09.09.2009, 13:33 Uhr
Professor Slughorn (Jim Broadbent) ist der neue Lehrer für die Zubereitung von Zaubertränken. (Foto: Warner Bros.)Nur wenige Wochen sind seit dem Showdown im Zaubereiministerium vergangen. Nun muss auch dem Letzten in der magischen Welt klar sein, dass der dunkle Lord zurück ist, und mit ihm seine Todesser, die Angst und Schrecken ebenso unter den Muggeln verbreiten. Das ist jedoch kein Grund, um die Tore von Hogwarts zu schließen, und so beginnt für die jungen Menschen das neue Schuljahr, das mal wieder mit jeder Menge Überraschungen aufzuwarten weiß.
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Foto-Show "Harry Potter und der Halbblutprinz"
Wie sollte es auch anders sein: Draco Malfoy (Tom Felton) führt nichts Gutes im Schilde... (Foto: Warner Bros.)Alle Jahre wieder hat Professor Dumbledore (Michael Gambon) das gleiche Problem: Der Verschleiß unter den Lehrern, die die Verteidigung gegen die dunklen Künste unterrichten, ist so groß, dass er Ersatz braucht. Und damit hat nun Snapes (Alan Rickman) große Stunde geschlagen. Für die Zaubertränke hat Dumbledore dagegen einen neuen alten Mann an der Hand: Professor Slughorn (Jim Broadbent), der dereinst schon Thomas Riddle (als 11-Jähriger: Hero Fiennes Tiffin) unterrichtet hat und alles andere als begeistert ist, in den Schulbetrieb zurückzukommen. Doch mit dem großen Harry Potter (Daniel Radcliffe) als Aushängeschild kann Dumbledore den eitlen Geck verlocken. Verlockungen an sich bietet das neue Jahr in Hogwarts en masse: Harry fühlt sich immer mehr zu Ginny (Bonnie Wright) hingezogen, Ron (Rupert Grint) dagegen wandelt bei Lavender Brown (Jessie Cave) auf Freiersfüßen, während bei Hermine (Emma Watson) der Zauberkessel vor lauter Eifersucht überzulaufen droht. Neben der Liebe muss sich Harry mit Hilfe seiner Freunde und mit Unterstützung von Dumbledore auf seine Bestimmung vorbereiten und sich für den Endkampf rüsten. Und Draco (Tom Felton)? Der brütet in einem stillen Kämmerlein und sinnt darauf, mit einer großen Tat Lord Voldemort (Ralph Fiennes) zu beeindrucken...
Kann es für Ginny (Bonnie Wright) und Harry ein Happy End geben? (Foto: Warner Bros.)Joanne K. Rowlings Harry Potter hat geschafft, was nur wenigen vergönnt ist: Keine Romanfigur hat wie er so viele Leser, egal ob jung oder alt, in den letzten Jahren in ihren Bann gezogen. Lange musste die Fangemeinde warten - Schande über den Autorenstreik in Hollywood - bis das sechste Abenteuer des Zauberlehrlings nun über die große Kinoleinwand flimmern kann. David Yates, der den "Orden des Phönix" schon in düstere Bilder kleiden durfte, nimmt auch beim "Halbblutprinzen" auf dem Regiestuhl Platz und kann sich dabei auf das altbewährte Cast der Jungen (Radcliffe, Watson, Grint, Felton) und Alten (Rickman, Gambon, Smith, Bonham-Carter) stützen. Neu an Bord ist Jim Broadbent, der 2001 für "Iris" einen Oscar gewonnen hat. Gemeinsam mit seinem Drehbuchautor Steven Kloves hat sich Yates an eine freie Adaption des Hauptwerks begeben, die an einigen Stellen zu verblüffen weiß, an anderen dagegen die lesenden Fans frustrieren mag, dazu gehört vor allem der geringe Fokus auf den titelgebenden Halbblutprinzen. Letztlich ist dieser "Harry Potter" ein weiterer Schritt in Richtung düsteres Finale, das eine ältere Zuschauerschaft ansprechen will, die er nicht nötiger Weise erreicht. Da auch noch das Sitzfleisch über Gebühr beansprucht werden muss, wird der Hund im Zauberkessel verrückt – schade.
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