02.02.2012, 16:28 Uhr | CK/dapd
Rudi Assauer mit seiner Tochter Bettina. (Quelle: imago)
Rudi Assauers Alzheimer-Bekenntnis hat ganz Deutschland geschockt und überrascht. In seiner am Donnerstag erschienen Biographie "Wie ausgewechselt" spricht der 67-Jährige ganz offen über die Tücken seiner Erkrankung - und genauso direkt äußert sich nun auch seine Tochter Bettina Michel. "Es ist, wie wenn man ein Kind zu Hause hat", sagt die 46-Jährige in der ZDF-Reportage "37 Grad" (7. Februar, 23.15 Uhr). Seit Assauers Erkrankung kümmert sie sich gemeinsam mit seiner früheren Sekretärin um ihren Vater, der nun bei Bettina in der Nähe von Gelsenkirchen lebt.
Wenn die eigenen Eltern zum Pflegefall werden, ist das wohl nie leicht. Doch für Kinder von Alzheimer-Patienten dürfte es besonders schwer sein. Autofahren, einkaufen, spazieren gehen: Was früher alltäglich war, geht plötzlich nicht mehr ohne fremde Hilfe. "So stark bin ich nicht mehr. Ich versuche es, aber man ärgert sich schon bei vielem", so Rudi Assauer zum ZDF. "Vor drei, vier, fünf Jahren haste das alles noch gekonnt. Jetzt kannste das nicht mehr so." Das nagt an den Nerven - sowohl beim Vater als auch bei der Tochter. "Für mich ist es schon ganz extrem", bekennt Bettina freimütig. Dennoch will sie sich auch weiterhin um ihren Vater kümmern. "Wir haben abgemacht, er geht nicht ins Heim", sagt die tapfere Tochter.
Unterdessen stößt der offene Umgang des ehemaligen Schalke-Managers mit seiner Erkrankung auf positive Resonanz. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) lobte den Ex-Manager für sein Verhalten. "Dass Rudi Assauer in die Öffentlichkeit geht, macht vielen Menschen Mut", sagte Bahr der Online-Ausgabe der "Ruhr Nachrichten". "Das finde ich nicht nur mutig, sondern es verdient auch meinen ganzen Respekt", betonte der Minister.
Der ARD-Sportmoderator Werner Hansch sagte dem Hessischen Rundfunk, für Assauer sei es eine Erleichterung, dass seine Krankheit in diesen Tagen öffentlich wurde. Wichtigstes Motiv sei für den früheren Fußballmanager gewesen, mit Gerüchten um seinen Zustand aufzuräumen, so Hansch. "Viele haben hinter der Hand getuschelt, mit dem Assauer stimmt was nicht. Und viele von diesen Schlaubergern haben immer gesagt, er hat sich den Verstand weggesoffen", sagte der Moderator. Nun wüssten alle, dass es die Krankheit war, "die seinen Verstand aufgezehrt hat".
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Quelle: t-online.de , dapd
Mia schrieb:
am 2. Februar 2012 um 20:16:03
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Assauer
Die Bilder und Berichte sind von vorigem Jahr. Man sieht ihn ja nur noch mit seiner Noch Ehefrau. Neueste Berichte nur zusammen
geschnitten.
Bis das der Tod uns scheidet? Nein ,die Noch Ehefrau macht die Mücke und kassiert dann später wohl die Rente? Da ist die Liebe nicht weit her gewesen. Armer Assauer, arme Tochter. Aber es gibt Gottseidank Großartige Hilfe. Viel Kraft wünsch ich der Tochter
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henutil schrieb:
am 2. Februar 2012 um 20:11:46
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Assauer
Die Krankheit ist natürlich Mist. Nur gut, dass das Buch noch fertig geworden ist.
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Chrissy412 schrieb:
am 2. Februar 2012 um 20:08:27
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Rudi Assauer
@Ungläubig, im Vorteil ist, wer lesen kann. Bereits seit 2005 begannen die Anzeichen für Alzheimer, Rudi wollte es wohl nicht
wahrhaben. Wie bei meiner Mutter, kann es dann ganz schnell gehen, aber bis zur Bettlägerigkeit dauert es noch.
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