03.06.2009, 19:10 Uhr | mth
Mit Christian Bale und Sam Worthington geht "Terminator" in die vierte Runde. (Foto: Sony)Mit dem vierten Teil der "Terminator"-Reihe verhält es sich wie mit seiner Hauptfigur Marcus Wright (Sam Worthington): Er ist ein Hybrid. Aber während Wright, ein Maschinenwesen mit menschlichem Herz und Gehirn, nur Dank seiner Mischexistenz der Menschheit zum Sieg verhelfen kann, scheitert Regisseur McG bei dem Versuch, bekannte "Terminator"-Elemente mit einem anderen Ansatz zu einem gelungenen Ganzen zu verbinden. Dabei können vor allem die neuen Science-Fiction- und Kriegsfilm-Aspekte überzeugen, während das aus den Schwarzenegger-Filmen liebgewonnene zentrale Duell mit einem schier unbesiegbaren Gegner zu einer emotionslosen Materialschlacht verkommt, die ihre Vorgänger nur schlecht zitiert, anstatt sich von ihnen inspirieren zu lassen. So geht diesem Krieg gegen die Maschinen nach etwa zwei Dritteln die Munition aus, was aufgrund des sehenswerten Beginns von "Terminator - Die Erlösung" sehr schade ist.
Trailer "Terminator - Die Erlösung"
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Kann John (li.) Marcus wirklich vertrauen? (Foto: Sony)Nachdem im letzten "Terminator"-Film die künstliche Intelligenz Skynet die Menschen als Gefahr für die Erde eingestuft und einen atomaren Vernichtungsschlag gegen sie geführt hat, setzt die Handlung nun vierzehn Jahre später ein - mitten im Krieg der Überlebenden gegen die Maschinen-Armee von Skynet. Hoffnungslos unterlegen fällt einem Spähtrupp unter der Führung von John Connor (Christian Bale) eine Information in die Hand, die dem Widerstand einen entscheidenden Vorteil verschaffen könnte. Doch als der Großangriff gegen die Skynet-Zentrale unmittelbar bevorsteht, erfährt Connor, dass sich dort jemand in Gefangenschaft befindet, von dessen Überleben die Zukunft der Menschheit abhängt: Kyle Reese (Anton Yelchin) - der Mann, dem John sein Leben verdanken wird. Nur mit Hilfe des mysteriösen Maschinenmenschen Marcus Wright besteht die Möglichkeit Kyle zu befreien, aber John fragt sich, ob er diesem unerwarteten Verbündeten wirklich vertrauen kann...
Wieder ein fieser Terminator weniger... (Foto: Sony)Endlich bekommen die Zuschauer das zu sehen, was in den ersten drei Teilen von "Terminator" nur angedeutet wurde: den Krieg gegen die Maschinen. Und hier darf McG sein Können für fabelhaft inszenierte Action-Szenen unter Beweis stellen. In düsteren, monochromen Bildern kombiniert er echte Explosionen und reale Action mit computergenerierten Bildern. Das gibt den Kämpfen mit den zum Teil monströsen Killermaschinen eine Unmittelbarkeit, die atemberaubend ist. Die beeindruckenden Soundeffekte, dynamische Handkamera-Sequenzen und die schnellen Schnitte tun ihr Übriges, um ein apokalyptisches Feuerwerk zu entfachen, das in der Champions-League der Action-Blockbuster locker mithalten kann.
Ohne den T-600 kommt auch "Terminator - Die Erlösung" nicht aus. (Foto: Sony)"Terminator - Die Erlösung" hätte wesentlich besser funktioniert, wäre man der Mischung aus Science Fiction, Kriegs- und Endzeitfilm treu geblieben. Doch die Macher waren wohl um den Wiedererkennungswert ihres Produkts besorgt: Wo "Terminator" drauf steht, da soll auch "Terminator" drin sein. Und so werden dann zum Finale hin in einer herz- und hirnlosen Materialschlacht doch noch die ersten Teile der Serie derart ideenlos recycelt und inflationär zitiert (selbst ein Schwarzenegger-Klon muss dafür herhalten), dass der fulminante Beginn des Films in Vergessenheit gerät. Und auch die Logiklöcher in der ohnehin nicht gerade gehaltvollen Story bekommt der wenig geneigte Zuschauer zum vorhersehbaren Ende noch einmal unangenehm vor Augen geführt. So bleibt trotz vieler positiver Eindrücke zuletzt doch ein recht schaler Beigeschmack bei dieser dritten Fortsetzung von James Camerons Action-Klassiker.Kinostart: 4. Juni 2009
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mth
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