23.09.2011, 08:03 Uhr | Nibo/ Universal
Die ersten Töne graben sich ins Ohr, die rhythmische Solo-Gitarre, das Schlagzeug setzt ein und schon ist man gefangen in diesem dynamischen, treibenden Sound einer Band, die seinerzeit zunächst in den Szenekreisen ihrer Heimatstadt Aberdeen im US-Bundesstaat Washington für Furore sorgte. Doch mit der ersten Single-Auskopplung ihres zweiten Albums "Nevermind", "Smells Like Teen Spirit", machten sich Kurt Cobain, Krist Novoselic und Dave Grohl als Nirvana auf, die internationale Musikszene umzukrempeln. Maßgeblichen Anteil daran hat der gesamte Sound dieses musikalischen Meilensteins "Nevermind". Inzwischen längst zum Kultalbum avanciert, feiert es dieser Tage seinen 20. Jahrestag.
Eher aus Versehen gelang es Nirvana, sich mit dem 1991 erschienenen "Nevermind" zum Sprachrohr einer ganzen Generation zu mausern. Bis dahin hatten die oft zu groß geratenen Glam-Rockbands wie Jon Bon Jovi, Europe oder Guns' n'Roses aber auch inszenierte Superstars wie Michael Jackson die internationalen Charts fest im Griff. Dann kam "Nevermind" heraus - nach "Bleach" das zweite Album der Formation aus Aberdeen, Washington - und mit ihm eine ganz andere Art von Musik. Es schien, als sei dieser neuen Generation von Komponisten und ihrer Fans mehr als bewusst, dass die wachsenden gesellschaftlichen, politischen und ökologischen Probleme nicht durch Glimmer, protzige Bühnenshows und einen nach außen gekehrten, maßlosen Lebensstil in den Griff zu kriegen waren. Beinahe bildhaft bestätigt wurde diese Tatsache, als es "Nevermind" in den Weihnachtsferien 1991 gelang, das Album "Dangerous" von Michael Jackson von Platz eins der amerikanischen Billboard Charts zu verdrängen.
Die erste Singleauskopplung aus "Nevermind", "Smells Like Teen Spirit", rief mit seinem ungeduldigen Refrain "Here we are now, entertain us" auf zum Aktionismus und zu einem neuen Bewusstsein gegenüber der konservativen Regierung. Es ist der erste Titel, der den sog. "Grunge" (dt. "Dreck") als neuen Musikstil - eine Mischung aus Punkrock und Heavy Metal - in der Sanges-Szene etablierte. Bassist Novoselic beschrieb den Eindruck des Liedes so: "Dieser Song war der Holzhammer, er kam und löste alles auf“. Bands, die einen ähnlichen Musikstil pflegten wie Nirvana - dazu gehörten Pearl Jam, Soundgarden, Radiohead, The Smashing Pumpkins - nutzten den Kick-off-Effekt der Scheibe als Schlüssel zum eigenen Erfolg.
"Nevermind" kletterte bis Ende des Jahres 1991 weltweit an die Spitzen der Charts und wurde bis heute über 30 Millionen Mal verkauft. Alle vier ausgekoppelten Singles "Smells Like Teen Spirit", "Come as You Are", "Lithium" und "In Bloom" wurden weltweit äußerst erfolgreiche Hits. Unzählige Awards und Auszeichnungen folgten. Im Jahr 2003 wurde das Album schließlich auf Platz 17 der 500 Greatest Albums of All Time des amerikanischen Rolling Stone Magazins gewählt und ist damit das höchstplatzierte Album aus den 90er Jahren.
Selbst das Cover des hochgelobten Werkes sorgte damals für Aufregung: Es zeigt den vier Monate alten Spencer Elden, der nackt unter Wasser hinter einem Angelhaken herschwimmt, an dem ein Dollarschein hängt. Aus Angst davor, dass der sichtbare nackte Penis des Kindes in der Öffentlichkeit für Unmut sorgen könnte, ließ die Plattenfirma Geffen ein Alternativcover anfertigen. Zu viel vorauseilender Gehorsam für Kurt Cobain, der daraufhin einen Kompromiss vorschlug: Man möge bitte das Cover mit dem Baby verwenden und über dem kleinen Körperteil einen Aufkleber anbringen lassen auf dem stehen solle, dass jeder, der sich an dem Foto stört, der Pädophilie bezichtigt würde. Letzten Endes entschied man sich für das ursprüngliche Bild, das inzwischen ebenfalls Musikgeschichte geschreiben hat.
Pünktlich zum 20. Jahrestag erscheint nun eine Wiederveröffentlichung von "Nevermind" in glamouröser Deluxe-Version mit umfangreichem Zusatzmaterial. Das Album wird in mehreren Editionen erhältlich sein und bisher unveröffentlichtes Material enthalten.
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Nibo/ Universal
Nevermind schrieb:
am 24. September 2011 um 01:18:49
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Damals und heute
Dave Grohl macht jetzt mit Foo Fighters die große Kohle. Er hats gepackt, gratuliere.
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Erblast schrieb:
am 24. September 2011 um 01:12:49
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Nirvana forever
Ich empfehle die Erdmöbel, "Riecht wie Teen Spirit" - coole Coverversion!
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sasa schrieb:
am 23. September 2011 um 23:34:57
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cs
sag mir nur ein musiker der kein geld machen will!!
die musik find ich heute noch total klasse!!einfach einmalig!!
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