26.12.2011, 15:22 Uhr | bas/afp
Prinz Philip will nach seiner Herz-OP schon wieder nach Hause.
Der Ehemann der britischen Queen Elizabeth II., Prinz Philip, hat die Weihnachtstage wegen einer Herzoperation im Krankenhaus verbringen müssen. Dem 90-Jährigen sei am Freitag in Cambridge ein sogenannter Stent in eine Herzkranzarterie eingesetzt worden, teilte der Buckingham-Palast mit. Prinz Philip hatte zuvor auf Gut Sandringham, wo die königliche Familie traditionell Weihnachten feiert, über Brustschmerzen geklagt. Der minimalinvasive Eingriff sei "erfolgreich" verlaufen, teilte der Palast schon kurz nach der Operation mit. Zunächst hatte es geheißen, der Herzog von Edinburgh sei am Freitag für "Vorsorgeuntersuchungen" auf die kardiologische Abteilung der Papworth-Klinik in Cambridgeshire gebracht worden. Bei der Untersuchung stellte sich dann heraus, dass eine Arterie verstopft war.
Berichten zufolge wollte der unerschütterliche Prinz schon wenige Stunden nach der lebensrettenden Operation das Krankenhaus wieder verlassen. „Ich fühle mich gut“, soll der Prinz den Ärzten mitgeteilt haben. „Ich will keinen Wirbel machen. Ich will einfach nur nach Hause." Doch der 90-Jährige wird sich wohl noch etwas gedulden müssen. Selbst am traditionellen Weihnachtsgottesdienst in der Kirche von Sandringham konnte Prinz Philip wegen seiner Herzerkrankung erstmals nicht teilnehmen. Thronfolger Prinz Charles sagte zu Schaulustigen, seinem Vater gehe es "sehr gut". Prinz William dankte für die Genesungswünsche und sagte, sein Großvater fühle sich schon "viel besser".
Königin Elizabeth II. besuchte ihren Mann, mit dem sie seit 64 Jahren verheiratet ist, am Samstag und Sonntag im Krankenhaus. Am ersten Weihnachtstag erhielt Prinz Philip zudem Besuch von sechs seiner acht Enkelkinder. Der 29-jährige Prinz William fuhr in einem Range Rover vor, in dem auch die Kinder von Prinzessin Anne, Zara und Peter, saßen. Williams Frau Catherine, die dieses Jahr erstmals Weihnachten mit der königlichen Familie feierte, war nicht dabei. Der 27-jährige Prinz Harry kam in einem Audi mit den Töchtern von Prinz Andrew, Beatrice und Eugenie. Am Sonntagabend erklärte der Buckingham-Palast, der Prinzgemahl sei "guter Dinge" und bleibe noch für "eine kurze Zeit" zur Beobachtung im Krankenhaus. Ein Datum für eine Entlassung aus der Klinik stehe noch nicht fest. Die Queen werde regelmäßig über den Zustand ihres Gatten auf dem Laufenden gehalten.
In ihrer traditionellen Weihnachtsansprache, die vor der Erkrankung Prinz Philips aufgezeichnet und am Sonntag ausgestrahlt wurde, widmete sich Elizabeth II. der Familie. Sie erinnerte an die Hochzeit ihres Enkels William mit Catherine in diesem Jahr und daran, dass eine Familie auch in harten Zeiten Kraft gebe. Eine Familie müsse aber nicht zwangsläufig aus "Blutsverwandten" bestehen, sagte die Monarchin, die im kommenden Jahr ihr 60. Thronjubiläum feiert. Oft werde auch "eine Gemeinde, Organisation oder Nation" als Familie beschrieben. Der Commonwealth sei eine "Familie aus 53 Nationen", sagte die Queen in der Rede, die am Nachmittag des ersten Weihnachtsfeiertages jedes Jahr von Millionen Briten verfolgt wird.
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Quelle: AFP
Karli schrieb:
am 27. Dezember 2011 um 00:08:42
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Herz-OP
Im Artikel heißt es, "Prinz Philip will nach Herz-OP wieder nach Hause". Hierzulande eine logische Konsequenz. Wie ist das aber in England?
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