11.06.2008, 13:42 Uhr | SaWo/sgü
US-Sänger R. Kelly muss sich vor Gericht verantworten. (Foto: imago)Am Montag hat der Prozess gegen den US-Sänger R. Kelly begonnen. Es wird ihm vorgeworfen, zwischen 1998 und 2000 ein sexuelles Verhältnis mit einem 13-jährigen Mädchen gehabt und sogar einen Pornofilm mit ihr gedreht zu haben. Jetzt wurde bekannt, dass der US-Star nicht bei der Verhandlung anwesend sein wird: "Ich habe beschlossen, nicht auszusagen", erklärte Kelly dem verantwortlichen Richter Vincent Gaughan am Dienstag. Die Anklage erfolgte bereits im Juni 2002, der Prozess war jedoch immer wieder aufgeschoben worden. Sollte der R&B-Star jetzt verurteilt werden, drohen ihm 15 Jahre Haft. Zum Auftakt der Verhandlung in Chicago wurde am Montag aus 150 potentiellen Geschworenen eine zwölfköpfige Jury ausgewählt.
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Videoband dient als Beweismittel
Der Richter entschied am Dienstag, dass die Geschworenen ein Video, das sexuelle Handlungen zwischen Kelly und einer Minderjährigen zeigen soll, auch nach Beginn ihrer Beratungen erneut ansehen dürfen. Sowohl Kelly als auch das mutmaßliche Opfer bestreiten, in dem Video zu sehen zu sein. Der 41-jährige Kelly hat sich für nicht schuldig erklärt. Bei einer Verurteilung drohen ihm 15 Jahre Haft. Die Schlussplädoyers werden für Donnerstag erwartet.
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