23.09.2008, 15:30 Uhr | dpa/ur/demo
Franjo Pooth (Foto. Imago)Für Franjo Pooth wird es eng. Nach der Pleite seiner Firma Maxfield muss Verona Pooths Ehemann aller Voraussicht nach mindestens eine Million der von der Commerzbank geforderten 1,77 Millionen Euro zahlen. Zu diesem Ergebnis kam die vorsitzende Richterin Annette Lehmberg am Dienstag in einer vorläufigen Bewertung . Pooth habe der Bank schriftlich zugesichert, für bis zu drei Millionen mit seinem Privatvermögen zu bürgen. Das Bankhaus lehnte einen möglichen Vergleich aufgrund dieser Bewertung ab. Franjo selbst war zum Auftakt vor dem Düsseldorfer Landgericht erst gar nicht erschienen. Das Gericht hatte Pooth in dem Zivilprozess zwar geladen, er konnte sich aber von einem Anwalt vertreten lassen. Das Urteil in dem Prozess soll am 28. Oktober verkündet werden.
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Das Ehepaar Pooth (Foto: imago)Gegen Verona Pooth Mann wird wegen Bestechung und Insolvenzverschleppung ermittelt. Außerdem hatte er beim Finanzamt Selbstanzeige wegen eines Steuervergehens erstattet. Pooths Unternehmen Maxfield hatte im Januar Insolvenz angemeldet. Der Insolvenzverwalter hatte die Schulden des Unternehmens auf mindestens 19 Millionen Euro beziffert. Die 461 Gläubiger hatten Ansprüche in Höhe von 27 Millionen Euro angemeldet, können allerdings nur mit einem winzigen Bruchteil rechnen.
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Verona Pooth (Foto: Imago)Pooth soll sich mit teuren Geschenken an Sparkassen-Vorstände hohe Kredite für sein Unternehmen erschlichen haben. Der Chef der Düsseldorfer Sparkasse und ein weiterer Vorstand waren deswegen fristlos entlassen worden. Auch Verona Pooth soll sich Medienberichten zufolge private und eigene geschäftliche Ausgaben von Maxfield, der Firma ihres Mannes, bezahlt haben lassen, ohne dies als geldwerten Vorteil zu versteuern. So sollen Reisen, Anschaffungen sowie die Dienste ihres Chauffeurs und Leibwächters von Maxfield bezahlt worden sein. Die einstige "Miss Deutschland" hat bislang stets beteuert, mit den geschäftlichen Aktivitäten ihres Mannes nichts zu tun zu haben. Ehemalige Maxfield-Mitarbeiter hatten dagegen schon früher behauptet, private Ausgaben der Pooths seien von Maxfield bezahlt worden. Zudem sollen Maxfield-Mitarbeiter für Verona Pooths Kosmetikfirma "Veronas Dreams" gearbeitet haben. dpa/ur/demo
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