13.10.2010, 16:27 Uhr | dapd
Die Schauspielerin Helga Göring ist tot. (Foto: Cinetext)
Der Film, auf den sie am meisten stolz war, ist fast 40 Jahre alt. 1972 schaffte die Schauspielerin Helga Göring mit der Hauptrolle in der DDR-TV-Produktion "Die große Reise der Agathe Schweigert" den großen Durchbruch. In der Verfilmung einer Erzählung von Anna Seghers spielt die Göring eine Mutter, die sich auf die verzweifelte Suche nach ihrem in der Nazizeit verschollenen Sohn macht. Das unabhängig von seiner späteren "Verwendung" als Meisterwerk des sozialistischen Realismus tief berührende Antikriegsdrama nannte die Göring später ihren größten künstlerischen Erfolg. In der vergangenen Woche ging die lange und wechselvolle Lebensreise der Schauspielerin zu Ende: Helga Göring starb 88-jährig in Berlin.
1922 in Meißen geboren, zog es Helga Göring früh auf die Theaterbühnen. Die Schauspielschule bestand sie 1940 mit Auszeichnung, noch im selben Jahr debütierte sie am Dresdner Staatstheater. Anfang der 50er Jahre entdeckte die DEFA die überaus wandelbare junge Schauspielerin und gab ihr im Film "Das verurteilte Dorf" ihre erste Hauptrolle als resolute Käthe Vollmer. Frauen, die wie Käthe mit beiden Beinen fest im Leben stehen, blieben fortan Görings Domäne - auch im Fernsehen, für das sie ab Anfang der 60er häufiger arbeitete. Sie spielte ernste Frauenrollen - und zeigte in TV-Serien wie "Drei reizende Schwestern" ihre komödiantische Seite. 1978 und 1979 drehte sie zusammen mit Herbert Köfer die Familienserie "Rentner haben niemals Zeit". Das Ehepaar Schmidt, das die beiden spielen, schlug alle Identifikationsrekorde. Viele, so mutmaßte Köfer unlängst in einem Zeitschriften-Interview, hätten in dem Paar sich selbst oder die Eltern und Großeltern wiedererkannt. Das Publikum jedenfalls liebte Helga Göring. Acht Mal wählen sie die Zuschauer des DDR-Fernsehens zu ihrem Liebling.
Ein gesamtdeutscher Fernsehliebling wurde Helga Göhring nicht. Zwar stand sie weiter vor der Kamera. Die Rollen aber, die sie in TV-Produktionen wie "Polizeiruf 110", "Tatort" und "Der Landarzt" bekam, waren für die große öffentliche Wahrnehmung zu klein. 2007 drehte sie ihren letzten Film - und blieb heiter bis ins hohe Alter. "Ich war immer ein Glückskind", sagte sie in einem Interview zu ihrem 85. Geburtstag. Memoiren hat die Göring nicht hinterlassen, als ein Fernsehstar wird sie wohl kaum in Erinnerung bleiben. Mit einer guten Handvoll großartiger Rollen hingegen schon.
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Quelle: dapd
hecht2305 schrieb:
am 13. Oktober 2010 um 19:29:24
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Helga Göring
Warum müßt Ihr immer gegenseitig auf Ossis und Wessis hacken??
Viele Osiss mögen keine Wessis und umgedreht ist es auch so.
Jeder hat nun jeden an der Backe und man muß damit klar kommen. Hier gehr es nicht um Ost oder West sondern um eine gute Schauspielerin, die ich sehr oft im Fernsehen der DDR gesehen habe da ich dieses in Grenznähe sehen konnte. Sie war einfach gut
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Reinhard schrieb:
am 13. Oktober 2010 um 19:28:19
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Künstlerin
Sie war eine große Künstlerin. Das muss man anerkennen.
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Mathias schrieb:
am 13. Oktober 2010 um 19:21:58
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Richtig erinnern
kann ich mich nicht mehr an sie, aber meine Mutter erzählte oft von ihr, sie wohnte eine Zeit lang in der selben Straße
wie wir und war auch als Mensch und Nachbarin wohl sehr in Ordnung.
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