05.03.2010, 11:38 Uhr | afp/dpa/dh
Naomi Campbell hat sich mit ihrem Chauffeur versöhnt. (Foto: dpa)
Was geschah wirklich in Naomi Campbells Cadillac? Erst berichtete ihr Fahrer, das Supermodel habe ihn heftig attackiert - nun entschuldigt er sich für diese Aussage und behauptet, es habe sich um ein "Missverständnis" gehandelt.
Miodrag Mejdina ließ am Donnerstag über seinen Anwalt erklären, er bedauere es, sich an die Polizei gewendet zu haben. "Ich war wütend und habe überreagiert", so der 27-Jährige. "Diese ganze Sache hat ein ungeahntes Ausmaß angenommen und ich entschuldige mich bei Miss Campbell, dass das passiert ist." Am Dienstag hatte das noch ganz anders geklungen: Da hatte Mejdina gegenüber der Polizei ausgesagt, Campbell habe ihn so stark geschlagen, dass sein Kopf auf das Lenkrad schlug. Auf die Frage, ob sein Mandant dafür bezahlt wurde, nun auf eine Anzeige zu verzichten, sagte Mejdinas Anwalt laut "spiegel.de": "Unser Statement steht für sich. Wir geben keinen weiteren Kommentar ab."
Naomi Campbell jedenfalls äußerte sich umgehend und sehr zufrieden zum Statement ihres Chauffeurs: "Ich versuche jeden mit Respekt zu behandeln und freue mich, dass der Fahrer sich entschuldigt hat", teilte sie am Donnerstag dann mit. Für sie sei die Angelegenheit damit beendet. "Ich würde die vergangenen Tage gerne hinter mir lassen und nach vorne schauen."
Campbell gilt als launisch und - gelinde gesagt - unbeherrscht. In den vergangenen zehn Jahren griff sie sieben Mal Angestellte an, rechnete die "New York Post" vor. Meistens waren es Mobiltelefone - zuweilen mit edlen Steinen besetzt - die sie Hausmädchen oder Assistentinnen an den Kopf warf. Auch ein zerkratztes Gesicht zählte die Zeitung auf. Vor fünf Jahren beschuldigte eine Frau Campbell, ihr ins Gesicht geschlagen zu haben - weil sie das gleiche Kleid getragen hatte.
Campbell war schon im Juni 2008 zu 200 Stunden Sozialdienst verurteilt worden. Sie war ausgerastet, als ihr ein Pilot persönlich gesagt hatte, dass sich wegen eines fehlenden Gepäckstücks der Abflug verzögere. "Die haben meine Scheißtaschen verloren, holt die Presse", hatte sie in ihr Mobiltelefon gebrüllt und dem Piloten vorgeworfen, Rassist zu sein: "Sie würden das nicht tun, wenn ich weiß wäre". Herbeigerufene Polizisten wurden von Campbell getreten - mit spitzen Stilettos. Ein Jahr zuvor hatte sie als Strafe in New York bei den Stadtreinigern arbeiten müssen und dabei auch auf Knien Toiletten geputzt. Ihre Kurzzeitvorgesetzten waren durchaus zufrieden mit Campbell. Gekommen war sie dabei im Pelz, abgefahren im Rolls Royce.
Quelle: AFP
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