23.05.2011, 15:09 Uhr | jho
Lady Gaga ist "Born This Way". (Foto: Nick Knight / Mariano Vivanco / Universal)
Lady Gaga ist eine einzige Reizüberflutung: Schrille Kostüme, schräge Auftritte, bizarre Videos, skurrile Interviews und ganz nebenbei auch jede Menge Singlehits haben die 25-Jährige in knapp drei Jahren zur derzeit erfolgreichsten und bekanntesten Musikerin des Planeten gemacht. So omnipräsent wie die Dame ist, mag man kaum glauben, dass sie jetzt erst ihr zweites Studioalbum nach "The Fame" aus dem Jahr 2008 herausbringt. Mit "Born This Way" festigt die Sängerin ihren Status als Maß aller Dinge im Pop-Business. Hier können Sie das Album herunterladen.
Auf dem Cover ihres Albums sieht man Lady Gaga mit menschlichem Ober- und chromglänzenden Motorrad-Unterkörper. Ein passendes Bild, denn die Symbiose aus Mensch und Maschine, Gesang und Elektro-Computer-Beats, prägt auch ihre Songs. An den Gaga-Sound hat man sich inzwischen gewöhnt, Langeweile kommt beim Hören trotzdem so schnell nicht auf - dafür sorgt die 25-Jährige mit einem Feuerwerk an Ideen und Soundexperimenten. "Born This Way" ist ein Album mit vielen Höhepunkten, die die etwas schwächeren Songs leider gleich umso blasser aussehen lassen. Wenn ihre Titel vielleicht nicht jeden Geschmack treffen oder man sich manchen Track erst erarbeiten muss - Gaga-Fans werden ihre Freude an diesem Album haben.
Gaga startet mit "Marry The Night" noch recht disco-poppig und mit Ohrwurm-Refrain, dem schrägeren Elektro-Pop lässt sie dann vor allem in "Government Hooker" und "Scheiße" freien Lauf. Wie der Name schon andeutet, bringt die Lady in "Scheiße" frech ihre - allerdings doch sehr überschaubaren - Deutschkenntnisse zur Sprache. Der Song mag zuerst vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig sein, erweist sich aber definitiv als eines der Highlights des Albums. Beide Tracks sind wie gemacht für die Clubs dieser Welt, in denen sie garantiert mit Kusshand aufgenommen werden. "Highway Unicorn" dürfte diese Ehre dagegen eher verweigert werden, zu eintönig kommt der Song daher. Auch das düster-melancholische "Bloody Mary" passt mit seinen schleppenden Beats nicht so recht in die Riege der energiegeladenen Songs. "Born This Way" und "Judas", beide noch gemäßigt elektronisch und mit eingängigen Popelementen, haben als Singles ihre Qualitäten dagegen bereits unter Beweis gestellt.
Doch Lady Gaga wäre nicht Lady Gaga, wenn sie nicht einige Überraschungen parat hätte. Allen voran "Americano", das nach vier elektrolastigen Songs plötzlich mit mexikanischen Mariachi- und Latin-Sounds aufwartet. Trompeten, Akustikgitarre und Dancebeats - bei diesem temperamentvollen Track passt alles. Ganz anders wiederum "Electric Chapel", das, wie der Name vermuten lässt, mit allem aufwartet, was die Kirchenmusik so hergibt. Orgel, Glockengeläut, dazu dröhnende E-Gitarren und die unvermeidlichen Dance-Beats machen den Song gleichzeitig zum radiotauglichen Ohrwurm wie auch zum Clubhit.
Auf "Yoü And I" zeigt Gaga dann, wie sie klingen könnte, wäre sie die Sängerin einer Poprock-Band. Adieu Dancebeats, hallo Gitarre, Schlagzeug und Klavier: Ein bisschen erinnert der Song mit Rock- und Country-Elementen an Bon Jovi im Gaga-Style - auch das steht ihr. Das altgediente Saxofon holt die Lady sogar gleich zwei Mal aus der Mottenkiste: Zuerst in "Hair", einem balladesken, recht persönlichen Song über - genau - ihre Haare: "I am as free as my hair" besingt Gaga ihre Dauer-Verwandlungen auf dem Kopf. In "The Edge Of Glory" darf das Saxofon dann zum zweiten Mal durchstarten - was dem eingängigen, aber leider auch austauschbaren Poptitel noch einmal eine besondere Note verleiht, ihn letztlich aber auch nicht rausreißen kann. Auch eine Lady Gaga erfindet auf "Born This Way" das musikalische Rad nicht neu, sondern webt diverse Inspirationsquellen und Ideen zu einem Gesamtkunstwerk zusammen. Und das gelingt ihr einwandfrei.
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Quelle: t-online.de
lalala schrieb:
am 30. Mai 2011 um 23:09:24
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@Maurice
aber Madonna nervt mittlerweile auch extrem..will doch keiner wissen, wie oft sie ihre Lover wechselt
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Lea schrieb:
am 23. Mai 2011 um 13:58:30
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Lady Gaga
Den ganzen Rummel um diese Tante kann ich nicht verstehen.Die Musik klingt fast immer gleich,alles künstlich im Studio an den
Reglern hochgezogen und dann zieht sie sich alberne Klamotten an und die Leute machen Geld locker,es ist immer die gleiche Masche.Ich höre auch gerne Rockmusikaber die müssen es auch live auf der Bühne singen können,da brauche ich nicht so ein Bühnenzauber.Ich bin für echte gute Musik!
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Maurice schrieb:
am 23. Mai 2011 um 12:13:27
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Lady Gaga
Also ich finde auf diesem Album ist leider kein einziger Song der so genial ist wie ihre vorherigen Singleauskopplungen aus dem
ersten Album. Schade eigentlich, ich denke sie wird in zwei Jahren wieder verschwunden sein von der Bildoberfläche......Leider ist sie keine zweite MADONNA!
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