10.09.2010, 15:00 Uhr | Thomas Flormann / Intro
Robert Plant: Musiker durch und durch. (Foto: Greg Delman / Universal)
Die große Stimme des Hardrock ist zurück. Diesmal sind es allerdings keine eigenen Songs, die Robert Plant singt, ebenso kein Led Zeppelin – Material. Vielmehr macht sich der Brite fremde Songs zu Eigen und kehrt ausgerechnet damit zu seinen Anfängen zurück.
Das neue Album von Robert Plant heißt wie seine allererste Musikgruppe Band of Joy. Damals, im Jahr 1966, spielten er und der spätere Zeppelin-Schlagzeuger John Bonham ausschließlich Coversongs. Schon damals mit 17 hatte Plant den Ehrgeiz, diesen Fremdkompositionen den eigenen Stempel aufzudrücken, und genau daran will er nun wieder anknüpfen.
Plant covert nicht, um seine Karriere aufzubessern, das hat er nicht nötig. Die Songauswahl ist nicht populistisch, sie ist persönlich. Ein Folk-Klassiker, ein Traditional, zwei Songs der Indieband Low, ein Song des Country-Helden Townes Van Zandt – damit landet man nicht wie von selbst in den Radiocharts. Plant versucht sich auch nicht an die Zeppelin-Fans anzubiedern, er macht absolut sein eigenes Ding.
"Band Of Joy" ist ein intim klingendes, zart besaitetes Album. Viele akustische Instrumente sind zu hören: Mandoline, Banjo, Akkordeon, Pedal Steel. Plant selber zieht immer wieder "Zeppelin III" als Referenz heran, das mag für Teilaspekte der Herangehensweise stimmen, allerdings ist der Hardrocker Plant aktuell deutlich Geschichte und "Band Of Joy" musikalisch weit unverstärkter und wurzeliger ausgefallen.
Quelle: t-online.de
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