06.01.2011, 10:36 Uhr | AFP, dpa, SKO
Jackos Leibarzt Conrad Murray unter Druck (Foto: dpa)
Michael Jacksons Leibarzt Conrad Murray gerät bei den Untersuchungen zu den Todesumständen des Popstars immer mehr unter Druck. In einer gerichtlichen Anhörung, die zu einer Anklage wegen fahrlässiger Tötung gegen den Arzt führen könnte, sagte ein Zeuge am Mittwoch in Los Angeles, Murray habe nach Jacksons Tod Beweismaterial verschwinden lassen. Murray habe ihn vor dem Eintreffen der Rettungssanitäter aufgefordert, medizinisches Material zu verstecken, so Alberto Alvarez, ein Mitarbeiter des Popstars.
Als er in Jacksons Schlafzimmer gekommen sei, habe Murray gerade an dem offenbar toten Sänger mit einer Hand eine Herz-Lungen-Reanimation (CPR) vorgenommen, sagte Alvarez, der als Jacksons Logistikchef vorgestellt wurde. Der Arzt habe dann mehrere Medikamentenflaschen aufgesammelt und ihn gebeten, diese in eine Plastiktüte zu stecken. Dann habe Murray ihn gebeten, einen Infusionsbeutel vom Ständer zu nehmen, berichtete Alvarez weiter. Darin habe sich eine "milchige Substanz" befunden. Der Beutel sei in einer anderen Tasche verschwunden. All dies sei geschehen, bevor der Notruf gewählt wurde.
Alvarez machte seine Aussage am zweiten Tag der Anhörungen vor einem Gericht in Los Angeles. Am Dienstag hatten bereits andere Mitarbeiter Jacksons den Arzt schwer belastet. Der Sicherheitschef des Popstars, Faheem Muhammed, hatte ausgesagt, dass Murray, nachdem Jackson bewusstlos gewesen sei, panisch reagiert und die Leibwächter gefragt habe: "Kann einer CPR?" Die "cardiopulmonary resuscitation", die Herz-Lungen-Reanimation, lernt auch in den USA schon jeder Fahrschüler. "Ich habe Alberto angeschaut, weil wir Dr. Murray als Herzspezialisten kannten, und wir waren schockiert", so Muhammed.
Als Muhammed gefragt wurde, ob Murray vielleicht einfach nur um Hilfe gebeten habe, sagte Muhammed: "So, wie er gefragt hat, wusste er nicht, wie CPR geht." Für Murray sei Jackson zum dem Zeitpunkt auch schon tot gewesen, sagte der Chefleibwächter, weil der 50-Jährige "mit offenem Mund und offenen Augen" dagelegen habe. Zuvor hatte bereits der Staatsanwalt Murray vorgeworfen, die Herz-Lungen-Reanimation völlig falsch gemacht zu haben. Er habe nur eine Hand benutzt und Jackson habe dabei auf einer weichen Matratze gelegen. Stattdessen müsse man beide Hände benutzen und den Patienten auf eine harte, nicht mitfedernde Unterlage legen.
Richter Michael Pastor muss nach der auf bis zu zwei Wochen veranschlagten Anhörung mit etwa 35 Zeugen entscheiden, ob genügend Beweise vorliegen, um Murray den Prozess zu machen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Arzt vor, keine angemessene medizinische Ausrüstung verwendet und nicht rechtzeitig einen Notarzt verständigt zu haben.
Der 57-jährige Murray soll Jackson in den Wochen vor seinem Tod am 25. Juni 2009 jeden Abend das starke Beruhigungsmittel Propofol gespritzt haben, damit er während der Vorbereitungsphase für seine geplanten Comeback-Konzerte in London gut schlafen konnte. Die Autopsie ergab später, dass der 50-Jährige an einer Überdosis des Mittels starb. Murray räumt zwar ein, Jackson Propofol verabreicht zu haben, weist aber jede Schuld am Tod des Popstars von sich. Bei einem Schuldspruch drohen ihm bis zu vier Jahre Haft.
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Quelle: dpa
xp37k schrieb:
am 7. Januar 2011 um 12:32:05
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wie wird man da Arzt
Es kann doch kaum möglich sein, dass ein Arzt keine Reanimation beherrscht. Ist der wirklich Arzt oder ein
Hochstapler?
Sonst werde ich mich da auch als Arzt niederlassen. Reanimationen bekomme ich noch hin und damit bin ich ja schon mal besser als komische Arzt. Den Rest, den so ein Mediziener beherrschen sollte kann ich ja dann Fallbezogen nachlesen.
Ich glaube mich zu erinnern, dass Murray 110.000$ pro Monat von Jackson hat. Davon hätte er sich doch ein ein erste Hilfe Buch leisten können.
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ria schrieb:
am 7. Januar 2011 um 12:29:40
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michael Arzt -
warum Höchststrafe, der Arzt tat sicher was er kann, wurde ja immer gut bezahlt, wie auch immer, davon wacht Michael
Jackson nun auch nich mehr auf, die zeit verrinnt , nun ist es schon wieder so lange her,als uns diese Nachricht erschütterte, auch mit hoher Strafe kehrt michael nicht wieder zurück, bleibt nun für immer dort wo er ist, ist nun mal so
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Ralph schrieb:
am 6. Januar 2011 um 13:40:21
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Hoffe,
er bekommt die Höchststrafe!!
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