15.02.2012, 12:16 Uhr | LS
Sie war eine der besten deutschen Nachwuchsschauspielerinnen, preisgekrönt und am Beginn einer großartigen Karriere. Doch am 4. Juli 2011 endete das junge Leben von Maria Kwiatkowsky viel zu früh. Im Alter von 26 Jahren starb sie an einem Herzstillstand. Der "Polizeiruf 110: Einer trage des anderen Last" war ihr letzter vollendeter Film. Am 19. Februar, 20.15 Uhr läuft er im TV.
Darin spielt sie eine junge Frau, die ihre kriminelle Vergangenheit hinter sich gelassen hat. Die das Abitur nachgemacht hat und nun ihrerseits straffälligen Jugendlichen als Sozialarbeiterin hilft. Doch nach dem Mord an ihrem Bruder, zu dem sie fünf Jahre lang keinen Kontakt hatte, holt die Vergangenheit sie wieder ein...
Die innere Zerrissenheit, mit der Maria Kwiatkowsky diese Rollen spielt, könnte man als Abbild ihres wahren, von Zweifeln geplagten, Ichs verstehen. Im Jahr 2005 steckte sie - aus "privater und beruflicher Frustration" - einen Kindergarten in Berlin in Brand. Ein psychologisches Gutachten bescheinigte der damals 20-Jährigen eine "emotionale Fehlentwickelung". Sie wurde zu einer zweijährigen, zur Bewährung ausgesetzten Jugendstrafe verurteilt, und sollte sie sich zwei Jahre lang einer Psychotherapie unterziehen.
Doch diese Ereignisse waren sechs Jahre her, als man Maria Kwiatkowskys Leichnam Anfang Juli 2011 in ihrer Berliner Wohnung fand. Inzwischen war sie eine gefeierte Schauspielerin, hatte in Krimiserien wie "Bloch", "Kommissarin Lucas" und "Kommissar Stolberg" sowie vielen Theaterproduktionen mitgespielt. "Ich habe sie als gescheit erlebt und als jemand, der seinen Beruf außerordentlich ernst nimmt", erinnert sich "Polizeiruf"-Regisseur Christian von Castelberg an die Dreharbeiten im Frühjahr 2011 in Rostock. "Sie gehörte zu den Schauspielern, denen man sehr viele Freiräume lässt. Man spricht mit ihnen über ihre Rolle und lässt sie dann machen."
Nach dem Ende der Aufnahmen für den Rostocker "Polizeiruf 110" stand Maria Kwiatkowsky bis zu ihrem Tod noch mit Mario Adorf für den Film "Die Erfindung der Liebe" vor der Kamera. In dem zu zwei Dritteln fertig gestellten Werk hatte sie die weibliche Hauptrolle inne - eine Schauspielstudentin, die eine sterbenskranke Millionärin um ihr Vermögen bringen will. Ob und wann der Streifen ins Kino kommt, ist unbekannt. Die Dreharbeiten wurden nach dem Tod von Maria Kwiatkowsky im Juli 2011 unterbrochen. Herbert Schwering von der Produktionsfirma Coin Film GmbH sagte gegenüber t-online: "Nach dem Tod von Maria Kwiatkowsky ist es zu einem Rechtsstreit mit der Filmausfallversicherung gekommen und wir denken, in den nächsten Wochen in der ersten Instanz ein Urteil zu haben." Offen ist demnach, wie der Film ohne seine Hauptakteurin vollendet werden kann - auch in finanzieller Hinsicht. Sollte "Die Erfindung der Liebe" vollendet werden, wäre es dann wirklich der letzte Film mit Maria Kwiatkowsky.
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Quelle: t-online.de
Helmut M. schrieb:
am 19. Februar 2012 um 18:00:23
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(2)
der Tod
der Tod eines jungen Menschen macht mich immer wieder betroffen...
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minizensor schrieb:
am 19. Februar 2012 um 15:36:01
(31)
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Maria Kwiatkowsky
Nur die Besten sterben jung.
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Gerhard schrieb:
am 19. Februar 2012 um 15:24:09
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Maria
Bin schon ganz gespannt auf den Film heute abend. War eine tolle Schauspielerin.
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