09.02.2011, 10:08 Uhr | dapd / dh /CK / dpa
Miese Einschaltquoten für Lena Meyer-Landrut und "Unser Song für Deutschland" (Foto: dpa)
Am Montagabend lief das zweite Halbfinale von "Unser Song für Deutschland": Mal wieder stand alleine Lena Meyer-Landrut auf der Bühne, mal wieder sang sie sechs Songs, mal wieder sollten die Zuschauer die besten wählen. "Wie langweilig", denken Sie jetzt? Und fragen sich, wer sich das noch anguckt? Tja, die Antwort lautet: Fast niemand. Denn die Lena-lastige Liedsuche für den Eurovision Song Contest 2011 wurde gestern von den Zuschauern gnadenlos abgestraft. Beim Gesamtpublikum schalteten gerade mal 1,82 Millionen Zuschauer ein - ein Marktanteil von nur 5,5 Prozent. Und auch bei den 14- bis 49-Jährigen sah es nicht besser aus. Nur 9,1 Prozent der Zielgruppe (1,25 Mio. Zuschauer) wollten Lena sehen - in der Vorwoche waren es noch 13,2 Prozent gewesen.
Wie gering der ProSieben-Marktanteil am Montag war, wird deutlich, wenn man ihn mit den Einschaltquoten der anderen Sender vergleicht. Die "Hindenburg" auf RTL etwa kam insgesamt auf satte 7,0 Millionen Zuschauer und bei den jüngeren immerhin auf 4,43 Millionen. Auch VOX überrundete Lena - 1,84 Millionen jüngere Krimifans verfolgten "CSI:NY" und sorgten für einen überragenden Marktanteil von 13,1 Prozent. Und selbst RTL II mit seiner Doku-Soap "Die Geissens - Eine schrecklich glamouröse Familie" konnte ProSieben knapp überholen. 1,27 Millionen jüngere TV-Zuschauer wollten die Proll-Millionäre sehen - damit erreichten "Die Geissens" den gleichen Marktanteil wie "Unser Star für Oslo", nämlich 9,1 Prozent.
Auch der Verlust von über vier Prozent Marktanteil, den "Unser Song für Deutschland" im Vergleich zur Vorwoche einfuhr, spricht Bände. Schließlich hatten viele Kritiker schon im Vorfeld befürchtet, dass drei Lena-Shows (zwei Halbfinals plus Finale) zuviel werden könnten und eine einzige Show ausgereicht hätte. Diese Befürchtung hat sich nun ganz offensichtlich bewahrheitet. Eine herbe Schlappe für Lena Meyer-Landrut und ihren erfolgsverwöhnten musikalischen Ziehvater Stefan Raab - und wohl eine Genugtuung für alle, die Lenas Titelverteidigung schon immer für eine Schnapsidee hielten.
Schon in der Show am Montag war für das ESC-Dreamteam vom Vorjahr nicht alles rund gelaufen. Die Jury, bestehend aus Anke Engelke und Sängerin Joy Denalane, hatte nicht mit negativer Kritik gespart. Nachdem Anke Engelke etwa den Text des Songs "Teenage Girls" als "beknackt" bezeichnet hatte, urteilte Sängerin Joy Denalane pointiert: "Hat mir nicht gefallen und ich finde das steht ihr auch nicht."
Auch bei den übrigen Liedern äußerten Engelke und Denalane freimütig ihre Kritik. Bei dem vom amerikanischen Sänger Aloe Blacc ("I Need A Dollar") komponierten Song "At All" fehlte Engelke "das gewisse Etwas" und nach der Ballade "Push Forward" zeigte sich die Komikerin skeptisch, ob das Lied die Zuschauer "direkt packt". Denalane zweifelte, ob die beiden Songs für den Grand Prix geeignet seien.
Lena Meyer-Landrut selbst hatte am Montag noch ein positives Fazit nach den beiden Halbfinals von "Unser Song für Deutschland". "Ich habe das Gefühl, es ist ganz gut angekommen", sagte die 19-Jährige nach der Show der Nachrichtenagentur dapd. Ob sie das heute nach der Quotenbekanntgabe noch genauso sieht?
Das Finale des deutschen Vorentscheids "Unser Song für Deutschland" findet am 18. Februar statt und wird im Ersten ausgestrahlt. Dort wählen die Fernsehzuschauer aus den sechs Song aus den Halbfinals den Beitrag für Deutschland aus. Am 14. Mai steigt dann das große Finale des Eurovision Song Contest in der Düsseldorfer Arena mit Lena als Titelverteidigerin. Erst dann wird sich wohl zeigen, ob die miesen Einschaltquoten für "Unser Song für Deutschland" ein Zeichen für Lena-Übersättigung sind, oder ob die quirlige Sängerin mit ihrem Charme doch noch einmal Europa verzaubern kann.
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Quelle: dpa , t-online.de , dapd
Heidi schrieb:
am 8. Februar 2011 um 17:27:36
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Katastrophale Quote für "unser Song für Deutschland"
Hoffentlich wird es nicht mehr ingnoriert, daß man diese Frau einfach nicht sehen
will. Lena ist einfach eine Zumutung.
Es ist schon eine Schande, daß sie die goldene Kamera bekommen hat, da gibt es doch wirklich Andere.
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emil schrieb:
am 8. Februar 2011 um 17:26:56
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Lena
dafür ist der verbrauchte Strom zu schade
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Kritiker schrieb:
am 8. Februar 2011 um 17:26:38
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Lena
Eine bessere Reklame ihrer neuen CD ist kaum möglich, aber für "unser Song für Dutschland" waren alle Songs nicht geeignet. Ich
glaube Lena wird verheizt und Stefan Raab kriegt den Hals nicht voll. Schade alles.
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