20.02.2010, 13:54 Uhr | BAL/SKO
Mythen über Musiker: Lebt Elvis versteckt als Mafia-Kronzeuge? (Foto: dpa)
Es war der Nachmittag des 16. Augusts 1977, als die Ärzte des Baptist Memorial Hospitals in Memphis den Tod des unumstrittenen „Kings Of Rock’n'Roll“ feststellten. Elvis Aaron Presley verstarb im Alter von 42 Jahren an Herzversagen. Seitdem ranken sich die wildesten Mythen und Gerüchte um den Sänger, dessen Ableben von so manchem Fan nicht einfach hingenommen wird.
Die Verschwörungstheoretiker unter ihnen wittern ein Komplott und behaupten, dass Presley in einem aufsehenerregenden Prozess gegen führende Mafiafamilien aussagen sollte und daher in ein Kronzeugenschutzprogramm des Geheimdienstes FBI aufgenommen werden musste. Andere wiederum haben noch eine weitaus unglaublichere Geschichte auf Lager: Ihnen zufolge soll der „King“ von Außerirdischen auf den Planeten Mars entführt worden sein. Hin und wieder soll er aber der Erde einen Besuch abstatten und zwar auf der US-Militärbasis „Area 51“ in der Wüste Nevadas. Elvis Presley ist aber nicht der einzige Prominente, der das Opfer aberwitzigster Spekulationen wurde. In unserer Foto-Show zeigen wir noch weitere Kandidaten.
Auch Musiker der jüngeren Generation kriegen in Sachen Gerüchteküche ordentlich ihr Fett ab. So auch der stets auf sein skandalöses Image bedachte Glam-Rocker Marilyn Manson. Dieser soll als Kind in einer TV-Serie namens "Wunderbare Jahre" den süßen Buben "Paul Pfeiffer" gespielt haben - ein Umstand, der Mansons heutigem Image als Bösewicht der Musikszene so gar nicht dienlich wäre. Ins Reich der Fantasien gehört aber wohl vor allem die Story, wonach dem zigfach umoperierten und bis zur weißen Hautfarbe gebleichten Michael Jackson bei einem seiner zahllosen TV-Auftritte glattweg die Nase abgefallen sei - eine Szene, die ganz sicherlich nicht nur Jackos Fans allzu gerne noch einmal selbst sehen würden.
Dennoch sind es besonders die Alt-Rocker, um die sich die zähesten Mythen ranken. Die Eagles etwa sorgten seinerzeit nicht nur mit ihrem Schmachtsong "Hotel California" für Aufmerksamkeit. In heller Aufregung waren ihre Fans auch, als es hieß, dass der in dem Song beschriebene Bau keineswegs ein Hotel, sondern eine von Satanisten bewohnte Kirche sei und die Musiker obendrein dem Okkultismus verfallen seien. Die Bandmitglieder von The Who ("My Generation"), die für ihre wilden Shows samt zerschlagenen Gitarren berühmt sind, sollen ihre zerstörerische Leidenschaft Gerüchten zufolge nicht nur auf der Bühne, sondern auch in Hotels ausgelebt haben - ein Hausverbot in Hotels der "Hilton"-Kette sei die Folge gewesen. Immer wieder gern gestreut wird auch die Behauptung, dass die Anfangsbuchstaben "LSD" im Beatles-Titel "Lucy In The Sky With Diamonds" auf die Erfahrungen der Pilzköpfe mit der gleichnamigen Droge abstellt. Zumindest dieser Mythos wurde aber inzwischen widerlegt: Der Titel geht schlicht und ergreifend auf ein Bild zurück, das Lennons Sohn im Alter von vier Jahren von einer damaligen Freundin namens Lucy im Kindergarten gemalt hatte.
Quelle: t-online.de
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