06.10.2010, 09:42 Uhr | sgü/kranki
Henry Maske in "Max Schmeling - Eine deutsche Legende" (Foto: Central Film)
Er gilt als der populärste Sportler Deutschlands und genoss auch weltweit allerhöchstes Ansehen - jetzt kommt das Leben von Box-Legende Max Schmeling ins Kino. Und bei der Besetzung gelang es Regisseur und Produzent Uwe Boll Henry Maske zu verpflichten. Er verkörpert den 2005 verstorbenen Ausnahmesportler. Für Maske war diese erste Filmrolle in "Max Schmeling - eine deutsche Legende" eine sehr persönliche Angelegenheit, denn der 46-jährige ehemalige Champion im Halbschwergewicht war mit seinem großen Idol gut befreundet. Um seiner Verantwortung gerecht zu werden, nahm Maske sogar Schauspielunterricht, nicht ohne Erfolg - wie er selbst feststellte: "Ich denke, dass ich es besser gemacht habe, als es mir viele zugetraut haben", sagte Maske der dpa. "Ich bin ein sehr kritischer Mensch, aber ich hab' mich selbst von mir überzeugt."
Der Film erzählt von Schmelings sportlichen Höhepunkten wie dem ersten Weltmeistertitel 1930, den er durch Disqualifikation seines Gegners Jack Sharkey erhält, seinem legendären Triumph über den als unbesiegbar geltenden "Braunen Bomber" Joe Louis (1936), wie auch vom Rückkampf, den er durch K.o. verliert. Außerdem geht es um Schmelings Verhältnis zum Nazi-Regime. Obwohl er diesem kritisch gegenübersteht, lässt er sich für Propagandazwecke einspannen. Irgendwann handelt sich der Boxer jedoch so großen Ärger mit dem Reichssportführer und anderen Spitzen der Nazi-Diktatur ein, dass er eingezogen und in den Krieg geschickt wird. Nach Kriegsende, auf der verzweifelten Suche nach Arbeit, stellt Schmeling fest, dass er außer Boxen eigentlich nichts Richtiges gelernt hat. Nach einigen Showkämpfen will der frühere Boxweltmeister die Hoffnung auf ein Comeback nicht aufgegeben.
Uwe Boll, der 45-jährige Regisseur des Films machte sich bisher mit drittklassigen Verfilmungen von Videospielen einen Namen und wird von vielen Filmfans gerne als schlechtester Regisseur der Gegenwart angefeindet. Durchaus löblich ist deshalb sein Versuch, sich mittels der geschichtsträchtigen Biografie über Box-Legende Max Schmeling als anspruchsvoller Filmemacher zu etablieren. Mit großem Respekt und Liebe zum Detail machte er sich an die Verfilmung, die bedauerlicherweise unter zwei Fehlentscheidungen zu leiden hat: Zum einen hat sich die Wahl von "Der Clown"-Autor Timo Berndt für die Dialoge nicht bewährt, da er diese wenig glaubhaft umsetzt, zum anderen war die Besetzung der Hauptrolle mit Boxer Henry Maske keine wirklich gute Wahl. Obwohl Maske sich redlich bemüht, ist er kein halb so guter Schauspieler wie Sportler. Sein Versuch Ernsthaftigkeit darzustellen wirkt phasenweise ungewollt komisch und mindert leider die Qualität eines ansonsten durchaus unterhaltsamen Films. Die Fans von Box-Action dürften allerdings trotzdem auf ihre Kosten kommen, denn auch der amtierende Weltmeister im Mittelgewicht, Arthur Abraham, stieg für die Kameras in den Ring .
Kinostart: 7. Oktober
sgü/kranki
Quasimodo schrieb:
am 6. Oktober 2010 um 18:10:17
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Maske als Maxe
Max Schmeling hat auch als Schauspieler gearbeitet und sogar gesungen. Jetzt macht mal halblang!!
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schmunzeline schrieb:
am 6. Oktober 2010 um 17:16:24
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henry for president oder lachen, bis der arzt kommt
die welt ist so verrückt, henry als schauspieler, ich kann´s nicht fassen... kopfschüttel*
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stauni schrieb:
am 6. Oktober 2010 um 17:10:43
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maske bald in hollywood???
drolliger einfall, den spielen zu lassen! wär`mir auch bei 7,2prom. nicht eingefallen...
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