Mark Medlock - ein fieser Schläger? (Foto: imago)Erst kämpfte er sich in den Charts nach oben, jetzt lässt er die Fäuste sprechen: Angeblich soll Deutschlands Superstar Mark Medlock einen Mann brutal verprügelt haben. Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt bereits gegen ihn wegen Verdachts der Körperverletzung. Die Vorwürfe gegen den Offenbacher sind schwer: Mark Medlock soll den Computerfachmann Frank W. in einer Sauna mit Fäusten blutig geschlagen haben, so dass er danach sogar ins Krankenhaus musste. Gegenüber der "Bild"-Zeitung bestätigte Staatsanwalt Michael Grunwalt: "Es liegt eine Strafanzeige wegen Körperverletzung gegen Herrn Medlock vor, der wir in einem Ermittlungsverfahren nachgehen." Die Tat soll sich am 24. November um 2 Uhr morgens an der Bar des Saunabereichs des Berliner "Krumme-Bads" ereignet haben.
Das Opfer Frank W. schildert den Vorfall folgendermaßen: "Ich stand an der Bar und unterhielt mich. Ich hatte Medlock schon vorher gesehen und mich mit ihm unterhalten. Da war er ganz nett. Plötzlich bekam ich von ihm ohne Vorwarnung einen harten Schlag ans linke Auge. Kurz darauf bekam ich von ihm einen zweiten Schlag an den Kopf, sodass ich zu Boden fiel und blutete." Doch allein bei Handgreiflichkeiten blieb es nicht: Medlock schrie Frank W. an: "Ich f*** dich und du nicht mich! Du kleine Schwuchtel, du!' Warum Medlock so ausrastete, weiß ich nicht." Einige Zeugen mussten Frank W. angeblich vor dem aufgebrachten "Superstar" schützen. Er soll dann fluchtartig die Bar verlassen haben. Im Krankenhaus "Charité" diagnostizierten die Ärzte ein Hämatom unter dem linken Auge, sowie Prellungen an Jochbein und Oberlippe. Frank W. erstattete Strafanzeige. Der Angeklagte Medlock wollte sich laut "Bild" gestern nicht zu den Vorwürfen äußern.
Doch bei diesem Fall alleine bleibt es nicht. Gegen Medlock ermittelt die Staatanwaltschaft auch noch wegen sexueller Nötigung. So soll der Sänger im vergangenen Oktober dem jungen Andreas M. (damals 20) während einer Privatparty an dessen Geschlechtsteil gegriffen haben. Medlock habe sich in die Toilette gedrängt, als Andreas M. dort urinieren wollte. Dieser wandte sich daraufhin mit einer eidesstattlichen Versicherung an die Staatsanwaltschaft. M's Anwalt Markus Roscher sagte gegenüber dem Kölner "Express": "Mein Mandant hat sich gar nicht wehren können." Jedenfalls ermittelt die Staatsanwaltschaft seit einigen Monaten und lässt Zeugen vernehmen.