21.09.2010, 13:27 Uhr | RE / CK / bas
Glück gehabt: Nach ihrem Schuldeingeständnis muss die Hotelerbin nicht hinter Gitter. (Foto: Reuters)
Glück für Society-Luder Paris Hilton: Nachdem sie im letzten Monat wegen Verdachts auf Drogenbesitz in Las Vegas vorübergehend festgenommen worden war, muss sie nun nicht hinter Gitter. Hilton hat sich zum Kokainbesitz bekannt und ist damit einer drohenden Haftstrafe entgangen. Ein Richter in Las Vegas verurteilte die 29-jährige Hotelerbin am Montag zu einem Jahr Bewährungsstrafe.
Sollte sie in dieser Zeit erneut verhaftet werden, müsse sie ein Jahr ins Gefängnis, warnte Richter Joe Bonaventure vom zuständigen Clark County in Nevada. "Zweck dieser Strafe ist, dass sie ihr Verhalten ändert", mahnte der Richter nach Angaben des "People"-Magazins. Das Kreisgefängnis sei "kein Waldorf-Astoria", fügte er unter Anspielung auf das New Yorker Luxushotel an, das zur Hilton-Kette gehört.
Das blonde Partygirl war wegen Kokainbesitzes und Behinderung der Polizei angeklagt worden, nachdem eine Verkehrskontrolle in Las Vegas Ende August ein knappes Gramm Kokain bei ihr ans Tageslicht befördert hatte. Hilton versuchte sich zunächst damit herauszureden, dass sie die Tasche von einer Freundin geliehen habe und nichts von der illegalen Droge wisse. Ursprünglich hatte das Party-Girl beteuert, dass das Kokain, welches bei einer Auto-Kontrolle in ihrer Tasche gefunden worden war, nicht von ihr gewesen sei. "Ich schwöre es bei meinem Leben", so die Millionenerbin laut "TMZ.com". "Jeder weiß, wie sehr ich gegen Kokain bin." Nun hat sie den Drogenbesitz doch zugegeben: In der anschließenden Bewährungszeit wird sie sich nicht einmal kleinste Vergehen erlauben dürfen, denn selbst bei Fehlverhalten im Straßenverkehr wird die Bewährung aufgehoben und sofort in eine Haftstrafe umgewandelt.
Dementsprechend zufrieden zeigt sich der zuständige Staatsanwalt David Roger: "Wir haben eine Lösung gefunden, die uns die volle Kontrolle über ihre Zukunft gibt. Sollte sich Paris nicht aus weiterem Ärger raushalten, wandert sie für ein Jahr ins Gefängnis. Da gibt es dann auch keine Diskussionen mehr", so Roger. Paris Hiltons Anwalt David Chesnoff ist zuversichtlich, dass seine Klientin die Auflagen erfüllen wird. "Ms. Hilton versteht die Ernsthaftigkeit der Situation und weiß die Chance, die ihr gegeben wurde, sehr zu würdigen. Sie muss sich jetzt aus allem Ärger heraushalten."
Ob die 29-Jährige ihre Lektion tatsächlich begriffen hat, darf allerdings bezweifelt werden. Erst im Juli war sie am Rande der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika gemeinsam mit einer Freundin wegen des Verdachts auf Drogenbesitz festgenommen worden. Die Freundin gestand schließlich, dass das gefundene Marihuana ihr gehörte. Der Vorwurf gegen Hilton wurde fallengelassen. Zudem hatte sie vor drei Jahren weltweites Aufsehen erregt, weil sie wegen Trunkenheit am Steuer zu 45 Tagen Gefängnis verurteilt wurde. 23 Tage saß sie ab und erklärte nach ihrer Freilassung, dass sie im Gefängnis über ihr Luxusleben nachgedacht habe und helfen möchte, Geld für Kinder und zur Heilung von Brustkrebs und Multipler Sklerose zu sammeln.
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Quelle: t-online.de
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