21.11.2011, 16:12 Uhr | CK
Die ProSieben-Sendung "Galileo" erhielt von Jugendschützern eine Rüge. (Quelle: ProSieben)
Eltern, aufgepasst: Wer glaubt, seine Kinder bedenkenlos die ProSieben-Wissenssendung "Galileo" gucken lassen zu können, täuscht sich. Denn in der Show wird eben nicht nur harmloses Wissen vermittelt, sondern auch Gewalt gezeigt. Das moniert die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM), die am Montag die problematischen Rundfunkangebote des dritten Quartals bekanntgab. Insgesamt 24 Verstöße gegen die Bestimmungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags zählte man - darunter zwei Beiträge von "Galileo", eine Ausgabe von "MTV Home" mit dem Moderatorenduo Joko und Klaas sowie mehrere Episoden der RTL2-Pseudo-Dokusoap "X-Diaries". Auch zwei Episoden der US-Zeichentrickserie "Family Guy" sowie zwei Trailer für ein "CSI-Event", die jeweils im Tagesprogramm von VIVA und von RTL ausgestrahlt wurden, wurden gerügt.
Im Hinblick auf "Galileo" beanstandeten die Jugendschützer zwei Beiträge über "Die härtesten Gefängnisse der Welt" und "Methoden zum Töten". Der erste Beitrag zeige dabei eine Vielzahl von massiven, drastischen Gewaltszenen: "Da die Bilder real sind, können sie auf Kinder und Jugendliche besonders emotionalisierend und belastend wirken", so die KJM. Die Medienwächter sind überzeugt, dass die Sendung eine Entwicklungsbeeinträchtigung für unter 16-Jährige darstellen könnte. Auch der Beitrag "Methoden zum Töten" hätte nach Ansicht der KJM erst nach 22 Uhr gezeigt werden dürfen. Denn darin werden Ausschnitte aus dem Arnold-Schwarzenegger-Film "True Lies" gezeigt. Zudem werde geprüft, ob die im Film dargestellten Tötungsarten auch in Realität funktionieren.
Joko und Klaas hingegen haben sich ihre Rüge vom Jugendschutz mit einem "MTV Home"-Beitrag zur Sexmesse "Venus" verdient. "Aus Jugendschutz-Perspektive beinhaltete die Sendung Handlungs- und Deutungsmuster, die problematische Verhaltensweisen, Einstellungen und Rollenmuster nahe legen", hieß es in der Mitteilung der KJM zu der umstrittenen Episode. Diese können dazu beitragen, die psychosoziale und psychosexuelle Entwicklung von Kindern unter zwölf Jahren zu beeinträchtigen.
Für die RTL2-Sendung "X-Diaries - love, sun & fun" ist die Kritik des Jugendschutzes nichts Neues - die Serie wurde bereits im zweiten Quartal gerügt. Besonders problematisch ist nach Ansicht der Medienwächter die Tatsache, dass den Zuschauern fälschlicherweise der Eindruck vermittelt wird, es handele sich um wahre Geschichten. "Aufgrund der für Heranwachsende nicht zu erkennenden Fiktionalität der Sendung ist eine sozialethische Desorientierung für unter 16-Jährige oder für unter Zwölfjährige zu befürchten", so die KJM. Zudem bestehe eine Gefahr auch in der aufdringlichen Darstellung der Themen Alkohol und Sex sowie in der derben Sprache der Sendung.
Die US-Zeichentrickserie "Family Guy" fiel bei der Kommission mit der Folge "Peters Tochter", in der Familienvater Peter unvermittelt seine Tochter Meg erschießt, und der Doppelfolge "Stewie killt Lois / Lois killt Stewie" in Ungnade. Beide Episoden seien zu brutal: "Die drastischen Gewaltdarstellungen sind geeignet, Kinder unter zwölf Jahren zu verunsichern und zu verängstigen", lautete das Urteil. Und auch der Trailer für ein Cross-Over der Krimiserien "CSI: Miami", "CSI: New York" und "CSI: Den Tätern auf der Spur" hatte nach Ansicht der KJM ebenfalls zu viele Gewaltszenen und müsse als entwicklungsbeeinträchtigend für unter Zwölfjährige betrachtet werden. Die ausstrahlenden Sender müssen nun je nach Art und Schwere der Verstöße mit Beanstandungen, Untersagungen oder Bußgeldern rechnen.
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Quelle: t-online.de
owei schrieb:
am 21. November 2011 um 20:27:21
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Family Guy
Es hat einen Grund warum Family Guy nach 20 Uhr läuft.. wer das Kinder sehen lässt, nur weil es Zeichentrick ist, ist mitschuldig.
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Marcel schrieb:
am 21. November 2011 um 20:26:30
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Die Eltern sind gefragt!
An sich ist der Jugendschutz eine gute, sinnvolle Sache, die ich auf keinen Fall missen möchte. Allerdings gibt es
einen Unterschied zwischen der Gewalt- oder Sexdarstellung in einem Format, wie Galileo es ist, und dem Alltag. Wer nach Gewalt oder Pornographie sucht, der wird sie finden, egal ob er 12 oder 75 Jahre alt ist. Eltern sollten sich für das Medienverhalten ihrer Kinder interessieren und die Verantwortung nicht an Institutionen abgeben. Auch "nette" Eltern können Gewalttäter au
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hnc schrieb:
am 21. November 2011 um 20:24:12
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@peter
Was soll denn der Unsinn? Entweder was Inhaltliches oder gar nichts sagen. Die wachen nicht über irgendwelche spinnerten Ideen,
sondern über die Einhaltung der Gesetze und die Jugendschutzgesetze sind ein zu wenig durchgesetzter Teil des Schutzes von Kindern und Jugendlichen. Jeder Paedagoge sieht taeglich, wie naiv und hemmungslos Kinder im Fernsehen gesehenes Verhalten imitieren. Das schlaegt irgendwann im wahrsten Sinne des Wortes zurueck, wenn sie heranwachsen udn immer noch "irreal"
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