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Redewendungen und ihre Ursprünge

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"Mich laust der Affe": Wo unsere Redewendungen herkommen

09.03.2012, 09:50 Uhr | CK

"Mich laust der Affe. Neues aus der Welt der Redewendungen" (Quelle: Rowohlt/Thinkstock)

"Mich laust der Affe. Neues aus der Welt der Redewendungen" (Quelle: Rowohlt/Thinkstock)

Wissen Sie, was der Begriff Kantersieg mit einem englischen Bischof aus dem 12. Jahrhundert zu tun hat? Kennen Sie die ordinäre Herkunft der Redewendung "flöten gehen"? Oder haben Sie sich auch schon immer gefragt, warum man "Jacke wie Hose" sagt, wenn einem etwas total egal ist - wo Jacke und Hose doch völlig unterschiedliche Kleidungsgegenstände sind? Das Buch "Mich laust der Affe. Neues aus der Welt der Redewendungen", das am 2. Januar erscheint, beantwortet diese Fragen und verrät die Ursprünge unzähliger Redensarten. Die amüsantesten Erklärungen daraus haben wir in unserer Klick-Show für Sie zusammengestellt. Wir versprechen: Sie werden überrascht sein.

Besonders kurios ist die Entstehung eines pädagogischen Spruches, den kleine Kinder häufig beim Essen zu hören bekommen: "Iss deinen Teller leer, dann gibt's morgen schönes Wetter." Doch was hat das Essverhalten bloß mit dem Wetter zu tun? Die Antwort lautet: gar nichts. Denn die weitverbreitete Redensart basiert auf einem Missverständnis. Die plattdeutsche Weisheit "Et dien Töller leddig, dann givt dat morgen goods wedder" wurde bei der Übertragung ins Hochdeutsche schlichtweg falsch übersetzt. Denn "goods wedder" heißt nicht "gutes Wetter", sondern "wieder etwas Gutes". Wer also seinen Teller leer ist, wird auch am nächsten Tag gut bekocht - und das Wetter kann werden, wie es will.

"Ich glaube, mich laust der Affe"

Wer sich nun fragt, was der Ursprung des Buchtitels "Mich laust der Affe" ist, dem sei folgendes erklärt. Dass Affen sich gegenseitig die Felle pflegen, ist oft im Zoo zu bewundern - auch wenn das Ganze in Wirklichkeit wenig mit dem Entfernen von Läusen, sondern mehr mit dem von abgestorbenen Hautschuppen zu tun hat. Doch das ein Affe einen Menschen "laust", wäre ein sehr ungewöhnlicher Anblick. Die Redewendung "Ich glaube, mich laust der Affe" drückt entsprechend extreme Verblüffung oder Überraschung aus. Verwandte Sprichwörter, die ebenfalls Bezug auf unwahrscheinliches Tierverhalten nehmen, sind übrigens: "Ich glaube, mein Schwein pfeift" oder "Ich glaube, mich knutscht ein Elch".

"Mich laust der Affe. Neues aus der Welt der Redewendungen."
Dr. Wort
Rowohlt, Januar 2012
Preis: EUR 8,95


Quelle: t-online.de

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Kommentare (1)

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Thema: "Redewendungen und ihre Ursprünge"

Silke schrieb: am 17. April 2012 um 20:21:47
(2) (0) Gut so.
Das ist doch mal interessant! Weiter so!

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