03.02.2012, 07:44 Uhr | dpa/bas/sgü
Keiner will den ehemaligen Wohnsitz der Kelly Family haben: Die Zwangsversteigerung von Schloss Gymnich bei Köln ist jedenfalls fehlgeschlagen. Der Grund: Joey Kelly war der einzige Bieter und sein Gebot war viel zu niedrig.
Der Kelly-Sprössling hatte 1,7 Millionen Euro auf den Tisch gelegt. Das war jedoch noch nicht mal die Hälfte des zuvor veranschlagten Verkaufswertes von 5,3 Millionen Euro. Also legte die Bank Widerspruch gegen die komplette Versteigerung ein - mit Erfolg. In der bis sechs Monaten kommt das Schloss erneut unter den Hammer, dann allerdings ohne die 50-Prozent-Hürde. Wenn bis dahin kein neuer Interessent auftaucht, dürfte also Joey Kelly den Zuschlag bekommen.
Zwar sind die Mitglieder der legendären Musiker-Familie inzwischen in alle Winde zerstreut, dennoch ist ihr ehemaliges Domizil immer noch in ihrem Besitz. Es soll versteigert werden, weil sich die zwölf Geschwister der Musiker-Familie nicht auf eine Nachnutzung oder einen Verkauf einigen könnten, so Joey Kelly zur Nachrichtenagentur dpa.
"Bei so vielen Miteigentümern ist ein Verkauf einfach fast unmöglich, weil immer jemand anderer Meinung ist", erklärte der 39-Jährige. Die Aufteilung sei kompliziert: Neben ihm und seinen acht leiblichen Geschwistern hätten nach dem Tod des Vaters auch noch drei Halbgeschwister einen Erbteil anteilsmäßig geerbt. Ein geistig behinderter Halbbruder in den USA stehe unter Vormundschaft. Das habe alles noch komplizierter gemacht, sagte Joey Kelly. Außerdem seien die laufenden Betriebskosten für das Gebäude unwirtschaftlich. "Deshalb habe ich die Versteigerung forciert."
Die Kelly Family hatte das Schloss 1998 für rund 6,7 Millionen Euro ersteigert und mehrere Jahre dort gelebt. Nach dem Tod des Vaters zogen die Kinder aber nach und nach aus und versuchten zwischenzeitlich vergeblich, das Gebäude zu verkaufen. Später verpachteten sie es an einen Gastronomiebetrieb, seit einigen Jahren steht die imposante Immobilie jedoch leer. Die Stadt Erftstadt hat nach Angaben einer Sprecherin großes Interesse daran, dass das Schloss mit dem weitläufigen Park demnächst wieder für die Öffentlichkeit zugänglich ist.
Konkrete Anfragen von möglichen Investoren habe die Stadt bislang nicht erhalten. "Ein Problem ist, dass das Objekt unter Denkmalschutz steht", sagte Stadt-Sprecherin Margret Leder. "Deshalb sind keine Neubauten auf dem Gelände erlaubt. Das macht eine kommerzielle Nutzung schwierig." Die Geschichte des Schlosses reicht zurück bis ins 14. Jahrhundert. Es war der Stammsitz der Familie von Gymnich. In den 1970er und 80er Jahren diente es als Gästehaus der Bundesregierung.
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Quelle: dpa , t-online.de
Elisabeth schrieb:
am 6. Februar 2012 um 22:56:25
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HEIMLICHE KAUFGEDANKEN...
Ein Schloß ist kaum mehr zu verwalten, das wissen Junge und die Alten. Es rüstet zwar das Image auf, doch das ist
heute nicht mehr Brauch. Der Strom, das Wasser sind sehr teuer und schwerlich heizt sich solch Gemäuer. Zum Saubermachen reicht kein Besen und Kerzenlicht erschwert das Lesen. Vielleicht hilft hier ein Lottotipp?!? Verhilft zum Schloßbesitzer-Glück...
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Henry schrieb:
am 6. Februar 2012 um 17:54:54
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Klar das er warten kann.
Eine Erbengemeinschaft ist schlimmer als Ratten im Keller. Wer mal was damit zu tun hatte weiss wovon ich rede. Der
Bursche tut das einzig richtige er gibt erst mal ein zu niedriges Gebot ab. Die 50% Klausel fällt dann weg, die Bank kann Bargeld einnehmen und sich zum 12,5 fachen Satz wieder Geld beschaffen und schreibt den Rest ab. Joey wird es für höchstens 1 Mille jetzt kaufen und das war es. So einfach ist das.
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Rheinkiter schrieb:
am 2. Februar 2012 um 18:36:58
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Nachtrag
Nimm Raab mit und jeder gibt 2,5 Mio. Bootcamp mit Auffahrt auf die Autobahn. Und Raabs Hund hat mal richtig Platz zum rennen. Na
und der TVSender muss es ja sowieso abbezahlen. Oder wie war der Plan? Allein in Zuckerrübenhausen auf die Bagger warten ist keine Lösung.
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