01.09.2010, 12:08 Uhr | mth/kranki
Balthazar Blake (Nicolas Cage, li.) bündelt seine Energie. (Foto: Disney)
Fantasy-Freunde mit Hang zu allerlei magischem Gedöns können sich das Warten auf den nächsten "Harry Potter"-Blockbuster jetzt adäquat verkürzen: Denn mit "Duell der Magier" schicken Erfolgs-Produzent Jerry Bruckheimer ("Fluch der Karibik") und Regisseur Jon Turteltaub ("Das Vermächtnis des geheimen Buches") ihre Stars Nicolas Cage, Alfred Molina und Jay Baruchel in ein mit Spezialeffekten vollgepacktes Zauberer-Abenteuer. Dabei präsentiert sich der lose auf dem Disney-Klassiker "Fantasia" basierende Streifen ungleich freundlicher als das apokalyptische Potter-Finale und erweist sich als unkompliziertes Event-Kino, das auch 3D-Technik visuell beeindrucken kann.
Der Film beginnt zehn Jahre in der Vergangenheit. Während einer Klassenreise nach New York verirrt sich der 10-jährige Dave (Jake Cherry) in einem Antiquitätengeschäft. Dort trifft er auf den Inhaber, den verschroben wirkenden Balthazar Blake (Nicolas Cage), der sich selbst als Magier bezeichnet und Dave offenbart, dass auch er ein großes magisches Potenzial besitze. Der verwirrte Dave weiß nicht, was er von all dem halten soll. Als der Junge versehentlich eine Schachtelpuppe zerstört, in der Balthazars Erzrivale, der böse Magier Maxim Horvath (Alfred Molina), für Jahrhunderte gefangen gehalten wurde, kommt es zu einem magischen Duell zwischen Balthazar und Horvath, in dessen Verlauf beide durch einen Zauber für zehn Jahre in einer Urne eingesperrt werden. Vom Kampf bleibt keine Spur zurück, sodass Dave zum Gespött seiner Mitschüler wird, die ihm seine Geschichte nicht glauben wollen.
Heute: Dave (Jay Baruchel) studiert Physik an der Universität von New York und sein Loser-Image klebt nach wie vor an ihm. Was er nicht weiß: Balthazar und Horvath sind aus der magischen Urne entkommen und nun suchen beide nach ihm. Dave ist nämlich der letzte Erbe Merlins und dazu bestimmt, die Welt vor ihrem Untergang zu bewahren, den Horvath gemeinsam mit seiner Geliebten Morgana le Fay, die er aus ihrer Gefangenschaft zu befreien versucht, heraufbeschwören will. Nachdem Balthazar den unbedarften Dave, der in eine Falle Horvaths geraten ist, das Leben gerettet hat, willigt dieser ein, Balthazars Schüler zu werden. Doch worauf sich der tollpatschige Student wirklich eingelassen hat, wird ihm erst klar, als Horvath seine große Liebe Becky (Teresa Palmer) in seine Gewalt bringt und ihr Leben bedroht...
In den USA konnte sich "Duell der Magier" an den Kinokassen nicht durchsetzen, was weniger an der Qualität des Films als an der Konkurrenz durch den Sci-Fi-Knaller "Inception" lag. Das neuste Fantasy-Abenteuer aus dem Hause Disney ist, trotz wenig innovativer Story, alles andere als langweilig. Neben eindrucksvollen Spezial-Effekten hat "Duell der Magier" noch einiges mehr zu bieten: jede Menge Humor, überraschend treffsichere Ironie und einen genialen Nicolas Cage, der in der Rolle des lässigen Meistermagiers Balthazar Blake alle anderen Figuren beinahe in den Schatten stellt. Absolut sehenswert.
Quelle: t-online.de
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