thomas Rath, Heidi Klum und Thomas Hayo bilden die Jury von "Germany's Next Topmodel". (Quelle: ProSieben)
Ab sofort werden wieder Fotos verteilt: "Germany's Next Topmodel" geht in die nächste Runde. Doch in der siebten Staffel ist etwas anders - das Image der ewig strahlenden Karrierefrau und glücklich verheirateten Vierfach-Mutti Heidi Klum hat Kratzer bekommen. Zudem hat das Jahr 2012 mit einer regelrechten Castingshow-Schwemme begonnen. Muss der Nachzügler "Germany's Next Topmodel" jetzt mögliche Ermüdungserscheinungen der Zuschauer ausbaden?
Neben den Nachwuchsmodels wird diesmal auch Klum selbst nach ihrer Trennung von Ehemann Seal unter besonderer Beobachtung stehen: Wie geht es ihr? Wie verhält sie sich? Lassen sich Krisenanzeichen erkennen? Das Interesse an Heidi Klums Privatleben dürfte die Einschaltquoten der Sendung erst einmal eher beflügeln - was allerdings auch nötig wäre. Denn waren Quoten und Marktanteile zwischen 2006 und 2009 stetig gestiegen, brachen sie mit der fünften Staffel 2010 deutlich ein und konnten 2011 das Vorjahresniveau halten - mehr aber auch nicht.
Das grundlegende Konzept der Show ist altbekannt, nur die Gesichter der Mädchen, Orte und Ablauf der Fotoshootings und Werbespots sowie die Werbepartner ändern sich von Staffel zu Staffel. Höher, schneller, weiter lautet auch in Hinblick auf die "Topmodels" das Motto, um für das nötige Spektakel zu sorgen, das die Zuschauer am Bildschirm hält. Denn dass ein Sieg bei Heidi Klum automatisch den Traum von der großen Topmodelkarriere wahr werden lässt, haben die meisten der bisherigen Gewinnerinnen widerlegt. Dagegen haben sich auch Mädchen, die früh ausschieden, erfolgreich in der Modeszene etabliert und laufen für angesagte Designer über die Laufstege. Oder haben eine Medienkarriere eingeschlagen wie Gina-Lisa Lohfink und Sarah Knappik. Wie bei DSDS ist also auch hier mehr der Weg das Ziel.
Im Moment werden die Fernseh-Zuschauer von allen Seiten mit Casting- und Realityshow-Formaten berieselt: RTL holte im Januar zuerst C-Promis ins "Dschungelcamp", dann ging der "Bachelor" auf niveaulose Fleischbeschau getarnt als Traumfrausuche. Auch musikalisch wurde einiges geboten: War das Jahr 2011 gerade erst mit "Supertalent" und "X Factor" zu Ende gegangen, kürten wir 2012 schon den "Star für Baku" und "The Voice Of Germany". Und auch das unvermeidliche DSDS geht nach den Casting-Folgen mit dem Start der Liveshows am Samstag jetzt in die heiße Phase. Allerdings schwächelt der RTL-Quotengarant in seiner neunten Staffel schon deutlich, Ermüdungsanzeichen bei den Zuschauern lassen sich erkennen. Ist das ein schlechtes Vorzeichen für Heidi in der siebten Auflage ihrer Model-Show?
Wenigstens muss sich "Germany's Next Topmodel" keine Gedanken über Konkurrenz aus den eigenen Reihen machen: VOX ging mit seinem Format "Das perfekte Model", in dem Eva Padberg und Karolina Kurkova den Laufsteg-Nachwuchs suchen, bisher baden. Nach Angaben des Senders erreicht die Show, die dienstags ab 21:15 Uhr ausgestrahlt wird, in der Zielgruppe einen Marktanteil von rund sieben Prozent - ob es bei solchen Zahlen eine zweite Staffel geben wird, ist mehr als fraglich.
Aber auch die Zukunft von "Germany's Next Topmodel" selbst scheint ungewiss: Es gibt Gerüchte um ein baldiges Ende der Show, die ProSieben aber bislang weit von sich weist. "Zu Vertragsinhalten äußern wir uns nie", sagt Sendersprecher Christoph Körfer. "Versichern können wir aber schon jetzt, dass 'Germany's next Topmodel' mit Heidi Klum im Jahr 2013 bei uns läuft." Eine achte Staffel scheint damit gesichert, gute Nachrichten also für den hoffnungsvollen, fernsehaffinen Model-Nachwuchs.
Apropos Model-Nachwuchs: Einer neuen repräsentativen Studie zufolge beeinflussen Model-Castingshows das Körperbild von Jugendlichen, insbesondere von Mädchen. Das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) des Bayerischen Rundfunks befragte Mädchen, die regelmäßig "Germany's Next Topmodel" sahen. Deren Gefühle schwankten zwischen Bewunderung und Neid, schon eine Elfjährige fand ihren Bauch zu dick. Die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) warnt davor, dass Casting-Shows Tendenzen zu Essstörungen verstärken können.
Unbeeindruckt davon startet am 23. Februar die neue Staffel, für die sich über 15000 Mädchen beworben hatten, mit 50 plus einer Kandidatin. 51 deswegen, weil die 20-jährige Vorjahreskandidatin Melek aus Stuttgart nach einer Lymphdrüsenkrebserkrankung wieder dabei sein kann - mit einer Art "Wild Card". "Ich freue mich sehr, dass es Melek wieder gut geht und sie in diesem Jahr wieder dabei sein kann", zitiert ProSieben Heidi Klum. Dieses Jahr geht Klum mit ihrer eigenen "Heidi-Cam" auf Model-Suche. "Mein ganz persönliches Video-Tagebuch, das mich überall begleitet", sagt sie. Jury-Kollege Thomas Rath (46) kündigt die "Jurysprechstunde" als weitere Neuerung an. "Die Mädchen können jederzeit zu einem privaten Gespräch zu uns kommen. Wir geben Tipps, ermutigen oder üben auch mal konstruktive Kritik." Für private Einblicke abseits des Modelkandidatinnen-Alltags dürfte also reichlich gesorgt sein.
"Germany's Next Topmodel" - ab dem 23. Februar immer donnerstags, 20:15 Uhr, ProSieben
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Quelle: dapd , dpa
TV schrieb:
am 25. Februar 2012 um 11:57:24
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(0)
Klum
Umschalten,damit man dieses Gelumpe nicht mehr sieht.
Und bestimmte Sender ignorieren.
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Simone Sabberer schrieb:
am 24. Februar 2012 um 11:35:55
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(4)
Heidi
Ich finde, Heidi ist uns erst mal eine Erklärung überr ihre Ehe schuldig.
Die Welt will wissen, was eine alternde Blondine und ein
drittklassiger Sänger so für Probleme wälzen. Und über die armen Kinder, ach Herrjeh
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Total Verrückt schrieb:
am 24. Februar 2012 um 10:39:49
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(1)
Jugendschutz?
Juhuu! Endlich bringt Heidi Klum wieder halbnackte Minderjährige auf die Mattscheibe. Es ist und bleibt ein Wahnsinn!
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