01.02.2011, 08:21 Uhr | dpa/Nibo/JW
Karl Dall wird heute 70. (Foto: Imago)
Er besitzt im wahrsten Sinne des Wortes das, was man einen Charakterkopf bezeichnet: Dank einer angeborenen Lidmuskelschwäche leidet der Komiker und Entertainer an einem "hängenden Auge" - und ist damit in der deutschen Fernseh- und Comedy-Landschaft bekannt wie ein bunter Hund. Eine freche Schnauze und die nötige Portion Kaltblütigkeit haben Karl Dall in den letzten Jahren zu einer festen Größe im Showgeschäft gemacht. Heute feiert der gebürtige Ostfriese seinen 70. Geburtstag.
Als Karl Bernhard Dall am ersten Februar 1941 im ostfriesischen Emden das Licht der Welt erblickte, tat er das bereits nur mit dem linken Auge. Das rechte öffnete sich in den ersten drei Jahren gar nicht und dann nur ein kleines Stück. Diese angeborene Ptosis (Lidmuskelschwäche) machte Dall zu seinem Markenzeichen. Zunächst hatte der Sohn eines Schulrektors und einer Lehrerin mit Humor oder Komik jedoch nichts am Hut und machte ganz gediegen eine Lehre als Schriftsetzer bei der Ostfriesenzeitung in Leer.
Erst ab 1967 - Dall war inzwischen nach West-Berlin gezogen - gründete er gemeinsam mit den Humoristen Ingo Insterburg, Peter Ehlebracht und Jürgen Barz das Quartett "Insterburg & Co." ("Ich liebte ein Mädchen"), das schnell zum Geheimtipp in der Studentenszene wurde. Bevor die Blödel-Truppe Ende der 70er auseinanderging, hatte Dall Kontakte zum Fernsehen geknüpft. Er brachte den "Musikladen" mit auf den Bildschirm, assistierte bei Rudi Carrells "Am laufenden Band" und spielte in "Verstehen Sie Spaß?" Telefonstreiche. In seiner Filmografie stehen auch erotische Komödien wie "Sunshine Reggae auf Ibiza".
"Auge zu und durch" nannte er seine Autobiografie - und genau das dürften sich auch seine Talkgäste gesagt haben. Denn in Sendungen wie "Dall-As" (1985-1991/RTL) oder "Jux und Dallerei" (1992-1994/Sat.1) provozierte Dall als großmäuliger, gnadenloser und manchmal auch gemeiner Gastgeber. Obwohl die Promis ordentlich einstecken mussten, hätten später viele selbst angefragt. "Jeder wollte mal mit Dall am Tisch sitzen und sich verarschen lassen - wer da nicht dabei gewesen war, gehörte nicht in die Showbranche", sagt er.
Inzwischen will der Entertainer, der auch als Musiker Erfolge hatte ("Diese Scheibe ist ein Hit", "Heute schütte ich mich zu") keine eigene TV-Show mehr. Er passe ohnehin in kein Format mehr - und "Kohle hab' ich eigentlich genug, die kann ich in meinem Leben nicht mehr versaufen." Der neben seinem Komiker-Kollegen Otto Waalkes berühmteste Ostfriese, der im Februar unter anderem Auftritte im ZDF bei Markus Lanz und Carmen Nebel hat, genießt lieber die Zeit mit der Familie. Dabei sind die in Kanada lebende Tochter Janina, die als Stuntfrau für Aufsehen sorgte, und seine Ehefrau Barbara nicht mehr die einzigen Damen im Leben des einstigen "Dienstleistungs-Sadisten" ("Der Spiegel"), der auch gern frauenfeindliche Witze riss. "Meine Tochter Janina hat ein dreijähriges Mädchen, die hält mich zur Zeit auf Trab", erzählt er über die kleine Nelina, mit der er derzeit am Strand von Hawaii spielt. "Es ist nur etwas schade, dass ich ihren Werdegang nicht mehr voll erleben kann", sagt er - und klingt nun doch ungewohnt milde.
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Quelle: dpa , t-online.de
Emixer schrieb:
am 1. Februar 2011 um 18:40:50
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Ach Erwin
Wahrscheinlich bist Du auch ein Anhänger von den Ludolfs, zum Glück verabschieden sich diese Typen langsam!
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Erwin schrieb:
am 1. Februar 2011 um 12:41:21
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Knall Dall
Dieser Mann hat mir noch nie etwas an Unterhaltungswert gegeben. Er ist leider nur eine billige Nummer ohne Besonderheiten und
Fähigkeiten. Es gibt viele viele andere, welche Spassfreuden bereiten und über deren Spässe man lachen kann. Ha !
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Karl Dall schrieb:
am 1. Februar 2011 um 11:56:54
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Karl Dall
Hängendes Auge? Wo denn? Ich sehe nur, daß ein Lid hängt, wahrscheinlich eine Lidlähmung. Aber die deutsche Sprache scheint
sehr schwer zu sein.
Ansonsten, herzlichen Glückwunsch Kark.
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