05.10.2009, 08:53 Uhr | dpa/CK/sgü
Noch lacht Horst Schlämmer, doch schon bald könnte ihm der Tod drohen. (Foto: ddp)Armer Horst Schlämmer: Gerade erst schaffte der Grevenbroicher den Sprung zum Kanzlerkandidaten und Kinostar - nun scheint ihm der baldige Tod zu drohen. Denn Komiker Hape Kerkeling hat die Nase voll von seiner Kunstfigur. "Vielleicht kommt er gar nicht mehr zurück. Vielleicht lasse ich ihn wirklich jetzt sterben", sagte der 44-Jährige im Interview mit dem "Spiegel". Während der Werbetour für seine Politsatire "Horst Schlämmer - Isch kandidiere!" habe er bis zu sieben Stunden täglich in die Rolle des Trenchcoat tragenden Lokaljournalisten schlüpfen müssen - da wurde es Kerkeling irgendwann wohl einfach zu viel. "Vielleicht habe ich auch übertrieben", so der Entertainer.
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Hape Kerkeling möchte nicht vor der Kamera altern. (Foto: dpa)Doch nicht nur Horst Schlämmer droht das baldige Aus - auch auf den Abschied von Kerkeling selbst sollten Fans sich schon einmal gefasst machen. Denn in fünf oder sechs Jahren will der heute 44-Jährige aus dem Fernsehen zu verschwinden: "Mit 50 ist Schluss. Ohne jede Wehmut. Ich will mir nicht dabei zusehen, wie ich vor der Kamera altere." Er wolle danach nur noch schreiben. "Schreiben ist Ganz-bei-sich-sein." Bis Ende 2010 will er sein nächstes Buch fertig stellen, das er zurzeit aus zwei ursprünglich getrennten Buchprojekten zusammenführe. Foto-ShowDie besten Comedians aller Zeiten
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Da will er hin: Horst Schlämmer vor dem Reichstagsgebäude. (Foto: Constantin)Kerkeling verriet dem "Spiegel" zudem, dass sein Kinohit mit Horst Schlämmer eine recht spontane Idee war: "Wir haben im April schon gedreht, als die letzten Seiten des Buches noch gar nicht geschrieben waren", so Kerkeling. Den Zuschauern war das egal: Bisher 1,3 Millionen Zuschauer wollten den Streifen sehen, in dem Schlämmer eine eigene Partei gründet, die "Horst Schlämmer Partei" (HSP). Deren Konzept brachte der angehende Politiker gekonnt auf den Punkt: "Unseren Wahl-Slogan haben wir von dem US-Präsidenten Alabama. 'Yes weekend! Für alle und immer!' Mehr Freizeit, weniger Steuern! Wir von der HSP sind konservativ, durchaus bürgerlich, aber auch liberal. Wir sind auch link - nicht zu links!" Eben alles frei nach dem Motto: "Hasenpower für Deutschland!"
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dpa/CK/sgü
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