17.05.2010, 10:38 Uhr | RE
Milla Jovovich und Ali Larter in "Resident Evil: Afterlife" (Foto: Cinetext)
Milla Jovovich geht wieder auf Zombie-Jagd: In "Resident Evil: Afterlife" wird sie bereits zum vierten Mal als Action-Heroin Alice gegen die Untoten in den Krieg ziehen. Wie man dem neuen Trailer bereits entnehmen kann, braucht sie sich dank ausgereifter Martial-Arts-Künste und einem großen Waffenarsenal vor keinem männlichen Actionstar zu verstecken.
Doch damit nicht genug: An ihrer Seite kämpft die nicht minder toughe "Heroes"-Darstellerin Ali Larter als Claire, womit der Film gleich zwei weibliche Schönheiten in schlagkräftigen Rollen aufweisen kann. "Resident Evil: Afterlife" steht damit bezeichnend für einen neuen erfreulichen Trend in Hollywood, Action-Rollen zunehmend auch mit weiblichen Darstellern zu besetzen. Ihr Vorteil: Sie bleiben selbst bei den größten Explosionen stets auch sexy...
Es war jedoch ein langer Weg, den die Damenwelt in Hollywood gehen musste, um in der von Männern dominierten Action-Szenerie ernst genommen zu werden. Einen großen Anteil daran hat sicherlich "Avatar"-Regisseur James Cameron, der Mitte der 80er Sigourney Weaver mit Maschinengewehr und Flammenwerfer gegen die "Aliens" in den Kampf schickte. Niemals zuvor hatte sich jemand in Hollywood getraut, einen teuren Blockbuster mit einer Frau in der Hauptrolle zu besetzen. Doch Weaver schaffte es, sich in der Rolle von Ellen Ripley gegen eine Horde knallharter Marines und eine fünf Meter hohe Alien-Königin durchzusetzen. Da sie im Gegensatz zu den meisten männlichen Actionstars auch sehr gut schauspielern kann, wurde sie gleich noch für einen Oscar als "beste weibliche Hauptdarstellerin" nominiert. In "Terminator 2" setzte Cameron sogar noch einen drauf und verwandelte die zarte Linda Hamilton in eine knallharte Elite-Soldatin. Um sich für ihre Rolle als Sarah Connor vorzubereiten, absolvierte Hamilton ein rigoroses Militärtraining, wo sie neben den Umgang mit Waffen auch noch verschiedene Nahkampftechniken erlernte.
Nach Hamiltons Auftritt fing Hollywood an zu begreifen, dass Frauen in Action-Filmen einen größeren Beitrag leisten können, als hübsch auszusehen und gerettet zu werden. Angefangen bei den Bond-Girls, die plötzlich eigene Kampfszenen hatten und nicht mehr als IQ-lose Bettgespielinnen für 007 verschwendet wurden, über Angelina Jolie als Lara Croft in "Tomb Raider" bis zu Uma Thurman in Quentin Tarantinos "Kill Bill" darf nun auch das weibliche Geschlecht seine Schlagkraft demonstrieren. Was in den von Stallone- und Schwarzenegger-Filmen geprägten 80er Jahren noch undenkbar gewesen wäre, ist heutzutage die Regel - Frauen mit coolen Sonnenbrillen, die sich ihren Weg durch Horden von Monstern freischießen, anschließend den Bösewicht in Kung-Fu Manier bearbeiten und ihn abschließend mit einem lässigen Spruch ins Jenseits befördern. Egal, ob Scarlett Johansson in "Iron Man 2" oder die junge Chloë Morets in "Kick-Ass": Die Zeiten, in denen die Rolle einer Frau darauf beschränkt war, gut auszusehen und im Minutentakt um Hilfe zu schreien, damit Stallone & Co sie retten und ins Bett bringen durften, sind endgültig vorbei. Willkommen zur Emanzipation des Action-Kinos!
Quelle: t-online.de
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