20.05.2011, 09:58 Uhr | Henrik Hamelmann / Intro
Joy Denalane präsentiert "Maureen". (Foto: Jackie Hardt / Sony)
Diese Meinung der Soul-Kenner ist in Stein gemeißelt: Nie wird eine deutsche Produktion den US-Vorbildern das Wasser reichen können. Wirklich nicht? Joy Denalane kratzt mit ihrem neuen Album "Maureen" und einer perfekten Mischung aus Groove und Gefühl zumindest an diesem Gebot.
In den letzten Wochen konnte man Joy Denalanes Namen wieder öfter in den Zeitschriften lesen, dieses Mal öfter in den Klatschspalten, weniger im Feuilleton. Der Grund dafür war aber ein schöner: Nach etwa vier Jahren Trennung ist sie wieder mit ihrem Ex-Mann Max Herre, ehemals Sänger des Freundeskreises, vereint. Und auch wenn es aufgrund unterschiedlicher Zeitläufe eigentlich nicht sein kann: Aus "Maureen" hört man eine Menge Gefühl und Wonne heraus, die einer neugewonnenen oder wiedergefundenen Liebe entstammen könnte.
Fünf Jahre sind seit Denalanes letztem Studioalbum "Born & Raised" vergangen. Jahre, die die nach Berlin gezogene Mutter von zwei Kindern auf eine menschlich und künstlerisch besondere Art haben wachsen lassen. "Maureen", im Übrigen der zweite Vorname Denalanes, zeigt sie als gestandene Frau und Sängerin, der effektheischende Erkenntnisse und Formulierungen abgehen, zugunsten der Vermittlung von Gefühlen, die ganz direkt mit den klassischen Maßgaben ihres Stils verbunden sind. Öfter erzählt sie in ihren Songs Geschichten, die von Liebe handeln, aus nachvollziehbaren Blickwinkeln, aber mit einem sehr sensiblen und reflektierenden Gemüt. Aretha und einige andere lassen grüßen.
Musikalisch hat Denalane auf dem neuen Album viele Fehler ihrer Anfangstage vermieden. Heute biedert sich nichts mehr an den R’n’B-Zeitgeist an, nichts klingt mehr orchestral aufgeblasen oder übertrieben pathetisch. Und sogar einige der Grooves des Albums sind so gut ausgewählt, dass sie an erstklassige US-Produktionen heranreichen. All das ist auch ein Ergebnis der guten Zusammenarbeit mit ihrem Team, zu dem neben Herre auch Produzenten aus dem Umfeld von Jill Scott und Bilal gehören. Mit letzterem hat Denalane schon 2008 ein erinnernswertes Konzert mit dem MDR Sinfonie Orchester gespielt, das im selben Jahr unter dem Titel "The Dresden Soul Symphony" veröffentlicht wurde. Damals hat Denalane ganz direkt spüren können, wie US-Soul idealerweise funktioniert. "Maureen" zeigt: Sie hat den puren Soul sehr gut gelernt.
Sind Sie bei Facebook? Werden Sie ein Fan von t-online.de!
Quelle: t-online.de
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Acht Flaschen 2007er San Martino plus Dekanter jetzt für nur 49,- € statt 78,10 €. von Hawesko
Testsieger-Patronen für Marken-
drucker im TÜV-geprüften Online-
Shop kaufen. mehr
24,6 cm Tablet-PC mit Android 4.0, 1 GHz Prozessor inkl. Ledertasche für nur 229,- €. bei euronics
Für einen klaren Durchblick: Lese-
brillen, Komplettbrillen u.v.m. zu top Preisen! bei optikplus.de