19.08.2011, 11:59 Uhr | AFP
Madonna scheitert mit Schulprojekt in Malawi. (Foto: dpa)
Das verlassene Gelände in Chinkhota nahe der malawischen Hauptstadt Lilongwe sieht aus wie ein alter Steinbruch. Nichts erinnert an den glanzvollen Festakt im April 2010, als US-Star Madonna in dem kleinen Dorf einen Grundstein mit den eingravierten Worten "Wage zu träumen" legte. Eine Mädchenschule für umgerechnet 10,6 Millionen Euro sollte hier entstehen. Nun sind einige Millionen verschwunden oder verschleudert, die Träume von einer Mädchenschule für das bitterarme Land im Südosten Afrikas sind zerplatzt.
"Das wurde jetzt nur ein Fußballplatz", sagt Ortsvorsteher Binson Kalenga. Die Planierraupen stehen schon lange still auf dem kahlen, terrassierten Gelände, ein Jahr nach der Grundsteinlegung waren die großen Pläne bereits Makulatur. Inzwischen wurde die Popdiva sogar von entlassenen Angestellten verklagt. Mit ihrem Antrag auf Einstellung des Verfahrens scheiterte sie am Dienstag vor Gericht, die Vorwürfe der Ex-Mitarbeiter, ihre Kündigungen aufgrund des Strategiewechsels von Madonnas Hilfsorganisation Raising Malawi seien illegal, sollen gehört werden. Gegen Raising Malawi ermitteln zudem die US-Finanzbehörden und die malawische Regierung untersucht Zahlungen, die für das Grundstück geflossen sind.
"Am Anfang habe ich das Vorhaben begrüßt, doch ich war auch sehr skeptisch", sagt Paul Kalilombe von der Verwaltung des Distrikts Lilongwe über Madonnas Pläne für die Mädchenschule. "Es gab einfach zu viel Publicity, bevor überhaupt etwas gebaut wurde." Die Probleme begannen bereits mit dem Verkauf der Grundstücke an Raising Malawi, der über die Regierung abgewickelt wurde. "Es scheint so, als ob es Geister-Bewohner gab. Auf der Liste der Empfänger gibt es Namen, die vielleicht von Beamten eingefügt wurden, die an der Praxis beteiligt waren", sagt Kalilombe und spielt damit auf Veruntreuung von Geldern an. "Aber dies wird zurzeit von der Finanzpolizei untersucht."
Die Bewohner von Chinkhota können sich nicht erklären, warum ihre Felder ruiniert wurden und die Schule trotzdem nicht errichtet wird. "Die Leute waren einfach überrascht, dass nichts gebaut wird", sagt die 52-jährige Tsiyent Foroyati. Von Madonna hörte sie erst, als die US-Sängerin zwei malawische Kinder adoptierte. Als größte Landbesitzerin erhielt Foroyati umgerechnet 140 Euro Entschädigung, gefordert hatte sie 13.800 Euro. Nun muss die Familie für 23 Euro einen Acker pachten. "Auch wenn das Projekt weitergeht, wären wir sauer - wo sollen wir denn jetzt Gemüse anbauen?" sagt Foroyati. "Das größte Problem ist, dass es sehr schwierig wäre, auf dem Land wieder etwas anzubauen, selbst wenn wir es zurück bekämen."
Von Raising Malawi wurden keine Fragen beantwortet. Im Januar sagte Madonna das Schulprojekt offiziell ab: Das Geld solle stattdessen bereits bestehenden Schulen im Land zugute kommen. Nach einem Bericht der US-Zeitung New York Times hatte Madonna eine Betriebsprüfung veranlasst. Ergebnis: 2,7 Millionen Euro sind bereits in dem Projekt versickert. Die Untersuchung ergab eine "verblüffende Verantwortungslosigkeit" beim Management in Malawi und den USA.
Madonna investierte Millionen in die Unterstützung von Kindern in dem südostafrikanischen Land, in dem 39 Prozent der Bevölkerung von weniger als 70 Cent am Tag leben. Im Mphandula Child Care Centre in Namitete westlich von Lilongwe hängt ein verblichenes Bild der Diva mit ihrem Ex-Ehemann Guy Ritchie an einer der Anschlagtafeln. Sie finanzierte das Gemeindehaus, das täglich mehr als 200 Kinder mit Essen versorgt. Verwaltungsvertreter Kalilombe glaubt, dass auf dem Gelände in Chinkhota nun ein Waisenhaus geplant sei. Was die Schule angeht, so hätte Madonna mit einer bestehenden Organisation zusammenarbeiten sollen, meint er. Diese hätte besser gewusst, "was hier vor Ort so passiert".
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Quelle: t-online.de
Dead End schrieb:
am 19. August 2011 um 19:52:46
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Falscher Weg
Wenn sich die Weltbevölkerung uneingeschränkt mit der gegenwärtigen Wachstumsrate vermehrt, wird im Jahr 3530 die Gesamtmasse
an Fleisch und Blut so groß sein wie die Gesamtmasse der Erde. Im Jahr 6826 würde sie der Gesamtmasse des derzeit bekannten Universums entsprechen. Daran sollte man erkennen das es nix nützt einfach nur für essenslieferungen zu zahlen! Wenn jetzt 12 ;io Menschen verhungern ist das die folge dieser Politik und das wird nicht bei den 12 Mio bleiben ...:-(
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so lala schrieb:
am 19. August 2011 um 16:26:51
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(2)
Madonna
Anstatt sich einen ordentlichen Ruf mit ihrer Musik anzueignen, macht sie doch lieber mehr Schlagzeilen mit irgendwelchen Lovern oder
Ähnlichem.
Die Frau nervt einfach nur noch.
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Robert schrieb:
am 19. August 2011 um 14:13:41
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Entwicklungsländer entwickeln sich selten
Leider ist die Mentalität in Entwicklungsländer nicht eingestellt auf Entwicklung. Ich habe es
mal versucht mit Indonesier. Sie investieren das Geld nicht, sondern brauchen es auf und stehen dann wieder in die gleiche 0-Position. Das war so, das ist so und das bleibt (leider!) so. Spende mal an eine sichere Stelle, nabei.
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