07.09.2010, 14:09 Uhr | sgü
Schauspieler Paul Hogan fuhr mit falschem Bart nach Hause. (Foto: splashnews)
Dieser Kerl hat wirklich Humor: Mit einem überdimensionalen Klebebart trat "Crocodile Dundee"-Darsteller Paul Hogan seinen Rückflug in die USA an. Aufgrund mutmaßlicher Steuerschulden war der 70-jährige Schauspieler seit Mitte August in Down Under festgehalten worden. Doch kaum war ihm die Genehmigung zur Ausreise erteilt, machte er sich auch schon vom Acker - und sorgte mit seiner originellen Tarnung für jede Menge Presserummel.
Mit seinem XXL-Schnauzer im Gangster-Stil wollte Paul Hogan eindeutig den australischen Steuerbehörden zeigen, wie ernst er sie nimmt: Er grinste wie ein Honigkuchenpferd in die Kameras. Sein Anwalt Andrew Robinson sagte über die Maskerade: "Ich schätze, er hat vielleicht gedacht, wenn er als Flugrisiko gilt, sollte er sich auch dementsprechend kleiden."
Nach seiner Landung in Los Angeles ließ es sich der Schauspieler nicht nehmen, die Steuerbehörde auch verbal abzuwatschen: "Ich bin im großartigen Steuerparadies, den USA, angekommen, wo die Leute vom Finanzamt, anders als bei uns, noch wahre Gentlemen sind."
Der Krokodiljäger ist überzeugt davon, dass er den Rückflug nach Los Angeles der weltweiten öffentlichen Aufmerksamkeit zu verdanken hat. Dazu sagte er: "Es war so in der Art: Wie? Sie lassen dich nicht gehen? Was ist mit dem Grundsatz unschuldig, bis das Gegenteil bewiesen werden kann?"
Hogan war Mitte August zur Beerdigung seiner Mutter ins australische Sydney geflogen und dort von einem von den Steuerbehörden verhängten Ausreiseverbot überrascht worden. Medienberichten zufolge geht es um ausstehende Forderungen in Millionenhöhe. Hogan soll die Summe am Fiskus vorbei auf ausländischen Konten deponiert und die wahren Einnahmen aus der "Crocodile Dundee"-Trilogie verschleiert haben. Gegenüber dem australischen TV-Sender Network Ten bestritt der 70-Jährige allerdings, überhaupt Steuern hinterzogen zu haben.
Eine Begleichung der Schulden sei ihm indes nicht möglich, betont Hogan immer wieder. "Ich kann nicht mal zehn Prozent von dem bezahlen, was sie fordern, und sie wollen ja auch nicht nur zehn Prozent davon", sagte Hogan. Er klagte, die Behörde wolle doch bloß ein abschreckendes Exempel an einer berühmten Persönlichkeit statuieren.
Hogan befindet sich bereits seit fünf Jahren im Clinch mit den australischen Steuerbehörden. Noch ist der Fall aber nicht zu den Akten gelegt. Die Ermittlungen laufen weiter.
Quelle: t-online.de
Steuerzahler schrieb:
am 7. September 2010 um 15:33:18
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Australien
Mit den Aussies ist schlecht Kirschen essen. Den Hamilton wollten sie ärgern, weil er mal mit seinem Mercedes ein bisschen Gas
gegeben hat, Crocodile Dundee wollten sie wegen nicht erwiesener Steuerschulden festhalten, einen Besucher verhaften sie wegen Pornos auf dem Laptop am Flughafen und wer einen getrunken hat, darf in verschiedenen Bundesstaaten in Australien nicht einmal den Autoschlüssel in der Tasche haben. (Kein Witz)
Also mit der Justiz dort sollte man höchst vorsichtig sein.
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